27.04.2010 | Autor / Redakteur: Stephen Midgley, Absolute Software / Stephan Augsten

Es ist gar nicht lange her, da wurden Daten in der Regel durch die physikalische Sicherheit des Gebäudes geschützt, in dem sie sich befanden. Inzwischen hat die allgegenwärtige Nutzung von Notebooks und Handhelds die sichere physikalische Umgebung zwar nicht obsolet gemacht. Ausreichend ist sie aber beiweitem nicht.
Bei der Sicherung von Daten kämpfen IT-Abteilungen derzeit mit einer Verkettung unglücklicher Umstände. Nicht zuletzt die Wirtschaftskrise hat dafür gesorgt, dass Security-Verantwortliche aufgrund von Budgetkürzungen mit weniger mehr erreichen müssen.
Für Brisanz sorgen auch Regierungen, die mit Compliance-Vorschriften zunehmend die Datensicherheit regulieren. So droht beispielsweise die Bundesregierung im Rahmen der verschärften Meldepflicht des Bundesdatenschutzgesetzes mit empfidlichen Bußgeldern. Derweil hat auch der Europarat eine Benachrichtigungsregelung für Dateneinbrüche genehmigt, die für die Telekommunikationsunternehmen Europas gilt.
Ein durchschnittlicher Dateneinbruch kostet ein deutsches Unternehmen durchschnittlich 2,41 Millionen Euro. Es drohen aber nicht nur finanzielle Schäden, sondern auch ein Reputationsverlust. Denn angesichts der zunehmenden, öffentlichen Wahrnehmung von Datenverlusten sorgen sich die Verbraucher auch mehr um die Sicherheit der persönlichen Daten. All dies zwingt Unternehmen dazu, Prozesse und Techniken umzusetzen, um die Datenintegrität gewährleisten zu können.
Nicht zuletzt hat man mit der zunehmenden Mobilität der arbeitenden Bevölkerung zu kämpfen – ob Beschäftigte, die mit ihren Daten unterwegs sind oder als Teleworker von zu Hause aus arbeiten. Laut dem Ponemon Institute gehen jede Woche 3500 Notebooks an den europäischen Flughäfen verloren, das entspricht etwa einem vermissten Notebook in drei Minuten.
Obwohl die Mobilität geschäftliche Chancen mit sich bringt, hat sie den Einsatz firmeneigener Geräte fern ab vom traditionellen Arbeitsplatz beschleunigt. Und das vor allem, weil immer mehr Beschäftigte vom Home Office aus arbeiten. Daraus resultiert, dass die Informationsgrenze außerhalb der traditionellen Grenzen des Unternehmens liegt.
Die Frage für jede IT-Abteilung lautet demnach: Wie kann man Daten sichern, die man nicht einmal überwachen kann?
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