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Checkliste: Hybrid-Cloud-Implementierungen richtig planen und umsetzen

Um eine Hybrid Cloud richtig zu planen und umzusetzen, sollten IT-Manager eine Checkliste anlegen und die hier gelisteten neun Punkte berücksichtigen.

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Public Cloud

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Bevor Unternehmen das Projekt einer hybriden Cloud angehen, sollten sie verschiedene Fragen klären: Was soll mit der Hybrid Cloud erreicht werden, was nicht schon lokal oder mit einer Public Cloud umgesetzt wird? Eignet sich die hybride Cloud für die geplanten Einsatzszenarien des Unternehmens? Kennen Sie andere Firmen, die eine Hybrid Cloud erfolgreich für ähnliche Anwendungsfälle realisiert hat?

Fallen die Antworten auf diese Fragen positiv aus, dann lässt sich das Projekt einer hybrid Cloud angehen. Allerdings sollten folgende Punkte auf Ihrer Checkliste stehen, wenn Sie Ihre lokale Umgebung für eine Hybrid-Cloud-Implementierung vorbereiten wollen.

1. Bestimmen Sie die primären Einsatzgebiete. Das hilft dabei, zu entscheiden, welche Use Cases zuerst in die Hybrid Cloud überführt werden sollen. Die Taneja Group empfiehlt mit ein oder zwei Szenarien zu beginnen und eventuelle Probleme zu identifizieren, bevor mehr Anwendungen in die Hybrid Cloud überführt werden.

2. Wählen Sie die spezifischen Applikationen aus, die für die Einsatzszenarien nötig sind. Es ist wichtig, zu wissen, ob die Anwendungen für eine Hybrid-Cloud-Implementierung konzipiert sind. Eine Anwendung für Disaster Recovery as a Service (DRaaS) beispielsweise ist höchstwahrscheinlich so gestaltet, dass sie sich für eine solche Implementierung eignet. Das reduziert und vereinfacht die Integration auf Infrastrukturebene, zumindest für die Applikationen, die Cloud-ready sind.

3. Bestimmen und dokumentieren Sie die Anforderungen für die wichtigsten SLAs. Die SLAs sollten die Bereiche Storage-Performance, Verfügbarkeit, Security, Quality of Service, Netzwerkbandbreiten und Latenzen unbedingt abdecken. In diesem Zusammenhang sollten Integrationsalternativen evaluiert werden.

4. Evaluieren Sie mögliche Cloud-Provider für eine einfache Hybrid-Cloud-Integration. Hier spielen Faktoren wie die Verbindung zum Virtual Private Network (VPN), die Infrastructure-as-a-Service-Angebote, die Geschäftsbedingungen und Kosten eine Rolle. Versichern Sie sich, dass die Angebote Ihren Anforderungen entsprechen. Idealerweise sollten die zu erwarteten Vorteile die zu erwartenden Kosten überwiegen.

5. Beschränken Sie Ihre Integrationsauswahl auf ein oder zwei Optionen. Die beste Option für eine Hybrid-Cloud-Implementierung kann zweckgebundene Software, Cloud-fähige Applikationen mit Integrationsfunktionen oder Cloud-Storage-Gateways umfassen.

6. Legen Sie ein Inventar Ihrer aktuellen Infrastruktur an. Entscheiden Sie, welche zusätzlichen Systeme oder Software Sie benötigen, um eine hybride Cloud zu realisieren. Entscheiden Sie sich zum Beispiel für einen Gateway-Ansatz, so müssen Sie in eine lokale Appliance oder ein Gateway-fähiges Array investieren. Planen Sie eine eigens konzipierte Integration, so könnte ein SDS-Layer nützlich sein. Dies sind zwei unterschiedliche Integrationsszenarien, wobei der letztere einen geringeren Capex aufweist, dafür aber mehr Entwicklungs- und Integrationskosten hervorruft.

7. Bewerten Sie Ihren Bedarf an Storage-Management. Bestimmen Sie, wie die aktuell eingesetzten Management-Tools und -Prozesse an das Hybrid-Cloud-Projekt angepasst werden müssen.

8. Identifizieren Sie die Ressourcen und Fähigkeiten, die für die Implementierung und Wartung jeder Option nötig sind. Das soll verdeutlichen, welche sich innerhalb eines bestimmten Budgets aufsetzen und unterstützen lassen. Werden Workloads und/oder Storage-Kapazitäten in die Cloud verschoben, so sollte man wissen, welche Auswirkungen dies auf die Mitarbeiter hat. Ein Cloud-Projekt kann beispielsweise die Storage-Administration überflüssig machen, was den IT-Mitarbeitern mehr Zeit für andere Aufgaben oder Verantwortungsbereiche gibt. Große Implementierungen können Verschiebungen der IT-Ressourcen oder Investitionen in Schulungen zur Folge haben.

9. Wägen Sie künftiges Wachstum und Anforderungen ab. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Hybrid-Cloud-Implementierung auch langfristige Bedürfnisse abdeckt. Eine Applikations-basierte Implementierung, die sich für DRaaS eignet, ist keine optimale Option für den Support von primärem Storage.

Wenn Sie diese Checkliste nacheinander abgearbeitet haben, sollten Sie gut einschätzen können, welcher Ansatz am besten zu Ihren Anforderungen passt. Dann können Sie mit der Umsetzung der eines oder zweier Anwendungsbereiche beginnen. Aus diesen können Sie lernen, wie sie weitere Workloads – eventuell effizienter oder schneller – in die hybride Cloud transferieren und den Wert Ihrer Implementierung steigern.

Da die hybride Cloud immer populärer wird, lohnt es sich auch, immer wieder nach neuen Funktionen und Services Ausschau zu halten, die das Management und die Integration vereinfachen und effizienter machen. Die Hybrid Cloud ist sicher kein Allheilmittel, aber sie ist auf jeden Fall für zahlreiche Einsatzszenarien und Workloads nützlich und sinnvoll.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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