29.10.2008 | Autor / Redakteur: Christine Cignoli / Nico Litzel
Zwar fallen die Preise für SSDs, aber die (Folge-)Kosten bleiben nach wie vor eine Sorge der Anwender. Dave Flynn, CTO beim SSD-Produzenten Fusion-io, erläutert, dass ein Kostenvergleich zwischen Festplatten und Solid State Drives leicht in die Irre führen kann. Anstelle eines Vergleichs einzelner Komponenten sollte man ganze Arrays miteinander vergleichen, die eine ähnliche Performance bieten. „Eine einzelne Festplatte und ein einzelnes Solid State Drive unterscheiden sich nicht sonderlich beim Stromverbrauch. Die wahre Frage ist, wie viel Rechenleistung pro Watt erzielt wird.“
IDC hat auch Hybrid-Laufwerke unter die Lupe genommen, also Festplatten, die einen kleinen Flash-Speicher als Cache verwenden. Tinker erklärt, dass Segates erste Generation von Hybrid-Laufwerken „nicht genug Vorteile gebracht hat, die den Aufpreis rechtfertigen konnten, den man erheben musste.“ Seagate wird eine zweite Generation auf den Markt bringen. Momentan sieht er, dass vor allem in Notebooks Hybridlaufwerke eingesetzt werden.
Reinsel erklärt, bei Hybrid-Festplatten sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Die Frage lautet, wie man Hybridfestplatten in einem Enterprise-Umfeld wirksam einsetzt. Denn dort werden häufig schon große Caches verwendet, um die Performance zu erhöhen.“ Swenson hingegen ist der Meinung, dass Hybridfestplatten nur eine Übergangstechnik seien.
Allerdings entwickelt sich der Flash-Markt beständig weiter. Der Einsatz von Solid-State- oder Hybridlaufwerken wird stark von den bestehenden Speicherinfrastrukturen in Unternehmen abhängen. „Einer der Knackpunkte ist, dass die OEMs die Speichersysteme um diese spezifische Technik herum entwerfen werden müssen, um alle Vorteile ausschöpfen zu können“, so Reinsel.
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