Backup-Herausforderung BYOD: Mobile Endgeräte erschweren die Datensicherung

Daten auf mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones im Unternehmen zu sichern ist nicht einfach. Wir zeigen Ihnen, wo Probleme lauern.

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Backup-Tools

Mehr und mehr müssen sich Administratoren nach Alternativen zu traditionellen Backups umsehen. Gründe hierfür sind beispielsweise die Anforderung nach einer schnelleren Wiederherstellung, kürzeren Zeiträumen zwischen Backups oder einfach auch größere Datenmengen. Ein weiterer, oft vernachlässigter Grund ist der wachsende BYOD-Trend und die damit einhergehenden Probleme beim Backup geschäftlicher Daten.

BYOD führt zu Problemen beim Backup geschäftlicher Daten

Mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones finden in Unternehmen eine immer größere Verbreitung, damit müssen sich Administratoren wohl oder übel abfinden. Allerdings kann es sich als logistischer Alptraum entpuppen, geschäftliche Daten auf solchen Geräten zu sichern. Allerdings finden mobile Endgeräte mittlerweile einen so breiten Einsatz, dass man sie heutzutage unmöglich ignorieren kann. Das gilt vor allem auch dann, wenn in Unternehmen offiziell die Nutzung privater Endgeräte zu beruflichen Zwecken erlaubt wird.

Mobile Geräte bereiten den Backup-Administratoren erheblich Kopfschmerzen. Das fängt schon damit an, dass Tablets und Smartphones nicht dauerhaft mit dem Netzwerk verbunden sind. Somit müssen diese Geräte eben dann gesichert werden, wenn sie mit dem Netzwerk verbunden sind – und nicht etwa dann, wenn laut Plan ein Backup ansteht. Aber selbst wenn eine Verbindung besteht gibt es immer noch die Bandbreiten-Einschränkungen der drahtlosen, vor allem mobilen Netzwerke. Zudem können Kosten anhand der vom mobilen Gerät übertragenen Daten entstehen. Des Weiteren dürfen die Backup-Prozesse die normalen Tätigkeiten der mobilen Geräte nicht negativ beeinflussen oder gar die Produktivität der Mitarbeiter stören.

Die größte Herausforderung liegt aber darin, dass es bezüglich der Geräte keine wirkliche Konsistenz gibt. Sichert ein Administrator die Server in seinem Data Center, dann kann er zu einem gewissen Grad mit gleichen oder ähnlichen Geräten rechnen. Zum Beispiel könnte auf allen Hosts VMware laufen und die virtuellen Maschinen sind alle mit Windows bestückt. Selbst in einem heterogenen Data Center finden in der Regel nur eine Handvoll Betriebssysteme Einsatz.

Geräte-Vielfalt und eingeschränkte Backup-Funktionen erschweren Datensicherung

Wenn Sie allerdings Daten mobiler Endgeräte sichern wollen, dann können Sie in den seltensten Fällen von einem einheitlichen Geräte-Park ausgehen. Selbst Geräte mit mobilen Windows-Versionen können als Betriebssystem so unterschiedliche Systeme wie zum Beispiel Windows Phone 7/8 und Windows 8/8.1 RT nutzen, die mit keiner herkömmlichen Backup-Applikation für Windows kompatibel sind. Zusätzlich haben Sie neben den Windows-Geräten sehr wahrscheinlich auch iOS oder Android auf den Tablets und Smartphones im Einsatz.

Wenn Sie Daten mobiler Endgeräte drahtlos sichern möchten, dann brauchen Sie eine Software und Backup-Strategie, die praktisch mit jedem Tablet oder Smartphone zusammenarbeitet. Schon alleine das ist eher unrealistisch. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Sicherheitseinstellungen der Geräte massiven Einfluss darauf haben, welche Arten von Daten überhaupt gesichert werden können. Geräte mit iOS zum Beispiel erlauben nur eine Sicherung von Kalender-Daten, Fotos, Kontakten und Videos. Es gibt allerdings inzwischen einige Backup-Anwendungen für iOS, die sich über diese Grenzen hinwegsetzen.

Analog dazu funktionieren viele der Backup-Applikationen für Android nur auf Geräten, die gerootet wurden, wodurch allerdings in den meisten Fällen die Garantie verloren geht. Wenn es auf einem Gerät keinen Root-Zugriff gibt, dann können die Backup-Anwendungen in der Regel zwar immer noch gewisse Daten sichern, aber wiederum in nur äußerst beschränktem Umfang. Dazu gehören zum Beispiel Kalender-Einträge, SMS-Nachrichten, Kontakte oder System-Einstellungen. Viele der Backup-Anwendungen für Android erlauben das Schreiben der Datensicherungen zudem nur auf eine SD-Karte, womit ein drahtloses Backup bereits ausgeschlossen ist.

Trotz dieser und anderer Einschränkungen ist es natürlich nicht völlig unmöglich, die Daten auf mobilen Endgeräten zu schützen. Dafür müssen Administratoren allerdings einen Blick über den Tellerrand wagen und speziell für diesen Zweck entwickelte Backup-Technologien einsetzen. Es gibt eine ganze Reihe spezifischer Backup-Plattformen, die nur für mobile Endgeräte gedacht sind. Außerdem sind viele Unternehmen der Ansicht, dass sich Cloud-Backups gut für die Sicherung der Daten mobiler Endgeräte eignen.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2014 aktualisiert

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