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Flash-Preise: So berechnen Sie die tatsächlichen Kosten

Bei der Anschaffung von Flash sollten Sie nicht nur auf den Bruttopreis achten. Der Preis pro IOPS und pro GB sind ebenso Faktoren wie die Lebensdauer.

Um die echten Kosten von Flash-Storage herauszufinden, müssen Sie die Kosten per IOPS und pro Gigabyte (GB) in Relation zu Festplatten feststellen und auch die Unterschiede zwischen Enterprise und Consumer Solid State Disks (SSDs) berücksichtigen.

Der Bruttopreis eines Arrays ist nicht der einzige Faktor, der bei der Preisfindung berücksichtigt werden sollte. Dieser ist zweifellos ein wichtiges Element, aber zu einem vollständigen Bild gehören mehr Faktoren. Es sollte unter anderem auch der Preis pro IOPS berücksichtigt werden bei der Entscheidung, ob Flash eine gute Investition ist.

Eine hohe Zahl an IOPS kann auch durch das Striping von Festplatten erreicht werden, aber dann ist eine sehr hohe Zahl an Platten erforderlich, um die gewünschte Geschwindigkeit zu erreichen. Flash-Laufwerke erreichen eine höhere Leistung an IOPS als Festplatten. Dadurch ist es möglich, mit Flash die Gesamtkosten zu reduzieren, auch wenn Flash-Laufwerke teurer als Festplatten sind.

Auf der anderen Seite haben Flash-Laufwerke im Schnitt weniger Kapazität als Festplatten und dadurch sind die Kosten pro Gigabyte höher. Wenn man wiederum Festplatten für Hochgeschwindigkeits-Workloads einsetzt, werden mehr davon benötigt und letztlich Kapazität verschwendet.

Festplatten haben eine relativ hohe Kapazität und wenn man sie per Striping bündelt, um den Bedarf eines Workloads zu befriedigen, wird das Gesamtvolumen einer großen Menge an Daten Platz bieten. Das ist schön, wenn der gesamte Platz tatsächlich benötigt wird.

Bedenken Sie aber, was passiert, wenn Ihr Workload nur einen kleinen Teil des Speicherplatzes tatsächlich benötigt.

Hochleistungs-Festplatten mit hoher Kapazität bieten auf den ersten Blicken einen niedrigen Preis pro GB. Wenn man aber den tatsächlich benötigten Speicherplatz berücksichtigt, steigt dieser Preis pro GB erheblich. So neigt sich die Waage bei Hochgeschwindigkeits-Workloads hin zu Flash.

Beachten Sie die Anschaffungszyklen

Ein weiterer Faktor sind die Anschaffungszyklen von Hardware. Die meisten Unternehmen schaffen alle fünf bis sieben Jahre neue Storage-Arrays an. Die Laufwerke in diesen Arrays müssen allerdings häufiger ausgetauscht werden. Dies hängt davon ab, wie oft auf die Laufwerke zugegriffen wird.

Früher hatten Flash-Laufwerke einen schlechten Ruf im Hinblick auf ihre Lebensdauer, weil die NAND-Chips schnell verbraucht waren. In den letzten Jahren haben die Hersteller aber einiges dafür getan, die Langlebigkeit von Flash-Laufwerken zu verbessern. Nicht nur die NAND-Chips selber sind besser geworden. Technologien wie Wear Leveling haben die Lebensdauer dadurch verbessert, dass Schreiboperationen über alle Blöcke gleichmäßig verteilt wurden.               

Sie selbst können für noch mehr Langlebigkeit und niedrigere Kosten mit Data Reduction Policies sorgen, die die Zahl der Schreiboperationen verringern.

Flash: Consumer gegen Enterprise

Die Anbieter von Laufwerken haben alle sowohl Flash-Drives für Consumer als auch für Enterprise in ihrem Portfolio. Es gibt zwischen beiden Kategorien manchmal kleine Geschwindigkeitsunterschiede. Wichtiger sind aber Kosten und Lebensdauer. Typischerweise kosten Enterprise Flash-Laufwerke mehr, halten aber dafür länger.

Wenn man den Return on Investment und die Gesamtkosten von Flash berechnen will, sollte man berücksichtigen, welche Art von Workloads man speichern will. Enterprise Flash kostet mehr, kann aber langfristig günstiger sein, weil die Laufwerke nicht so oft ausgetauscht werden müssen. Das gilt vor allem, wenn man die Arbeitszeit der Administratoren mit einbezieht. Enterprise Flash-Laufwerke bringen oft Werkzeuge zur Lebensdauerüberwachung mit, während man bei Consumer-Drives raten muss und öfter unnötig zum Austausch gezwungen ist.  

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Artikel wurde zuletzt im September 2017 aktualisiert

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