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Hybrid-Cloud-Planung: Security und Kosten nicht vernachlässigen

Wegen steigender Datenmengen erwägen Firmen die Hybrid Cloud für Kapazitätsengpässe, aber auch Budget und Security-Fragen sollten adressiert werden.

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Public Cloud

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Fast jedes Unternehmen sieht sich ungebremsten Datenwachstum gegenüber, vor allem an unstrukturierten Daten. Das rapide Wachstum und die enormen Kapazitätsbedürfnisse resultieren vor allem aus Internet-of-Things-Geräten, die Daten erfassen und versenden.

Viele kleinere Unternehmen erwägen die Public Cloud, um mit diesem rasanten Datenanstieg mithalten zu können. Da die Anforderungen in jedem Fall spezifisch sind und die aktuellen Budgets variieren, betrachten die kleineren Unternehmen die Cloud aus einer anderen Perspektive als große Firmen. Eine hybride Cloud könnte gerade für KMUs ein sinnvoller Ansatz sein.

In einer hybriden Cloud verbleibt ein Teil der Kapazitäten am lokalen Rechenzentrumsstandort (on-premise), während der andere Teil in einer Public-Cloud-Lokation gesichert wird. Typischerweise behält das Unternehmen die aktiven Daten am lokalen Standort, um die langen Latenzen des Public-Cloud-Storage zu umgehen. In einem solchen Modell fungiert das lokale Storage als Cache und hält eine Kopie der dynamischen Daten vor. Werden Daten inaktiv, so speichert die Public Cloud diese Informationen.

Alles oder Nichts oder von beidem etwas?

Der Vorteil, Unternehmensdaten bei einem Cloud-Provider abzulegen, liegt in den geringeren Kosten für Management, Strom, Kühlung und Platz des Storage-Systems. Allerdings gibt es hier auch zwei Nachteile:

1. Security: Obwohl Cloud-Provider die Datensicherheit stark erhöht haben, so sind die Informationen trotzdem nicht so sicher wie innerhalb von Security-Prozessen im eigenen Unternehmen. Selbst die Verschlüsselung in Public Clouds ist angreifbar, da oftmals Backdoors enthalten sind.

2. Kosten: Die anfallenden Kosten für 100 TByte mögen gering und attraktiv erscheinen. Allerdings können sie entsprechend steigen, je länger sie in der Cloud vorgehalten werden und je mehr hinzukommen. Die Summen, die dabei für große Cloud-Kapazitäten über einen langen Zeitraum zusammenkommen, könnten irgendwann einen Punkt erreichen, ab dem es günstiger ist, den Service wieder inhouse zu betreiben.

Große Unternehmen müssen diese Nachteile bedenken, bevor sie eine Hybrid-Cloud-Strategie umsetzen. Allerdings ist eine Public Cloud eher eine Zwischenlösung für große Firmen. Sie sollten ihre lokalen Storage-Systeme der Private Cloud sinnvoll nutzen, die sich in die Public Cloud integrieren können. Diese Systeme nutzen dann die Cloud-Compute-Server als Cache für Daten und nicht als permanente Storage-Location.

Die meisten kleinen Firmen haben geringere Budgets und weniger IT-Mitarbeiter. Das macht die Kosten und die Betriebseffizienz von Public-Cloud-Storage sehr interessant. Deswegen sollten sich diese Unternehmen für ein Hybrid-Cloud-Modell entscheiden, dass die meisten ihrer unstrukturierten Daten in die Cloud transferiert. Allerdings muss die Kapazitätsnutzung stetig kontrolliert werden. Wächst das Unternehmen kontinuierlich, so muss man erneut erwägen, das Cloud-Storage lokal zu halten, um wiederkehrende Kosten zu eliminieren.

Security sollte an erster Stelle stehen

Während Kosten- und Kapazitätsmanagement ausschlaggebende Punkte für eine Hybrid Cloud sein können, so sollten die Sicherheitsbedenken stets überwiegen. Eine lokale Lösung ist in jedem Fall dann zu präferieren, wenn die Daten von Sensoren gesammelt oder von Mitarbeitern gespeichert werden, und die Informationen sensibel sind oder Vorschriften unterliegen. Das Unternehmen kann in diesem Fall noch immer Cloud-Storage-Konzepte anwenden und Object-Storage-Software nutzen, um Standardhardware einzusetzen, was Kosten senkt und Verwaltungszeiten minimal hält.

Der Einsatz von hybriden Cloud-Storage eignet sich für fast alle Unternehmen. Die Größe der Firma und die spezifischen Kapazitätsanforderungen bestimmen, welche Seite der hybriden Cloud die meisten Daten vorhält. In den meisten Umgebungen sollte ein Private-Cloud-Storage-System mit Object-Storage-Software genutzt werden, um die Mehrheit der Daten zu speichern. Die Public Cloud ist dann nur wenigen Einsatzszenarien vorbehalten.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2016 aktualisiert

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