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Disaster Recovery as a Service (DRaaS): Wir erleichtern Ihnen die Auswahl

Disaster Recovery as a Service (DRaaS) ist ein verwirrender Markt. Wir helfen Ihnen, den richtigen Anbieter für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Die Anbieter von Disaster Recovery as a Service (DRaaS) sollten mehr können, als nur im Katastrophenfall Daten wiederherstellen. Wir wollen Ihnen Entscheidungskriterien aufzeigen.

Es ist erstaunlich, wenn ein Produkt nicht einmal Minimalfunktionen mitbringt, kommt aber immer wieder vor. Wir versuchen, die Spreu vom Weizen im Markt für DRaaS zu trennen.

Im traditionellen Sinne könnte man bereits Firmen, die Daten auf Tape an einen sicheren Ort bringen und dort aufbewahren, als DRaaS bezeichnen. Aber das trifft die Definition wohl kaum. Anbieter von DRaaS sollten viel mehr können als nur Daten wiederherstellen: Sie müssen die Anwendung so restaurieren, dass die Mitarbeiter nahtlos weiterarbeiten können.

Dies kann dadurch erreicht werden, dass ein Backup in der Cloud des DRaaS-Anbieters angelegt wird. Dies kann eine hauseigene Cloud sein oder ein Service in einer Public Cloud. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist es, festzustellen, ob die DRaaS-Anbieter auch wirklich alle physischen und Cloud-Plattformen Ihres Unternehmens unterstützen.

Wiederherstellung entscheidend

Sie sollten sich auch die Frage stellen, wo der Backup-Anbieter Ihre Daten ablegt. Werden die Daten in einem traditionellen Backup-Format gespeichert oder in einem nativen Format?

Im ersten Fall müssen die Daten auf einer virtuellen Maschine (VM) gespeichert werden, bevor sie wiederverwendet werden können. Im zweiten Fall können die Daten dagegen direkt auf die Produkts-Site gemounted werden. Dieses ist eine Dienstleistung, die zahlreiche DRaaS-Spezialisten anbieten.

Ein Backup-Format, das ein Restore erfordert, verlängert nur die Ausfallzeit im ohnehin unangenehmen Katastrophenfall. Stellen Sie sicher, dass die vom DRaaS-Hersteller garantierte Wiederherstellungszeit Ihrem Recovery Time Objective (RTO) entspricht. Backup sollten häufig erstellt werden, um die Recovery Point Objective (RPO) zu gewährleisten.

Es ist eine Sache, wenn ein DRaaS eine VM bei Ausfällen an den Start bringt. Komplizierter wird es, wenn dutzende oder hunderte VMs gestartet werden.

Außerdem sollte die IT-Umgebung in verschiedene Recovery-Gruppen unterteilt werden, um gemeinsam wiederhergestellt zu werden. Manche Server und VMs sollten verschiedenen Recovery-Gruppen zugeordnet werden. Wenn das unmöglich ist, müssen sie bestimmte Server, etwa Active Directory, eigenen Recovery-Gruppen zuordnen, die bei jedem Ausfall neugestartet werden.

Ein Grund für verschiedene Recovery-Gruppen ist es, zu ermöglichen, dass bestimmte Teile der Infrastruktur zuerst wiederhergestellt werden. Man sollte durch wiederholte Tests sicherstellen, dass eine bestimmte Recovery-Gruppe alles zum Neustarten Benötigte enthält.

Beispielsweise kann ein Exchange Server seine Arbeit nicht ohne das zugrundeliegende Active Directory wiederaufnehmen. Wenn eine VMs die File Sharing Services übernimmt,  muss sie auch online sein, bevor die eigentliche Wiederherstellung beginnt.

Entscheidung leicht gemacht

Die besten DRaaS-Produkte erlauben es Ihnen, eine Recovery-Gruppe mit einem einzigen Knopfdruck zu definieren und sie mit einem Befehl online zu stellen. Dies erlaubt häufig Tests, weil der Recovery-Prozess einfach ist.

Manche DRaaS-Anbieter erlauben sogar automatisierte Tests. Dabei werden bestimmte Recovery-Gruppen automatisch online gestellt und darauf können beliebig viele Tests gefahren werden.

Mit dieser Checkliste können Sie die Eignung von DRaaS-Anbietern überprüfen:

  1. Werden die Server und Anwendungen unterstützt, die Sie verwenden?
  2. Ist die Datenwiederherstellung schnell genug (RTO) und gehen nicht zu viele Daten verloren (RPO)?
  3. Werden Teile Ihrer Umgebung zusammen in Recovery-Gruppen untergebracht und wie leicht ist es, diese Gruppen in einem einzigen Schritt online zu stellen?
  4. Werden wiederholte und automatisierte Tests erlaubt?     

Wenn dies alles gewährleistet ist, haben Sie die richtige Wahl getroffen.

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Artikel wurde zuletzt im April 2017 aktualisiert

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