Best Practices für Backups mit EMC NetWorker

EMC NetWorker bietet sekundäre Backup-Server, die der primäre Server. Festplatten-Backups bieten dank PowerSnap gleichzeitiges Backup und Restore.

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Backup-Tools

Wenn Sie den Einsatz eines neuen Backup-Produkts erwägen, gibt es für Sie viel zu bedenken. In diesem Artikel erkläre...

ich Best Practices zur Architektur von EMC Corp. NetWorker für Backups Ihrer Netzwerk-Server.

Eine der einfacheren Methoden für mehr Performance und Skalierbarkeit mit NetWorker ist das Hinzufügen von Storage-Knoten zum Netzwerk. Storage-Knoten sind im Prinzip sekundäre Backup-Server. Das Besondere an ihnen: Anders als bei traditionellen Backup-Servern müssen Administratoren nicht jeden davon einzeln verwalten.

Der primäre (Master-) Backup-Server ist verantwortlich für die Einhaltung der Zeitplanung. Er nimmt aber nicht alle Backups selbst vor, sondern verteilt einen Teil der Arbeit an die anderen Storage-Knoten im Netzwerk. Diese bieten zusätzliche Rechenkapazität und Durchsatz für den Backup-Prozess So können im selben Zeitraum mehr Daten gesichert werden, als ein einzelner Backup-Server alleine schaffen würde. Denken Sie daran, dass dieser Prozess nicht statisch ist – welchen Teil der Daten ein bestimmter Storage-Knoten sichert, kann sich jedes Mal ändern. NetWorker arbeitet mit einem intelligenten Routing, um alle Backup-Ressourcen möglichst optimal auszulasten.

Immer wenn mehrere Backup-Server gleichzeitig an einem Backup beteiligt sind, stellt sich die Frage der Handhabbarkeit. Denn wenn Sie eine Datei wiederherstellen wollen, müssten Sie ja wissen, wo und von welchem der Backup-Server sie gesichert wurde.

Mit Storage-Knoten gibt es dieses Problem allerdings nicht, denn der primäre Server agiert hier als Master-Server: Er sagt den Storage-Knoten nicht nur, was sie sichern sollen, sondern pflegt auch einen zentralen Index darüber, welche Daten wo gesichert wurden. Mit diesem Index können Administratoren Daten viel schneller lokalisieren, als wenn sie alle Backup-Medien oder eine riesige Datei danach durchsuchen müssten.

Verwendung von Band-Bibliotheken

In großen Enterprise-Umgebungen gibt es häufig mehrere Band-Bibliotheken, um alle nötigen Daten sichern zu können. Trotzdem ist die Backup-Architektur oft so ausgelegt, dass die einzelnen Band-Bibliotheken jeweils nur Servern mit einem bestimmten Betriebssystem zur Verfügung stehen. Eine der Bibliotheken könnte also für Linux-Server vorgesehen sein, eine andere für Windows-Server.

Mit NetWorker lassen sich Band-Bibliotheken jedoch optimal nutzen, ohne dabei zu beachten, welche Art von Server gesichert werden soll. Daten werden im Open Tape Format (OTF) auf die Bänder geschrieben, so dass heterogene Daten auf dasselbe Band kommen können. Noch wichtiger: Die Verwendung von OTF erleichtert Plattform-übergreifende Migrationen. Wenn eine Organisation zum Beispiel alle ihre Daten von Linux-Dateiservern auf einen Windows-Dateiserver verschieben will, kann sie einfach die Linux-Daten direkt auf dem Windows-Server wiederherstellen. Denn beide Betriebssysteme erkennen das OTF-Format.

Festplatten-basierte Backups

NetWorker kann Daten zwar auf Band sichern, deutlich effizienter aber sind meist „disk-to-disk-to-tape“-Backups. Für diese Art können Sie ein oder mehrere Platten-Arrays als Storage-Pool für Backups konfigurieren. Einer der Vorteile dieses Ansatzes besteht darin, dass damit das Anlegen von Snapshot-Backups mehrmals am Tag erleichtert wird. Abends können die aktuelleren Snapshots dann für Offline-Storage auf Band geschrieben werden.

Ich rate zur Arbeit mit Snapshot-Backups, denn damit sind aktuellere Backups möglich, als wenn Sie nur einmal spätabends ein tägliches Backup anlegen. Wenn Sie Snapshots verwenden, dann erfolgt deren Verwaltung bei NetWorker über ein Feature namens PowerSnap. Es ist für die Zeitplanung und Durchführung von Snapshots zuständig, kann aber auch als Proxy für Snapshot-Backups dienen. Das bedeutet: Wenn Sie ein Snapshot-Backup wiederherstellen müssen, werden die Daten automatisch auf ihren ursprünglichen Standort zurückgeholt, unabhängig davon, wo sich die Wiederherstellung abspielt.

Ein weiterer Vorteil von Platten-basierten Backups: Anders als Bänder unterstützen Festplatten nichtlinearen zufälligen Datei-Zugriff. Dies macht mehrere gleichzeitige Backup-Operationen auf denselben Storage-Pool möglich. Sie können also zum Beispiel eine Datei herstellen, während gleichzeitig ein Snapshot-Backup angelegt wird. Ebenso können Sie mehrere Backup-Quellen aus demselben Pool gleichzeitig zur Wiederherstellung nutzen oder sogar einen Backup-Klon anlegen, während eine andere Operation läuft.

Wie Sie sehen, lässt sich NetWorker leicht als einfacher Backup-Server einsetzen. In größeren Organisationen haben Sie zudem die Freiheit, zusätzliche Storage-Knoten einzurichten, außerdem Festplatten-basierte Storage-Pools und mehrfache Band-Bibliotheken. NetWorker hat keine Probleme damit, die komplexen Beziehungen zwischen diesen unterschiedlichen Komponenten und Ihren Daten im Griff zu behalten.

Über den Autor: Brien M. Posey, MSCE, ist Träger der Microsoft-Auszeichnung MVP Award für Exchange Server, Windows Server und Internet Information Server (IIS). Früher hat er als CIO für eine US-weite Krankenhaus-Kette gearbeitet und war eine Zeitlang verantwortlich für die Abteilung Informationsmanagement in Fort Knox. Seine persönliche Website finden Sie unter www.brienposey.com.

Artikel wurde zuletzt im April 2009 aktualisiert

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