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Hyperkonvergenz hilft bei Administration virtueller Desktops

Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) zeigen ihre besonderen Stärken im Zusammenspiel mit virtuellen Desktops (VDI). Vor allem die Skalierung wird einfacher.

Storage ist wichtig für virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI), aber wie der genaue Speicherbedarf lautet, ist schwer zu sagen. Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) versprechen Besserung.

Bei VDI muss die Speicherinfrastruktur genügend Platz für die virtuellen Desktops schaffen, aber die Geschwindigkeit ist meistens ein noch größeres Problem. Die Administratoren müssen sicherstellen, dass Storage für die Ansprüche von VDI vorhanden ist.

In vielen Unternehmen wachsen die Performance-Probleme bei VDI im Laufe der Zeit. Die IT-Abteilung steckt viel Arbeit in das anfängliche Deployment und den Planungsprozess, um den Anwender eine angenehme Umgebung zu schaffen. Aber wenn Ansprüche an die Infrastruktur steigen, könnte der zugrundeliegende Speicher irgendwann nicht mehr ausreichen, um genügend IOPS zu gewährleisten.

Es gibt verschiedene Methoden, um mehr Leistung aus dem vorhandenen Speicher herauszupressen, aber die sind oft weder einfach noch kosteneffektiv. Zunächst müssen Sie feststellen, wo der Flaschenhals eigentlich steckt. Es könnte die Fibre-Channel-Verbindung stocken oder Laufwerke überlastet sein. Auf jeden Fall müssen Sie Lösungen finden.

In solchen Situationen sind die Laufwerke oft damit überlastet, genügend IOPS bereitzustellen. Oft werden zur Abhilfe einfach mehr Festplatten ins Storage-Array gepackt, obwohl zusätzliche Kapazität eigentlich gar nicht nötig ist.

Hyperkonvergenz ist die Rettung

Die Anbieter von HCI bewerben Ihre Produkte als ideal für virtuelle Desktops, weil ihre Appliances auf die Anforderungen von VDI zugeschnitten sind. Hyperkonvergenz kann die Skalierungsprobleme virtueller Desktops beseitigen, weil ihre Architektur modular skaliert. Die Ressourcen für Compute, Storage und Netzwerk können modular erweitert werden.

Die Compute-Ressourcen im HCI sind normale Cluster-Knoten. Jeder Knoten hat eingebaute Ressourcen für Speicher, über die die HCI-Architektur die Leistung steuern kann.

Von der Hardware aus gesehen sind die Knoten im HCI identisch. Das erleichtert dem Administrator die Kapazitätsplanung für VDI. Wenn beispielsweise festgestellt wird, dass ein Knoten bequem mit 20 Desktops umgehen kann, wären für 80 Desktops vier Knoten fällig.

HCI fußt auf standardisierten, selbstständigen Modulen und deshalb skaliert die Architektur linear.

Ein normaler Failover Cluster skaliert dagegen nicht linear. Obwohl Administratoren zusätzliche virtuelle Desktops unterbringen könnten, indem sie zusätzliche Knoten zu einem Failover Cluster hinzufügen, führt das bald zu Problemen. Denn der Failover Cluster verlässt sich auf Shared Storage und das heißt die Storage IOPS werden zum Flaschenhals.

Bei HCI sieht die Situation anders aus. Jeder Knoten hat seine eigenen Storage-Ressourcen. So müssen sich Administratoren über abnehmende Storage-Geschwindigkeit keine Sorgen machen, so lange sie die Grenzen der virtuellen Desktops pro Knoten beachten. Wenn zusätzliche Desktops benötigt werden, einfach mehr Knoten hinzufügen.

Hyperkonvergenz erfordert immer noch einen kompetenten Administrator, der sich sowohl mit Virtualisierung als auch mit Storage auskennt, bevor er virtuelle Desktops ausrollt. Aber die Komplexität wird deutlich verringert und die Skalierung einfacher. 

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert

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