Die Vorteile konvergenter Infrastruktur-Systeme

Konvergente Infrastrukturen bündeln Compute, Storage und Netzwerk und lassen sich schnell implementieren, aber sie bieten noch weitere Vorteile.

Mit konvergenten Infrastruktur-Systemen wollen Hersteller IT vereinfachen, indem sie Data-Center-Stack-Komponenten – Compute, Storage, Netzwerk – zu einer Lösung bündeln, die sich schnell installieren lässt. Diese konvergenten Lösungen sind insbesondere für Rechenzentren interessant, die unter hohem Druck stehen, Anwendungen oder Projekte schnell produktiv zu haben, anstatt jeden Cent aus den IT-Kosten herauszuholen.

Der erste Schritt, um eine konvergente Architektur auszuwählen, ist, alle Optionen der Alternativen zu kennen.

Zwei der wichtigsten Vorteile der konvergenten Infrastruktur-Systeme ist die verkürzte Zeit bis zum produkiven Modus und potentielle Kostenersparnisse. Ein dritter Faktor könnte sein, dass ein Unternehmen Nutzen daraus ziehen möchte, Compute, Storage (Kapazität und Performance) sowie Netzwerk-Ressourcen parallel zueinander skalieren zu können. Ein weiterer Punkt ist die Option, existierende Hardware zu nutzen oder spezifische Hardware-Käufe vorher bestimmen zu können.

Ist es wichtig, wie schnell man produktiv mit der Lösung ist, so sind Bündel-Lösungen oder integrierte Angebote wahrscheinlich die beste Option. Allerdings sollte man beachten, dass eine schnelle Implementierung mehr kostet und meist keine Integration bestehender oder alternativer Hardware zulässt. 

Da integrierte Lösungen Standard-Hardware nutzen, können sie oft das beste Gleichgewicht zwischen Kosten und Zeit schaffen. Stehen aber Kosteneinsparungen und Hardware-Flexibilität im Vordergrund, ebenso der Wille genügend Zeit zu investieren, so ist wahrscheinlich eine Software-basierte konvergente Lösung am sinnvollsten.

Hypervisor-Unterstützung

Quasi alle konvergenten Infrastrukturen operieren mit irgendeinem Hypervisor. Falls sich das Rechenzentrum bereits für VMware entschieden hat und dies der einzige Hypervisor ist, der zum Einsatz kommt, dann haben Sie hier wohl die meisten Optionen. Wird ein anderer Hypervisor verwendet oder gar mehrere oder es sollen so genannte Bare-Metal-Systeme (nicht virtualisierte physische Server) integriert werden, dann muss man sich genauer informieren.

Viele der gebündelten und integrierten Lösungen können auch mit anderen Hypervisoren als VMware laufen, meist Microsoft Hyper-V, aber nicht viele können mit mehreren Hypervisors zur gleichen Zeit operieren. Hier kommt es dann zu einer Entweder-oder-Situation.

Integration von Bare-Metal-Systemen

Falls Sie aktuelle Bare-Metal-Systeme in die konvergente Architektur integrieren wollen, können Software-defined Lösungen hier diese Anforderung erfüllen. Es gibt einige reine Software-Lösungen, die physischen Servern Zugriff auf den verteilten und von der konvergenten Infrastruktur zusammengefassten Speicher ermöglichen. Andere Lösungen offerieren die Möglichkeit, die physischen Server mit in die Gesamtkapazität zu integrieren.

Die Rolle von Flash in konvergenten Infrastrukturen

Flash-Storage kann eine wichtige Rolle in einer konvergenten Infrastruktur-Architektur spielen. Da die meisten konvergenten Architekturen eine große Anzahl an virtuellen Maschinen pro Host unterstützen, ist die wichtigste Rolle des Flash-Speichers, die Architektur fit für die zahlreichen Random-I/Os zu machen, die in so einer Umgebung anfallen können.

Für die meisten gebündelten Lösungen ist der Flash nur ein Storage-Tier auf den Speichersystemen. Einige der weiter entwickelten Lösungen nutzen den Fakt, dass der Flash Server-seitig vorhanden ist und gewährleisten, dass die Daten jeder VM auf dem Flash-Storage im jeweiligen Host, auf dem die VM läuft, gesichert wird. Das garantiert nicht nur Flash-basierten Zugriff auf die Daten, sondern sorgt für lokalen Flash-Speicher, was Netzwerklatenzen eliminiert.

Die Einschränkungen konvergenter Systeme

Es lohnt sich, konvergente Infrastrukturen näher zu betrachten. Sie können die Zeit für Virtualisierung und bis hin zur produktiven Umgebung verkürzen, Storage-Kosten senken und die RZ-Skalierbarkeit erhöhen. Aber man sollte sich darüber bewusst sein, dass es hier auch Einschränkungen gibt. Manch traditionelle verteilte Speicherumgebung mag die gleichen Vorteile einer konvergenten Infrastruktur bieten und zudem noch den Nutzen dedizierter Storage-Performance.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2015 aktualisiert

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