Cloud-Failover-Konzepte mit DRaaS unterstützen

Bevor man ein Cloud-Failover dem DRaaS-Provider überlässt, müssen intern Fragen zu Datenverschiebung und Performance beantwortet werden.

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über das WAN wiederherzustellen kann sehr langsam sein. Disaster Recovery als Service löst immer mehr die Probleme, die bei Cloud-Failover auftreten können.

DRaaS heißt, dass die Anwendungen eines Unternehmens als virtuelle Maschinen in einer Provider-Cloud operieren. Es löst Cloud-Failover-Probleme, da keine Daten verschoben werden. Stattdessen nutzen die Applikationen Cloud-Compute-Ressourcen, während als Daten Cloud-Storage-Kopien genutzt werden. DRaaS kann sich besonders für Unternehmen eignen, die keinen sekundären Standort mit dedizierten IT-Mitarbeitern haben.

DRaaS scheint auf den ersten Blick eine ideale Lösung zu sein. Allerdings sollte sich IT-Planer zunächst drei Fragen stellen, bevor sie diese Technologie in ihre Cloud-Failover-Strategie aufnehmen.

1. Wie lange dauert es, bis eine Anwendung nach einem Störfall wieder verfügbar ist?

Viele Provider nutzen den Begriff „instant“ – also sofort – wenn sie DRaaS-Recoverys beschreiben. In den meisten Fällen dauert es aber bis zu zwei Stunden, bis auf eine Applikation wieder zugegriffen werden kann.

2. Wie sieht die Performance der Applikation in der Cloud aus?

Dies ist eine sehr wichtige Frage für regionale Störfälle, da dann dutzende Unternehmen wahrscheinlich den K-Fall zur gleichen Zeit ausrufen. Nutzer und Anwendungsbesitzer erwarten, dass die Anwendung bei einer Wiederherstellung eine ähnliche Performance aufweist wie im normalen produktiven Betrieb. Daher sind die Skalierbarkeit der Compute-Infrastruktur des Providers und der Storage-Typ, der für das Recovery genutzt wird, entscheidende Faktoren, um eine akzeptable Performance während einer Cloud-Failover-Situation zu gewährleisten.

3. Wie lassen sich die Anwendungen wieder zurückholen, wenn der Störfall vorüber ist?

Die meisten – wenn nicht alle – DraaS-Provider möchten natürlich nicht, dass die Anwendung für immer in der Cloud verbleibt. Deswegen ist eine Failback-Planung dringend notwendig.

DRaaS-Produkte haben zusätzliche Funktionen, um eine langsame Replikation zurück ins Primärrechenzentrum über WAN durchzuführen, während das Unternehmen die Applikation noch in der Cloud operieren lässt. Nach Beendigung der Replikation erfolgt eine schnelle Synchronisation.

Das einzige Problem hierbei ist, ob die Firma einverstanden damit ist, dass die Anwendung für diesen Zeitraum in der Cloud operiert und ob sie es sich leisten kann, die App für einen verlängerten Zeitraum in der Cloud zu belassen, bis die Replikation abgeschlossen ist. DRaaS kann teuer werden, da man für die Cloud-Compute-Ressourcen bezahlt, auf denen die Anwendungen in der Cloud laufen. Diese Kosten kommen zu den üblichen Cloud-Storage-Kosten hinzu.

Die Integration von DR und Backup sollte die Kosten beider Prozesse signifikant verringern, ebenso die Zeit, diese zu verwalten. Zentralisierte Prozesse eliminieren zudem manuelle Fehler, die zum Beispiel in fehlende Backups oder nicht durchgeführte Replikationen resultieren.

Für EDV-Verantwortliche besteht das Ziel beim Cloud-Failover und -Recovery darin, Datenverschiebungen zu vereinfachen und die nötige Anwendungs-Performance während eines Recoverys zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, müssen Backup und Replikation integriert werden und festgelegt werden, wie die Anwendung nach dem K-Fall wieder lokal in Betrieb genommen werden kann.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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