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Cloud-Storage für Internet-of-Things-Daten auswählen

Die stets wachsende Datenmenge des Internets der Dinge zwingt Unternehmen, über Speicheroptionen sowohl lokal als auch in der Cloud nachzudenken.

Dieser Artikel behandelt

Public Cloud

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Der Begriff „Internet of Thing“ oder Internet der Dinge beschreibt verschiedene Geräte und Sensoren, die mit dem Internet verbunden und in der Lage sind, Daten zu sammeln und diese zu übermitteln. Unternehmen setzen solche Geräte ein, um bessere Geschäftsentscheidungen treffen und Kundenerwartungen erfüllen zu können. Allerdings müssen diese Daten nach der Übermittlung in einem Storage-System zusammengeführt werden, was Firmen wiederum dazu zwingt, ihre Storage-Infrastruktur zu überdenken.

Obwohl die Cloud für diese Art der Daten sicher eine valide Option bietet, halten viele Unternehmen die Informationen auf lokalen Speichern vor, da sie vermuten, die Cloud wäre nicht der richtige Speicherort für diese Daten oder zu teuer. Der Administrator muss zunächst entscheiden, wo die IoT-Daten abgelegt werden sollen.

Die Cloud bietet einige Vorteile gegenüber lokalem Storage für IoT-Daten:

  • Typischerweise existiert eine direktere Verbindung zwischen den Geräten und dem Provider der Public Cloud. Das bedeutet, dass sich die Daten schneller vom Gerät herunterladen und speichern lassen, was wiederum Speicherressourcen entlastet und die Kosten pro Gerät reduziert.
  • Das Storage-Management obliegt dem Cloud Provider. Er muss den Service gewährleisten und das Unternehmen nutzt diesen.
  • Die Cloud ist ein optimaler Speicherort, wenn das Unternehmen Cloud Computing nutzt, um diese IoT-Daten zu verarbeiten.

Allerdings muss der IT-Manager einige Dinge beachten, wenn er IoT-Daten speichern will. Die Sicherheit ist das wichtigste Thema, das man bedenken muss. In vielen Fällen handelt es sich bei den Informationen um rechtlich kritisches Material oder um Daten, deren Urheberrecht beim Unternehmen liegt.

Die Angst, dass auf diese Daten aufgrund einer Sicherheitslücke unautorisiert zugegriffen wird, ist berechtigt. Die Realität sieht allerdings so aus, dass die Provider über sehr gute Sicherheitsmechanismen verfügen oder der Firma Services und Tools bereitstellen, mit denen sie ihre Daten absichern können. In den meisten Fällen werden Sicherheitsverletzungen durch menschliche Fehler erzeugt und nicht durch die Sicherheitsschwächen des Providers.

Das zweite Thema ist nicht minder akut: die Kosten, die das Speichern der IoT-Daten kostet. Zwar mögen die Cloud-Kosten pro Gigabyte pro Monat auf den ersten Blick überzeugend scheinen, allerdings ändert sich das schnell, wenn die Kalkulation Petabyte umfasst, die man über eine Dekade oder länger vorhalten will. Entscheidet sich der IT-Manager für Cloud-Storage, so sollten weitere Randparameter der Provider unter die Lupe genommen werden und nicht nur die Kosten pro Gigabyte pro Monat:

  • Die Gesamtkosten, die wachsende Gesamtkapazitäten ebenso in Betracht ziehen wie die Speicherdauer.
  • Die Kosten, die beim Datentransfer zum und vom Provider entstehen. Die meisten Provider stellen für das Senden der Daten in die Cloud keine Rechnung, sehr wohl aber für die Bandbreite beim Abrufen der Informationen. Die Transferkosten spielen insbesondere dann eine Rolle, wenn die Datenverarbeitung auf lokalen Systemen erfolgt, da es dann unweigerlich zum Datentransfer kommt.

Lokales Storage für IoT-Daten

Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, die IoT-Informationen lokal zu speichern, so muss darüber hinaus bestimmt werden, ob hier ein herkömmliches NAS oder eine private Cloud zum Einsatz kommen soll. Ein NAS-Array hat den Vorteil, dass der Administrator mit der Technologie vertraut ist. Allerdings fehlt hier oft eine kosteneffiziente Skalierbarkeit und der Support für moderne Protokolle wie für Objekte oder S3.

Eine lokale Speicherlösung für IoT-Daten muss kosteneffizient, zuverlässig und wartungsfreundlich sein. Eine lokale Storage-Strategie sollte große Datenbestände langfristig günstiger sein.

Der Hauptzweck von IoT-Geräten ist das Sammeln von Daten. Das bedeutet aber auch, dass das Internet der Dinge langfristig Storage-Entscheidungen beeinflusst. Werden die Informationen lokal abgelegt, so sollte man schon heute die entsprechende Infrastruktur dafür aufbauen. Die Datenbestände wachsen rapide und sowohl das Datenwachstum als auch die Speicherzeit dieser Daten werden sich erhöhen. Darauf muss die Speicherlandschaft der Unternehmen vorbereitet sein.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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