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Cloud-Disaster-Recovery: Was kosten Tests und warum sind sie nützlich?

Trotz der Notwendigkeit, Disaster Recovery rechtzeitig zu testen, verzichten Unternehmen darauf. Die Kosten für solche Tests sind relativ gering.

Jeder Provider verfügt über seine eigene Geschäftspolitik, eigene Regeln und Preisstrukturen. Die Provider, mit denen ich gearbeitet habe, verlangen keine besonderen Preise für Tests von Disaster Recovery. Was solche Tests angeht, variieren ihre Kosten je nachdem, welche Variante der Provider benutzt.

Einige Provider, die Cloud-basiertes Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS) anbieten, sind im Grunde kaum mehr als Provider von Backup-as-a-Service. Nur wenige dieser Provider offerieren Preise auf Flat-Rate-Niveau, während die meisten ihre Preise auf Basis von gespeicherten Daten und von IOPS berechnen.

Mit anderen Worten, es gibt eine monatliche Gebühr je nach Volumen der in der Cloud gespeicherten Daten, und es gibt eine andere Gebühr für die konsumierte Speicherbandbreite. Diese Preisstruktur sorgt dafür, dass die Kunden für Daten im Ruhezustand zahlen, während sie einen höheren Betrag für das Backup neuer Daten oder für die Durchführung von Recovery-Maßnahmen entrichten müssen.

Was Disaster-Recovery-Tests angeht, sind es die I/O-bezogenen Speicherpreise, die im Allgemeinen die Testkosten diktieren. Immerhin gehen von einem Recovery-Test keine Impulse aus, das Datenvolumen zu erhöhen, sondern er erzeugt eine beträchtliche Menge an Speicher-I/Os.

Andere Cloud-Provider werden in der Tat den Failover kompletter virtueller Maschinen in die Cloud erlauben. Diese Provider stellen den Kunden in der Regel in Rechnung, was sie an Ressourcen verbraucht haben – einschließlich solcher Dinge wie Speicher-I/O, CPU-Zeit und Memory.

Es gibt offensichtlich Kosten, die mit Failover-Tests verbunden sind, weil der Prozess des Testens abrechenbare Ressourcen verbraucht. Die entsprechenden Kosten sind jedoch einigermaßen niedrig.

Einen Recovery-Test durchzuführen unterscheidet sich vom Ausführen einer produktiven Workload in der Cloud. Tests für Disaster Recovery neigen dazu, vergleichsweise wenig CPU- und Memory-Ressourcen zu verbrauchen, was dazu beiträgt, die Testkosten niedrig zu halten.

Es gibt also eigentlich keinen Grund, wegen eventuell ins Gewicht fallender Kosten auf Tests für Disaster Recovery zu verzichten. Die Praxis sieht leider anders aus: Viele Unternehmen unterlassen solche Tests – und stehen dann im Katastrophenfall oft schutzlos da.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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