Forscher der TU Berlin experimentieren mit gestapelten Daten

Holografische „CD“ soll ein Terabyte Daten speichern

09.07.2007 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Professor Susanna Orlic, Leiterin des OptTech-Teams an der BU Berlin.

Auf einer aktuellen Blu-ray-Disk lassen sich derzeit höchstens 50 GByte Daten speichern. Forschern des Projekts Microholas an der TU Berlin ist es jetzt gelungen, auf einem Datenträger gleicher Größe zehnmal so viele Informationen zu sichern.

Um die hohen Datendichten zu erreichen, nutzt das von Professor Susanna Orlic geführte OptTech-Team die dritte Dimension. Zwei gegenläufige Laserstrahlen schreiben die Informationen als Hologramm in ein fotosensitives Medium. Die dabei entstehenden „Mikrogitter“ sind nahezu unsichtbar für Lichtstrahlen und lassen sich übereinander stapeln.

Mit diesem Verfahren haben die Forscher des Projektes Microholas bereits 500 GByte auf 50 übereinander liegenden Schichten ablegen können. Durch eine Änderung der Wellenlänge des Lasers von grün zu blau soll sich dieser Wert nochmals verdoppeln.

An der TU Berlin ist der Prototyp eines Laufwerks entstanden, unterstützt mit Fördermitteln der Europäischen Kommission. In der Massenfertigung werden sich Laufwerke und Medien preisgünstig produzieren lassen, kündigten die Wissenschaftler an. Nicht näher genannte, „weltweit führende” Konzerne sollen sich bereits für das Projekt Microholas interessieren.

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