26.11.2008 | Autor / Redakteur: Daniel P. Dern / Nico Litzel
Es wird zwar viel von der Enterprise-Tauglichkeit von Halbleiterfestplatten geredet, das Haupteinsatzgebiet sind jedoch Notebooks und Netbooks. Was zu beachten ist und wie solvent der Anwender sein sollte, beleuchtet dieser Artikel.
Ein Solid State Drive (SSD) besteht aus Flash-Speicherzellen, wie sie auch in USB-Sticks oder SecureDigital-Karten eingesetzt werden. Äußerlich betrachtet haben Solid State Drives, die für den Einsatz in Notebooks gedacht sind, die Größe, die Form und das SATA-Interface von 1,8- and 2,5-Zoll-Festplatten. Als solche treten sie auch gegenüber dem Betriebssystem auf. Allerdings gibt es im Vergleich zu Festplatten einige gravierende Unterschiede.
Moderne Notebook-Festplatten werden in Kapazitäten von bis zu 500 Gigabyte angeboten, wobei 160 und 320 Gigabyte am gebräuchlichsten sind. Bei den Kosten pro Gigabyte muss man etwa einen US-Dollar veranschlagen, wenn man die Disk bei einem Notebook-Hersteller bezieht. Wenn man Disks bei günstigen Online-Anbietern erwirbt, kann das Verhältnis zwischen 50 und 25 US-Cent pro Gigabyte liegen.
32 Gigabyte Speicherkapazität sind absolut ausreichend, solange man als Anwender nicht sehr viele Daten mit sich herumtragen oder massenhaft Musik und Videos genießen möchte. Ein komplettes Windows-Betriebssystem, Office und weitere gängige Anwendungen lassen sich auf etwa drei bis vier Gigabyte unterbringen.
Doch auch für speicherfreudigere Anwender gibt es Angebote. SSDs für Notebooks gibt es über 32 Gigabyte hinaus inzwischen auch mit Kapazitäten von 64, 80, 128 und 160 Gigabyte. Die ersten Solid State Drives mit 256 Gigabyte hat gerade Samsung angekündigt, weitere Hersteller werden mit Sicherheit in Kürze folgen. Zum Kassenschlager sind diese SSDs jedoch nicht geeignet, verteuern sie das Notebook doch um mehrere hundert bis zu über 1.000 US-Dollar. Wird die Komponente einzeln erworben, so ist mit Kosten zwischen drei und zehn Dollar pro Gigabyte zu rechnen.
SSDs überstehen Schläge und Erschütterungen, die Festplatten beschädigen oder den Schreib-Lesekopf dazu veranlassen, auf die Parkposition zu gehen, wodurch Vorgänge mit Festplattenzugriff gestört werden. Solid State Drives können alles beschleunigen, von der Boot-Zeit bis hin zur Ladegeschwindigkeit von Anwendungen. Das ist allerdings von der Konfiguration und von den Anwendungen abhängig. Einige Anwender berichten von einem gewaltigen Performance-Gewinn, andere hingegen nehmen keinen Unterschied wahr.
Weiter mit: Festplatten versagen im Gegensatz zu SSDs im Hochgebirge
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