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Die Liste der Vorteile von Enterprise-SSDs (eSSD) ist kurz, aber staunenswert: Geringerer Stromverbrauch, geringere Hitzeentwicklung und eine prachtvolle I/O-Performance, die 200mal besser als die von Festplatten ist. Beispiele einer fast 100prozentigen Beschleunigung der Datenzugriffe von Exchange– und Sharepoint-Servern dürften also nicht aus der Luft gegriffen sein.
Beim deutschen Value-Distributor PSP weiß man noch um weitere Vorteile:
Beschleunigung der Bootsequenz um z.B. 45 Prozent
Haltbar (erschütterungsresistent bis 1.500 G)
Leise (0 Dezibel)
Jede Datenübertragung benötigt nur 1/10 der Energiemenge einer Harddisk
Eigentlich müsste jeder RZ-Leiter, dem an einer flotten IT liegt, sofort eine größere Zahl dieser „Wunderwaffen“ installieren. Verwunderlich also, dass nach Angaben von Gartner 2008 nur 70.000 verkauft wurden und dass es auch 2009 wahrscheinlich weniger als 300.000 Einheiten sein werden.
Fast alle Speicherhersteller haben inzwischen die Option im Programm Harddisks durch Enterprise Solid State Disks (eSSD) zu ersetzen.
Die dem SSD-Einsatz widersprechenden Argumente sind ein Konglomerat von Fakten und Annahmen. Unsere amerikanischen Kollegen nennen als erste Herausforderungen Kosten und Langlebigkeit, somit nicht ganz unwichtigen Features.
Bei den Speicherzellen nimmt man mit hoher Sicherheit an, dass Single Level Cells ziemlich langlebig sind. Genau weiß das aber keiner.
Da Wear-Level-Mechanismen und Reserve-Speicherkapazitäten zum Betriebsgeheimnis der SSD-Hersteller zählen, wird das wohl so bleiben, selbst wenn die SNIA eines Tages doch noch Testverfahren definieren sollte.
Weitere, für den Einsatzwunsch abträgliche Aspekte sind, dass selbst die Infrastruktur modernster Speichersysteme nicht für die superschnellen I/Os ausgelegt ist. Vor allem lesende Anwendungen sollen Vorteile aus der SSD ziehen können.
Und ungeklärt ist auch, ob die Halbleitertechnik ins Speichersystem oder vielleicht doch besser in einer Virtualisierungsebene gehört.
Genauere Abwägungen zu Single- und Multi-Level Cells finden Sie in unseren Beiträgen Grundlagen der Flash-Technik Teil 1 und Teil 2 sowie dem Artikel Halbleiterspeicher treiben Speicherarrays in neue Leistungsbereiche.
weiter mit: Preisverfall war noch nie ein gutes Argument
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posted am 01.09.2010 um 13:57 von nicht registrierter User
posted am 27.08.2010 um 10:43 von nicht registrierter User
posted am 25.08.2010 um 12:10 von nicht registrierter User
posted am 23.08.2010 um 17:12 von Storm
posted am 22.08.2010 um 15:55 von nicht registrierter User
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