Fünf gute Gründe NAS statt DAS zu implementieren

DAS ist für spezifische Anwendungen nützlich, aber ein NAS ist oft die bessere Option, da es mehr Möglichkeiten bei Storage-Architekturen bietet.

Eine DAS-Lösung (Direct-Attached-Storage) kann für spezifische Anwendungen sehr nutzbringend und effizient sein. Trotzdem ist ein NAS-System (Network-Attached-Storage) oftmals die bessere Wahl, da dieses mehr Optionen an Storage-Architekturen bietet.

Hat man als Administrator die Wahl zwischen beiden, so ist es nicht einfach, eine Antwort auf die Frage nach NAS oder DAS zu finden, da jedes Unternehmen individuelle IT-Prozesse und eine spezifische Infrastruktur hat, was sehr individuelle Anforderungen hervorbringt. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle fünf Gründe nennen, warum ein NAS die bessere Wahl als DAS sein kann. In diesem Vergleich wird die Hardware einander gegenübergestellt.

1. DAS hat nur begrenzte Kapazitäten

Eine der Hauptgründe, warum sich Firmen für ein NAS statt ein DAS entscheiden, ist der, dass DAS-Lösungen nur begrenzte Speicherkapazität bieten. Wie der Name DAS schon sagt, ist das System direkt mit dem Server verbunden. Die Disks können dabei im Server oder dem externen Gehäuse stecken. In beiden Fällen sind die Medien direkt mit dem Storage-Controller des Servers verbunden. Das Problem dabei ist, dass der Server nur eine begrenzte Anzahl an Medien direkt unterstützen kann.

NAS-Appliances haben auch eine Obergrenze an Medien, die sie physisch aufnehmen können. Ein NAS skaliert in der Regel aber besser als ein DAS. Während kleine NAS-Systeme nur wenige Disks beherbergen, können Modelle mit vier Höheneinheiten (4U) bereits Dutzenden an Medien Platz bieten.

2. Flexible Architektur (RAID, Tiers)

NAS-Appliances offerieren mehr Optionen an Storage-Architekturen. DAS-Modelle lassen sich zwar als RAID-Array konfigurieren, aber die unterstützte Architektur wird wiederum von der Anzahl der Disks begrenzt, die an den Server angeschlossen sind. Aber auch das Server-Betriebssystem kann ein limitierender Faktor sein. Solange genügend Medien vorhanden sind, kann das DAS mit den bekannten RAID-Leveln und in manchen Fällen mir Tiered Storage konfiguriert werden. In den meisten Fällen bieten aber NAS hier deutlich mehr Optionen.

So kann ein NAS beispielsweise auch eher ungewöhnliche RAID-Konfigurationen ermöglichen, die sich auf dem DAS nicht einrichten lassen. Zudem ist das DAS wie gesagt durch die Anzahl der installierten Disks limitiert. Einige NAS-Hersteller erlauben das Zusammenfassen mehrerer NAS-Systeme, um einen gewissen Skalierungsgrad zu erreichen, der bei DAS-Lösungen nicht gegeben ist.

3. Shared Storage (nur File System, Virus- oder Ausfall-anfällig)

Einer der besten Gründe, warum man NAS statt DAS implementieren sollte, ist, dass sich NAS-Systeme mit mehreren Servern verbinden lassen. DAS ist direkt angebunden und wird deswegen als lokale Ressource für diesen Server angesehen. DAS-Speicher lässt sich zwar auch mit anderen teilen, aber nur auf Ebene des Betriebssystems. Ein Administrator mag in der Lage sein, einen File Share einzurichten, der es auch anderen Maschinen ermöglicht, sich mit diesem Server zu verbinden und am Storage zu partizipieren.

Auf NAS-Appliances können Anwender auch ohne die Hilfe eines Server-Betriebssystems zugreifen. Ein NAS verfügt über sein eigenes Betriebssystem, das üblicherweise ein kleiner, dedizierter Linux-Kernel ist, der dafür konzipiert wurde, zuverlässig und stabil zu operieren.

Stellen Sie sich vor, dass ein Storage-Gerät ein streng festgelegtes SLA bedienen muss. Theoretisch ließe sich ein DAS nutzen. Allerdings ist der Zugriff von außen auf den Storage und seine Daten vom Server-Betriebssystem abhängig. Wird das Betriebssystem durch einen Virus, einen Volume-Ausfall oder einen Security-Vorfall beschädigt, so könnte das System nicht mehr erreichbar sein. Da ein NAS diese Abhängigkeit nicht aufweist, ist es diesen Problemen oder Risiken auch nicht ausgesetzt.

Ein DAS-System wird auf File-Ebene verteilt (shared) und lässt sich somit nicht als Clustered Storage einsetzen. Hoch entwickelte NAS-Appliances unterstützen oft iSCSI und Block-Level-Storage, was es für den Einsatz als Clustered Storage oder andere Situationen, in denen Shared Storage notwendig wird, tauglich macht.

4. Leichte Konfiguration

Obwohl es nicht so scheint, sind NAS-Systeme einfacher zu konfigurieren als DAS-Modelle. NAS-Hersteller haben häufig Wizards in ihren Produkten integriert, die den Administrator in wenigen Schritten durch den initialen Konfigurationsprozess führen. Da DAS-Arrays direkt mit dem Server verbunden sind, muss der Administrator wissen, wie er das Storage auf Hardware-Ebene anschließt und wie das Server-Betriebssystem das Storage verteilt.

5. Redundanz

NAS-Appliances unterstützen einen höheren Grad an Redundanzen, insbesondere die hoch entwickelten Modelle. Es ist üblich, dass NAS-Systeme zusätzliche Disks und Netzwerkadapter als Hot Spares unterstützen. Einige NAS-Modelle verfügen über redundante Stromversorgungen. 

Viele der NAS-Appliances haben integrierte Replikationsmechanismen, die eine Replikation auf ein zweites NAS gewähren, was vor Systemausfall schützt. Theoretisch ist es möglich, ähnliche Redundanzen mit einem DAS zu erreichen, aber für gewöhnlich bedarf es dann genauerer Kenntnisse über das Server-Betriebssystem und die Storage-Hardware.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2015 aktualisiert

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