Gehaltskürzungen sollen weiteren Stellenabbau vermeiden

EMCs Gewinn bricht massiv ein

24.04.2009 | Autor / Redakteur: Beth Pariseau / Nico Litzel

Joe Tucci, CEO und Präseident von EMC

EMC dreht an der Kostenschraube, da Umsatz und Gewinn einbrechen. Einzig die Verkaufszahlen der Celerra-Multiprotocol-Arrays haben sich im ersten Quartal positiv entwickelt.

Die weltweite Wirtschaftskrise hat im vergangenen Quartal EMC erreicht. Das Unternehmen vermeldet einen Umsatzrückgang in Höhe von neun Prozent und einen Gewinneinbruch in Höhe von 23 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2008.

CEO und Präsident Joe Tucci erklärte, es werde keinen weiteren Stellenabbau geben – abgesehen von den zu Jahresbeginn angekündigten 2.400 Entlassungen. Allerdings forderte er Mitarbeiter auf, bis zum Jahresende auf fünf Prozent ihres Gehaltes zu verzichten.

Bei den IT-Ausgaben sei die Talsohle durchschritten, so Tucci, und der Bereich Storage sei weniger betroffen gewesen als der Netzwerk- und der Serverbereich. Allerdings werde EMC keine definitive Prognose vor dem dritten Quartal erstellen.

EMCs Umsatz ging im ersten Quartal auf 3,15 Milliarden US-Dollar zurück. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch 3,4 Milliarden ausgewiesen. Deutlich stärker brach der Reingewinn im Jahresvergleich ein: Hatte das Unternehmen im Januar 2008 noch 251.6 Millionen US-Dollar erwirtschaftet, so stehen nun für das erste Quartal 2009 nur noch 194,1 Millionen US-Dollar in den Büchern.

Blick in die Kristallkugel

In Bezug auf IT-Investitionen erklärte er: „Ich glaube, dass wir die Talsohle durchschritten haben oder kurz davor sind. Auch das zweite Quartal wird schleppend laufen – es wird zwar viel besser zu prognostizieren sein, aber dennoch schleppend laufen. Aber es ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Kunden werden alledings wahrscheinlich noch etwas abwarten und sich vorsichtig verhalten.”

Tucci berichtetet, er habe vor kurzem ein Rundschreiben verfasst, in dem er alle bei EMC mit Ausnahme der einfachen Angestellten auffordert, sich dem Management anzuschließen und eine fünfprozentige Gehaltskürzung zu akzeptieren. Mit diesem Schritt soll ein weiterer Stellenabbau vermieden werden.

Im Januar und Februar seien die IT-Investitionen „sehr schleppend“ gewesen, da viele Unternehmen ihre Budgetplanungen noch nicht abgeschlossen hätten. Und jene, die ihre Pläne bereits erstellt hätten, haben strengere Richtlinien erlassen, wonach bei IT-Investitionen das obere Management zustimmen muss. „Das führt zu längeren Kaufzyklen und zu späteren und geringeren Verkaufsabschlüssen“ so Tucci. „Die IT-Budgets sind noch immer eingeschränkt und Kunden kaufen nur das, was sie unmittelbar brauchen.“

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