Eignet sich Open-Source-SDS für primäre Anwendungen?

Obwohl SDS-Lösungen auf Open-Source-Basis noch nicht so weit verbreitet sind, so sind sie doch eine Storage-Alternative für primäre Daten-Apps.

Während Open-Source-basiertes Software-defined Storage im Markt noch nicht so weit verbreitet ist, so bietet es doch mittlerweile eine gute Storage-Alternative für primäre Datenanwendungen. Entgegen der konventionellen Weisheit, dass Open Source in jeder Form großartig ist, sieht die Realität etwas anders aus. Hier sind die Aussagen oder Resultate eher gemischter Natur.

Qualitativ hochwertige Open-Source-Software ist gut strukturiert, besitzt eine gut definierte Roadmap und verfügt über detaillierte Zielstellungen sowie dedizierte Eingaben an Code. Ebenso ist es gut dokumentiert und die Codes werden regelmäßig von der großen und aktiven Community geprüft und getestet, womit zeitnahe Bug-Fixes realisiert werden. Auf der anderen Seite gibt es einige Open-Source-Projekte, die weniger genau definiert sind, schlecht verwaltet und ausgeführt werden und zudem nur begrenzte Testmöglichkeiten und Support bieten. Die Mehrheit der Open-Source-Angebote befindet sich wohl irgendwo zwischen diesen beiden Zuständen.

Es gibt nur eine Handvoll Angebote von Open-Source-Software-defined-Storage für primäre Projekte. Keines davon konnte bislang richtig Fahrt am Markt aufnehmen. Das liegt daran, das Primär-Storage sehr komplex ist. Es gibt viele potentielle Performance-Flaschenhälse, vom Frontend angefangen über den x86-Server oder ARM-Controller hinweg bis hin zum Backend (HDDs und SSDs). Auf dem Storage liegen die Daten. Nur wenige Administratoren wollen nicht mit ihren Daten experimentieren und vermeiden lieber ein Risiko.

Ob man sich für eine Open-Source-Lösung entscheidet, hängt von den internen Do-it-yourself-Fähigkeiten ab. Das umfasst die Bereiche Installation, Systemintegration, Support. Zudem muss die Zeit hierfür verfügbar sein.

Open-Source-SDS (Freeware) bedeutet, dass der Administrator meist auf sich allein gestellt ist, wenn es um Bug-Fixes und Problembehebungen geht. Gibt es eine erfahrene und aktive Community für diese bestimmte Open-Source-Freeware, dann könnten eventuell andere Nutzer einspringen und mit den eigenen Erfahrungen aushelfen.

Eines der größten Probleme von Software-defined Primär-Storage auf Open-Source-Basis ist die Hardware. Es gibt viele tausende potentielle Hardwareoptionen, aber nur wenige davon sind getestet und viele funktionieren nicht mit Open-Source-Software. Herauszufinden, welcher Teil der Hardwarekonfiguration das Storage-Problem hervorruft, kann ein zeitraubender und frustrierender Prozess sein.

Ein wenig anders verhält es sich mit unterstützter Open-Source-Software für SDS, da hier gegen eine Gebühr Support vom Anbieter geleistet wird. Das hilft signifikant bei Tests, Qualifizierungen und Zertifizierungen sowie bei der Identifikation von Bugs und deren Behebung. Allerdings gibt es einen Vorbehalt: Der Anbieter kann nicht immer Problembeseitigungen oder neue Funktionen in kurzer Zeit bereitstellen, insbesondere dann nicht, wenn diese an Code gebunden sind, der nicht in der aktuellen Open-Source-Distribution enthalten ist.

Eine Open-Source-Lösung für SDS einer kommerziellen Software vorzuziehen ist immer eine Abwägung zwischen Kosten und Risiken. Immerhin ist dies hier wirklich ein Do-it-yourself-Programm. Open Source ist kosteneffizienter, birgt aber höhere Risiken. Die Kosten können erstaunlich hoch sein, wenn Management, Qualitätssicherheit, Tests, Problembehebungen und potentieller Datenverlust mit in die Rechnung einfließen.

Wenn Sie sich für eine Open-Source-Software entscheiden, dann haben Hersteller-unterstützte Versionen signifikante Vorteile. Die Hersteller agieren als Partner, die die Software so funktional machen, dass sie wie gewünscht operiert und Probleme eliminiert. Hersteller, die Open-Source-Storage-Software unterstützen, sind unter anderem Red Hat und Nexenta.

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Artikel wurde zuletzt im September 2015 aktualisiert

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