16.03.2009 | Autor / Redakteur: Beth Pariseau / Nico Litzel

Mittlerweile unterstützt nahezu jeder Speicherhersteller Solid State Drives (SSDs) in Speicher-Arrays. Indes halten Anwender nach Verbesserungen Ausschau, die eine Verbreitung der Technik weiter vorantreiben.
Als EMCs CEO Joe Tucci kürzlich erklärt hatte, sein Unternehmen befinde sich bei der SSD-Entwicklung in Phase zwei, hat er nahezu für die gesamte Branche gesprochen. Wenn es nach dem Willen von Speicherexperten geht, wird die nächste Entwicklungsphase aus automatischem Tiering und der Bereitstellung von Sub-Logical Numbers (LUN) bestehen – und aus besseren Trainings und Beurteilungskriterien für die Anwender, um besser beurteilen zu können, welche Daten überhaupt für SSDs geeignet sind. Und natürlich wünschen sie sich niedrigere Preise.
Branchenbeobachter rechnen damit, dass weitere Hersteller es Compellent und Sun Microsystems gleichtun und eine automatisierte Verwaltung der SSD-Kapazität zusammen mit der von herkömmlichen Festplatten anbieten werden.
„So wie SSDs momentan verwaltet werden, erscheinen sie wie dedizierter Cache“, erklärt John Webster, Chefberater bei Illuminata. „Phase zwei, so glaube ich, wird eher aus einem automatisierten Tiering mit einem ausgeklügelteren Datenmanagement inner- und außerhalb der SSD bestehen als aus den seit Jahrzehnten in Gebrauch befindlichen Caching-Algorithmen.“
Doch es gibt zu diesem Konzept auch kritische Stimmen: „Ich möchte diese Rechenarbeit einem Speicher-Subsystem nicht aufbürden, und wenn es doch jeder macht, so werden die Hersteller das jeweils auf ihre eigene Art umsetzen“, erklärt Tom Bechetti, ein Kunde von EMC und NetApp, dessen Unternehmen nicht genannt werden soll. „So etwas sollte man eher auf einer Ebene wie VMware oder einem nebengeordneten Managementsystem umsetzen und nicht innerhalb des Speicher-Subsystems.“
Bechetti beabsichtigt, in einer Symmetrix DMX von EMC eine RAID-Gruppe zu installieren, die aus Solid State Drives von STEC besteht. Er möchte zunächst, dass die Hersteller von Solid State Drives „sicherstellen, dass die Laufwerke viel mehr Schreibzyklen verkraften“, denn momentan leisten Enterprise-SSDs nur eine begrenzte Zahl von Schreibzyklen – für gewöhnlich zwischen 100.000 und 300.000 – ehe die Flash-Zellen altern.
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