Kommentar: Auch Fujitsu entscheidet sich in seinen Enterprise-Arrays für Zeus von STEC

Die Zukunft der Enterprise-Festplatte

09.06.2009 | Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Rainer Graefen

Preisverfall war noch nie ein gutes Argument

Als positives Zeichen für den SSD-Durchbruch wird gerne der Preisverfall bei der Halbleitertechnik genommen. Preise von 8 bis 40 US-Dollar pro Gigabyte scheinen gar nicht mehr so teuer zu sein, selbst wenn man das mit dem gerade erreichten Tiefststand von 0,1 US Dollar für das Gigabyte bei einer Harddisk vergleicht.

Die Realität für die eSSD sieht aber ganz anders aus. Diese kostet in einem Compellent-System mit 146 GByte Kapazität 24.000 US-Dollar respektive 164 US-Dollar pro GByte zu zahlen.

Single Source STEC

Ähnliche Preise kenne ich von der Eva. Allerdings muss HPs Enterprise Virtual Array von Anfang an mit sechs (!) SSDs ausgerüstet werden. Das treibt die Kosten für die Beschleunigung einer Datenbank in Dimensionen, mit denen sich dann auch ein noch wesentlich schnelleres DRAM-SSD-System bezahlen ließe.

Mit dem Preisverfall der NAND-Technik zu argumentieren scheint mir unlauter, da sich der Preis der eSSD weniger aus den Kosten für das Silizium speist, als aus der ausgewählten hochverfügbaren Elektronik, Zertifizierungen und technischer Expertise.

Solch ausgefeilte Technik scheint derzeit nur ein Hersteller liefern zu können. Nach EMC, Compellent, IBM, Hewlett-Packard und Hitachi hat sich nun auch Fujitsu für die SSD-Technik von STEC entschieden. Wettbewerb sieht anders aus.

Ergänzendes zum Thema

Schwere Zeiten für die Enterprise-Harddisk?

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