svedoliver - Fotolia

Die wichtigsten Neuerungen von NVMe 1.2

Flash-Standards wie NVMe oder SCSI Express sind bekannt, aber Neuerungen wie der Einsatz von System RAM sollten auch Beachtung finden.

Die aktuelle Version des NVMe-Protokolls – Non-Volatile Memory Express 1.2 – erlaubt SSD-Controllern, den System-RAM je nach Bedarf zu nutzen. NVMe ist ein öffentlich verfügbares Interface, das Kommando- und Funktionsoptionen für SSDs bereitstellt, die sich über PCIe anbinden. Dieser Standard soll die SSD-Performance optimieren und Nutzern die Flexibilität bieten, die sie benötigen, um Systeme verschiedener Hersteller miteinander zu verbinden.

Zahlreiche SSDs haben einen integrierten (onboard) dynamischen RAM, der normalerweise von den Translation-Tabellen im Flash Translation Layer (FTL) der Disk genutzt wird. Der FTL konvertiert das logische Mapping in physisches Mapping im Flash-Speicher. Werden Blöcke in den Flash geschrieben, so bestimmt der FTL, wo diese Blöcke physisch abgelegt werden. Der FTL wird zudem mit Wear Leveling und Power Cycle Recovery assoziiert. Storage-Hersteller wollen seit längerem den DRAM auf SSD-Level eliminieren – der eigentliche Anstoß für NVMe 1.2. Das würde die Kosten für die Disks reduzieren, physischen Speicherplatz freimachen und die Storage-Kapazität erhöhen.

Zwar funktioniert eine SSD auch ohne DRAM, allerdings haben Hersteller erkannt, dass eine Verschiebung der Translation-Tabellen in NAND sich negativ auf die SSD-Performance auswirkt. DRAM ist schneller als Flash-Memory. Speichert man also die Tabellen in DRAM, so erreicht man eine schnellere Allokation der Blocks. RAM-basierte Tabellen müssen allerdings von einem Batterie-Backup geschützt werden, um sie gegen Stromausfälle abzusichern. Das Protokoll NVMe 1.2 ermöglicht es, die Translation-Tabellen vom Drive selbst in das System-Memory zu verschieben.

Die Nutzung von System-RAM für NVMe, wie es in der Version 1.2 realisiert wird, ist noch nicht so populär. Die Verschiebung der Tabellen vom Flash ins System ist kein Prozess, der vom Anwender oder Administrator umgesetzt wird, sondern etwas, das Hersteller umsetzen, um die Kosten und die physische Speicherdichte der SSD zu optimieren, ohne dabei die Performance zu minimieren.

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Artikel wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Solid-State-Speicher

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close