Greg Blomberg - Fotolia

Diese Ausfallrisiken können Rechenzentren zum Stillstand bringen

Die Gründe für RZ-Störungen und Ausfallzeiten sind vielfältig und variieren von harmlos bis hin zu verheerend. Wir nennen drei der häufigsten Gründe.

Es gibt zahlreiche Faktoren, den den Betrieb und die Verfügbarkeit eines Rechenzentrums gefährden, aber drei von ihnen sind besonders häufig und können potenziell zu langen Ausfallzeiten und großen Störungen führen: Stromausfall, menschliches Fehlverhalten und Störungen auf RZ-Ebene. Unternehmen sollten sich dieser Risiken bewusst sein und wissen, dass sie in große Probleme bei den Unternehmensdaten resultieren können.

Stromausfall

Eines haben alle Computersysteme gemeinsam, egal ob teures Highend-Array oder günstige Standardhardware: Sie brauchen eine verlässliche Stromquelle. Man kann sich zwar gegen Stromausfall absichern, aber nicht alle Methoden dafür sind für jedes Unternehmen adäquat. Batterien können versagen und selbst Backup-Stromversorgungen können von Störungen betroffen sein.

Eine USV kann wie andere hardwarebasierten Lösungen sicher den Ausfall eines oder auch mehrerer Systeme abfangen. Liegt die Störung allerdings beim Stromversorger selbst und für einen längeren Zeitraum, dann können USV, redundante Netzteile oder Backup-Batterien nicht viel ausrichten. In solchen Fällen kann ein Dieselgenerator aushelfen oder ein Failover auf – falls vorhanden – ein sekundäres Rechenzentrum.

Menschliches Versagen

Menschliches Versagen ist nach wie vor eine der häufigsten, wenn nicht der häufigste Grund für Störungen und Ausfälle im RZ. Zudem kann sich ein Unternehmen nur schwer im Vorfeld dagegen absichern. Es gibt verschiedene Szenarien, wie menschliches fehlverhalt zu Störungen führen kann. Dazu gehören beispielsweise:

Ein Angestellter, der nicht zum IT-Team gehört, bedient aus Versehen den Knopf für die Sicherheitsabschaltung, die das gesamte Rechenzentrum herunterfährt.

Ein falsch konfiguriertes Failover. Dabei kann das Failover nicht erfolgen, wenn es zu einer Störung am Primärsystem kommt und die Workloads aufgrund dessen nicht mehr verarbeitet werden können und die Anwendung zum Stillstand kommt. Hier empfehlen sich kontinuierliche Tests.

Eine durch BYOD eingeschleuste Schadsoftware, die mehrere Systeme zum Ausfall bringt. Um einen solchen Fall zu verhindern, sollten Richtlinien über BYOD intern festgelegt und klar kommuniziert werden. Das verhindert Shadow-IT und minimiert das Risiko vom Viren, Trojanern oder anderer schädlicher Software.

Rechenzentrumsstörungen

Eine RZ-Störung oder gar ein Ausfall eines kompletten RZs passiert natürlich nicht häufig. Kommt es aber zu so einer massiven Störung, so werden nicht nur die Betriebsprozesse ausgesetzt. Vielmehr bedroht dies die Unternehmensdaten und kann zu finanziellem und Image-Schaden eines Unternehmens führen.

Heutzutage werden geschäftskritische Anwendungen auf Systemen betrieben, die vollständige Hardware-Redundanzen bieten. Damit existiert zwar kein Single Point of Failure im System, lässt aber das Rechenzentrum zu einem Single Point of Failure werden. Katastrophen wie ein Brand, ein Sturm oder Erdbeben können somit zur großen Gefahr für das RZ werden, da die Schäden oder Störungen, die dadurch entstehen, nicht abgefangen werden können. Auch in solch einem Szenario empfiehlt sich ein sekundäres Rechenzentrum oder wenigstens genügend RZ-Ressourcen an einem Zweitstandort oder in der Cloud, um die für das Geschäft notwendigsten Systeme und Anwendungen weiterhin betreiben zu können. Ein Disaster Recovery, ein Plan dafür und DR-Tests sind nötig, um eine erfolgreiche Data-Protection-Strategie umzusetzen, die das Unternehmen vor solch drastischen Störungen und Schäden bewahrt.

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+ und Facebook!

Artikel wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Sichere Datenspeicherung

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close