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Das EVO:RAIL JSON File-Format richtig anwenden

Das proprietäre File-Format EVO:RAIL JSON lässt sich für hyper-converged System-Konfigurationen nutzen, allerdings sollte man Fehler vermeiden.

Installiert ein Unternehmen eine große Anzahl an hyper-konvergenten Storage-Systemen, so müssen diese in einer konsistenten Weise konfiguriert werden. Dies lässt sich mit der JSON File-Format-Konfiguration erreichen, anstatt die Systeme mühsam manuell zu konfigurieren.

JSON ist ein proprietäres File-System von VMware. JSON ist zwar VMware-spezifisch, der Hersteller lizensiert aber seine EVO:RAIL-Software für verschiedene Hardwarehersteller, von denen jeder seine eigene hyper-konvergente Infrastruktur – basierend auf der VMware-Software – erstellt. Somit wird das JSON-Format von fast allen Anbietern hyper-konvergenter Lösungen unterstützt.

VMware macht es wirklich einfach, mit JSON-Files zu arbeiten, allerdings sollte der Administrator einige Dinge beachten:

  • Die JSON-File-Version muss mit dem EVO:RAIL-Release übereinstimmen. Will der IT-Manager ein JSON-File aus EVO:RAIL 1.0.0 nutzen, um eine neuere Version der Software zu konfigurieren (wie zum Beispiel 1.0.1 oder 1.0.2), so wird der Konfigurationsprozess spätestens bei 96 Prozent scheitern. In diesem Fall müsste der Administrator dann seinen Hersteller kontaktieren und die Appliance zurücksetzen lassen.
  • Inkorrekte Files suchen. Gibt der EDV-Verantwortliche EVO:RAIL die Anweisung, ein JSON-File zu nutzen, so nimmt das Produkt an, dass das File korrekt konfiguriert ist und prüft den Inhalt nicht auf Fehler. Simple Dinge wie das Fehlen eines Kommas können den Konfigurationsprozess zunichte machen.
  • Ein Backup anlegen. Es ist wichtig, ein Backup des Default-JSON-Files anzulegen, bevor irgendwelche Modifizierungen vorgenommen werden. Dadurch hat der Administrator eine Fallback-Option, falls ihm ein Fehler unterläuft.

Zuteilung von Werten im JSON File-Format

Das JSON-File ist eigentlich nur ein Text-File. Es teilt Werte einer Reihe von Variablen zu. Die Werte müssen in Anführungsstrichen stehen und von einem Komma gefolgt sein.

Werte können optional, obligatorisch und konditional sein. So müssen beispielsweise einige Werte als Antwort für spezifische Logging-Level festgelegt werden, sonst bleiben sie leer.

Optionale Werte sind in der Regel mit dem Windows Active Directory und der Netzwerkkonfiguration verbunden. Zu den optionalen Variablen gehören:

  • activeDirectoryDomain
  • activeDirectoryUsername
  • activeDirectoryPassword
  • activeDirectoryPasswordConfirm
  • ntpServerCSV
  • syslogServerCSV
  • proxyServer
  • proxyPort
  • proxyUsername
  • proxyPassword

Werden diese Variablen nicht genutzt, dann darf in den Anführungsstrichen (in denen die Werte enthalten sind) nichts stehen. Ein Null proxyPassword müsste dann so aussehen: proxyPassword": "

Das wiederum bringt uns zu einem anderen wichtigen Punkt. Jeder Wert muss von einem Komma gefolgt sein. Allerdings ist in unserer Beispiel-Code-Zeile kein Komma enthalten, wofür es einen guten Grund gibt.

Das JSON-File ist in Sektionen unterteilt. Die Variable für das proxyPassword ist die letzte Angabe in der Sektion Global. Das Komma wird erst ganz am Ende der Sektion benötigt. Hier ein Beispiel einer stark gekürzten Version der Global-Sektion:

"global": {

            "proxyUsername": "",

            "proxyPassword": ""

},

Die Sektion Global enthält mehr Angaben zu Variablen als hier angegeben, aber dieser Code-Block soll nur der Veranschaulichung dienen. Man beachte, dass der proxyUsername mit einem Komma endet, da hier eben mehr Angaben folgen. Die Sektion des proxyPassword endet nicht mit einem Komma, da es die letzte Angabe zu Variablen in dieser Sektion ist. Der Sektionsblock hingegen endet mit einem Komma.

Obwohl das File-Format JSON recht einfach zu verwenden ist, gibt es eine Menge Regeln, die man beachten muss. Diese finden sich auf der VMware Webseite.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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