Einsatzszenarien für Halbleiterspeicher in mobilen Rechnern

Die Vorteile von NAND-Flash-Speichern in Notebooks

26.11.2008 | Autor / Redakteur: Daniel P. Dern / Nico Litzel

Der Außendienst sowie industrielle, militärische und mobile Anwendungen oder der Einsatz in Fahrzeugen sind mit einer hohen Belastung verbunden. Daneben lohnt sich die Investition in eine SSD (und in ein semi- oder fully-rugged Notebook) in Szenarien, in denen einen rasche Fehlerbehebung oder Rückgabe des Geräts keine Option darstellen. Der Aufpreis von SSDs lässt sich ebenso rechtfertigen, wenn weitere Vorteile wie eine geringe Geräuschentwicklung und die Performance oder das Durchhaltevermögen des Akkus im Vordergrund stehen, etwa bei Anwälten und Anwendern, die häufig reisen müssen.

Andererseits erklärt Unsworth, dass Gartner Unternehmen jenseits dieser speziellen Szenarien empfehle, mit einem breiten Einsatz von SSDs in PCs noch bis 2010 zu warten. Ein gesteigerter Wettbewerb, geringere Kosten (es wird erwartet, dass 128 Gigabyte von jetzt 340 Euro auf etwa 150 Euro sinken werden) und technische Verbesserungen werden das Nutzenversprechen erhöhen.

Zwischenzeitlich, da „echte“ SSDs noch relativ teuer sind, könnte man als Anwender die außerordentliche Performance einer SSD auch mit einer verhältnismäßig günstigen Turbo Memory ExpressCard von Intel oder einem Mini-PCIe-Modul erzielen – vorausgesetzt das Notebook bietet Platz hierfür, erläutert Howard Locker, Leiter New Technology bei Lenovo. „Mein ThinkPad verfügt als Ergänzung zur Festplatte über einen Flash-Speicher, der alles cacht. Und die Performance ist unglaublich.“

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