Halten Sie die Kosten für Cloud Storage im Zaun

Provider werben mit fast unbegrenzter Kapazität in der Cloud. Aber Sie sollten Effizienz und Kosten im Auge behalten, bevor Sie sich für ein Cloud Backup entscheiden.

Das Datenwachstum schreitet ungebremst fort. 2016 soll es schon mehr als ein Zettabyte Daten in der Welt gegeben haben. Für 2020 rechnen einige Analysten mit 40 Zettabytes. Damit stellt sich die Frage, wie Backups mit einem solchen explosiven Wachstum Schritt halten sollen.

Die offensichtlichste Lösung ist es, die massiven Repositories einfach in die Cloud auszulagern. Schließlich werben die großen Cloud-Provider mit fast unbegrenzter Skalierbarkeit. Aber ist es wirklich so einfach, Daten in die Cloud zu kopieren und wie sieht es mit den Kosten aus?

Ziehen Sie Kosten und Effizienz in Betracht

Es gibt zwei Schlüsselfaktoren beim Verlagern von Daten in die Cloud. Zuerst sind Effizienz und Praktikabilität zu nennen. Wenn Sie beispielweise ein Backup eines Petabytes an Daten anfertigen wollen und täglich neue Terabytes hinzukommen, wird ein Backup in die Cloud nicht praktikabel sein. Wenn ihr Datenvolumen und Wachstum sich noch bewältigen lassen, stellt sich die Frage nach einer effizienten Speicherung.

Der zweite Gesichtspunkt sind die Kosten. Die Cloud-Provider verlangen von ihren Kunden normalerweise Gebühren für jedes Gigabyte Speicherplatz pro Monat sowie für den Datentransfer in die und aus der Cloud. Wenn der belegte Speicherplatz wächst, steigen auch die Kosten.

Deswegen sollten Sie sich eine sinnvolle Cloud-Strategie zurechtlegen. Unglücklicherweise gibt es dafür keine Patentlösung. Sie müssen sich am Bedarf des eigenen Unternehmens orientieren. Aber es gibt einige sinnvolle Startpunkte für das Cloud-Backup.

Techniken zur Kostenreduzierung

Eine Reduzierung des Datenvolumens ist einer der ersten Ansatzpunkte, um die Kosten im Zaum zu halten. Jedes Gigabyte verursacht Kosten. Zudem ist die Bandbreite für den Upload der Daten begrenzt.

Hier sind einige Punkte, die Ihnen weiterhelfen können:

  1. Setzen Sie eine Cloud Storage Gateway Appliance ein. Diese unterscheiden sich im Funktionsumfang, können aber oft eine virtuelle Tape Library emulieren. Sie können Ihre Daten auf die Appliance überspielen und diese kümmert sich dann um den Upload in die Cloud. Diese Methode hat zwei wesentliche Vorteile. Weil die Appliance internen Speicher hat, können Sie eine Kopie Ihrer aktuellen Backups lokal vorhalten und Sie müssen nicht gleich eine Wiederherstellung aus der Cloud starten. Der zweite Vorteil liegt darin, dass die Appliance Daten komprimiert, bevor sie sie in die Cloud überträgt. Die verschiedenen Kompressionstechniken können zu einer drastischen Einsparung des Platzbedarfs führen.
  2. Betrachten Sie die Datentypen. Wenn einige davon unwichtig sind, müssen sie auch nicht in die Cloud gelagert werden.
  3. Prüfen Sie die Speicheroptionen. Provider bieten oft mehrere Optionen für das Speichern in die Cloud an. Einige sind teuer und eignen sich für aktuelle Daten, andere sind kostengünstig und für Daten ausgelegt, auf die selten zugegriffen wird.

Selbst wenn Sie Ihre Cloud Backups nicht immer auf das billigste Storage-Tier speichern können, können Sie mit einer Lebenszyklusverwaltung für die Daten Ihre Kosten reduzieren.   

Eine solche Lebenszyklusverwaltung kann beispielsweise die neuen Backup-Daten auf einem mittleren Storage Tier vorhalten und automatisch alternde Daten auf das billigste Tier verlagern. Zudem können damit ältere Daten automatisch gelöscht werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden.

Obwohl die großen Provider praktisch unbegrenzt Daten speichern können, sollten Sie selbst darauf achten, dass die Kosten nicht überhand nehmen.

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Artikel wurde zuletzt im November 2017 aktualisiert

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