Cloud-Storage als Lösung für fünf weitverbreitete IT-Probleme

Cloud-Storage verspricht viel: Kostensenkung , Skalierbarkeit , Flexibilität, Mandantenfähigkeit, und keine disruptiven Migrationen.

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Was Sie in diesem Artikel erfahren können: Wenn sie über den Umzug in eine Umgebung für Cloud-Storage nachdenken, sollten Storage-Administratoren für sich die Vorteile auflisten, die sich daraus ergeben würden. So haben traditionelle Storage-Systeme eine begrenzte Kapazität, während die Cloud beliebige Skalierbarkeit ermöglicht. Außerdem können Administratoren mit Cloud-Storage die Vorteile von Mandantenfähigkeit nutzen und Probleme im Zusammenhang mit Daten-Migration umgehen. Im Folgenden finden Sie eine Aufstellung von fünf Vorteilen von Cloud-Storage und wie sich damit häufige IT-Probleme lösen lassen.

Vorteil Nr. 1 von Cloud-Storage: Skalierbarkeit

Traditionelle Storage-Systeme und ihre Scale-Out-Varianten haben feste Grenzen bei Kapazität, Performance und im Fall von Network Attached Storage (NAS) auch Dateien oder Objekten. Als Folge davon werden mit zunehmendem Daten-Volumen zusätzliche Storage-Systeme eingesetzt. Das Endergebnis sind mehr Backups, Daten-Archivierung, Management-Aufwand und Personal-Bedarf. Cloud-Storage löst dieses Problem durch die Möglichkeit, mehr Kapazität, Performance und Objekte zu erreichen, indem einfach neue Knoten zur Cloud hinzugefügt werden. Das ist möglich, weil bei derartigem Objekt-Storage lose zusammenhängende Daten-Stücke im Vordergrund stehen. Block- und Datei-Storage erfordern konsistente Storage-Systeme über alle bestehenden Daten hinweg.

Bei Cloud-Storage dagegen braucht es keinen einzelnen oder aggregierten Namensraum für alle Daten; stattdessen gibt es einen eher losen Zusammenhang einzelner Daten-Elemente, die ihr Schicksal fast selbst bestimmen. Dadurch ist keine Cache-Kohärenz über das gesamte System hinweg mehr nötig – es muss also nicht mehr jeder Knoten wissen, welche Objekte zu anderen Knoten gehören. Die Folge: Daten lassen sich auf der Grundlage von Regeln über die Daten selbst skalieren statt mit Regeln für das System. Solange die Daten vorgegebenen Richtlinien darüber entsprechen, wie viele Kopien sie brauchen und wo sie liegen können, kann das System fast unbegrenzt vergrößert und skaliert werden.

Vorteil Nr. 2 von Cloud-Storage: Flexibilität

Ein Nachteil der meisten Storage-Systeme liegt in begrenzten Metadaten. Bei NAS gibt es zwar mehr davon als bei Storage-Area Networks (SANs) oder Direct Attached Storage (DAS, wo es fast keine gibt). Doch auch hier gibt es Grenzen, und die wirken sich negativ auf die Möglichkeiten zur Automatisierung aus. Cloud-Storage, das ich gern auch als Cloud-Objekt-Storage bezeichne, erlaubt viel mehr Metadaten und ermöglicht so herausragend individuelle Kontrolle über Daten für spezifische Geschäfts- und Systemfunktionen. Dadurch können Daten auf der Grundlage von Richtlinien manipuliert werden und skalieren. Mit solchen Regeln lassen sich viele traditionell von Hand vorzunehmende Arbeiten automatisieren, etwa Tiering, Sicherheit, Migration, Redundanz und Löschen.

Cloud-Storage verzichtet also auf den traditionellen Ansatz, Daten eng an ihren Standort zu binden. Stattdessen werden die Daten dynamisch verteilt, automatisch optimiert und auf der Grundlage von Richtlinien nicht-disruptiv bewegt. Dies steht in Gegensatz zu traditionellem Storage, bei dem Administratoren über die Plazierung jedes einzelnen Objekts entscheiden und es dann manuell dorthin bewegen müssen. Mehr Automation bedeutet letztlich deutlich weniger Management.

Vorteil Nr. 3 von Cloud-Storage: Mandantenfähigkeit

Traditionelle Storage-Systeme und ihre Scale-Out-Derivate wurden nie für Mandantenfähigkeit gebaut – Sicherheit, Abrechnung und Chargeback wurden ihnen sämtlich nur nachträglich übergestülpt. Meiner Meinung nach bieten die individualisierbaren Metadaten von Cloud-Storage ein unvergleichlich hohes Sicherheitsniveau. Jedes Objekt oder jede Datei fungiert als autonome Daten-Instanz, die einen großen Anteil der Regeln für den Zugriff auf sich selbst durch unterschiedliche Parteien enthält. Die eingebaute Verschlüsselung umfasst sowohl ruhende als auch in Übertragung befindliche Daten. Manche Produkte für Cloud-Storage bieten als zusätzliche Sicherheit „Erasure Codes“: Selbst wenn jemand die Verschlüsselung knacken könnte, müsste er mindestens 12 Datenströme abfangen (unwahrscheinlich) und bis zu 64 (sehr unwahrscheinlich), nur um die Daten lesen zu können.

Vorteil Nr. 4 von Cloud-Storage: Schluss mit disruptiven Daten-Migrationen

Immer wenn Storage-Systeme modernisiert werden – meist alle drei Jahre –, müssen Daten migriert werden. Das ist ein zeitraubender und teurer Prozess. Laut Bloor Research überschreiten 84 Prozent aller Projekte zur Daten-Migration Zeit- oder Budget-Vorgaben oder beides. Oft dauern sie mehrere Quartale lang, während derer beide Systeme mit Strom versorgt, gekühlt und natürlich bezahlt werden müssen.

Cloud-Storage mit seiner Basierung auf Objekten macht Schluss mit solchen disruptiven Migrationen als Folge von Erneuerungszyklen und lässt sie stattdessen zu einfachen Online-Aufgaben werden. Dies geschieht über schlichtes Hinzufügen der neuesten Knoten wie Solid-State-Laufwerken (SSDs) zum System. Die neuen Knoten werden sofort erkannt und genutzt, alte aus dem Betrieb genommen, wann immer das nötig ist – die Daten, die darauf lagen, werden einfach an anderer Stelle neu erstellt. Dies befreit den Upgrade-Prozess von Ausfallzeiten und Server-Remediation.

Vorteil Nr. 5 von Cloud-Storage: Weniger Kosten für Disaster Recovery

Für die meisten IT-Anwender sind die Kosten in Zusammenhang mit Plänen für Disaster Recovery und Business Continuity eine Herausforderung, weil dafür oft Systeme und Software-Lizenzen in einem anderen Rechenzentrum repliziert werden müssen. Die DR-Pläne vieler Organisationen sehen als Mirror einen Remote-Standort vor, manchmal mindestens 150 Kilometer vom Hauptsitz entfernt. Das zeigt, wie leicht sich die Kosten hier verdoppeln können oder mehr.

Cloud-Storage verändert diese Gleichung grundlegend, denn zusätzliche Rechenzentren werden damit nicht mehr gebraucht. Daten können aus einer privaten oder einer oder mehreren öffentlichen Clouds automatisch repliziert werden. Dies verursacht weitaus weniger Kosten, als ein weiteres Rechenzentrum zu bauen oder zu mieten.

Wer sich mit diesen fünf technischen und kostenmäßigen Herausforderungen von traditionellem Storage ernsthaft beschäftigt, dem wird schnell klar werden: Cloud-Storage ist ganz einfach effektiver.

ÜBER DEN AUTOR: Marc Staimer ist Gründer und Senior Analyst bei Dragon Slayer Consulting im US-Bundesstaat Oregon. Das seit 13 Jahren bestehende Beratungshaus konzentriert sich auf strategische Planung sowie Produkt- und Markt-Entwicklung. Sie erreichen Staimer unter marcstaimer@comcast.net.

Artikel wurde zuletzt im Oktober 2011 aktualisiert

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