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Mehr Datensicherheit durch Replikation und Snapshots

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Im Vergleich: Journal-basierte Data Protection vs. Snapshots

Snapshots sind eine Option zur VM-Absicherung, können aber Nachteile haben. Journal-basierte Data Protection bietet hier eine Alternative.

Für die Datensicherung virtueller Maschinen lassen sich unterschiedliche Verfahren und Tools einsetzen. Eine der beliebtesten Data-Protection-Strategien ist der Einsatz von Snapshots für VMs. Hersteller Veeam aber auch VMware bieten hier entsprechende Lösungen, beispielsweise vSphere Replication.

Hierbei werden Replikas virtueller Maschinen für ein Point-in-Time-Recovery genutzt. Das bedeutet, dass ein Anwender mit der höchsten Snapshot-Anzahl einer VM-Replik unter vSphere Replication auf 32 Snapshots kommt. Sichert der Administrator beispielsweise 50 virtuelle Maschinen, so ergibt das 1.600 Snapshots für ein Failover-Verfahren. Geht man nun davon aus, dass ein Snapshot die Performance einer VM leicht verringert, so lässt sich vorstellen, was bei 1.600 Snapshots mit der Performance geschieht.

Somit lässt keine der beiden Lösungen ein Recovery mit vollständiger Performance zu, bis die 1.600 Snapshots konsolidiert wurden, was wiederum ein zeitaufwändiger Prozess ist. Darüber hinaus vermindert der Konsolidierungsprozess die Storage-Performance, was den RTO auf Stunden, wenn nicht gar Tage treiben kann.

Darüber hinaus gibt es weiter Bedenken oder Nachteile, die man beim Einsatz von vSphere oder Veeam beachten sollte. Dem gegenüber stehen Journal-basierte Lösungen wie die von Zerto, die eine andere Art der Datensicherung von virtuellen Maschinen zulassen.

Wie lassen sich die Standorte (auf dem Storage) der Snapshots verwalten? Ein flexibles Management gestaltet sich schwierig, da die Snapshots an die VM-Repliken und deren Sicherungsort gebunden sind und sich somit nicht auf einen beliebigen Datastore verschieben lassen. Bei einer Journal-basierten Datensicherung wäre dies möglich.

Wie begrenzt man die maximale Kapazitätsnutzung der Snapshots? Mit Veeam und vSphere Replication ist dies nicht möglich. Die Snapshots können quasi beliebig und endlos größer werden und den Datastore füllen. Die Lösung von Zerto gibt dem Administrator die Option, eine maximale Kapazität und automatisierte Warnmeldungen einzurichten.

Was passiert, wenn der letzte Snapshot auf der VM-Replik den Datastore bis zum Maximum füllt? Hier kann die VM-Replik beschädigt werden, was einen vollständigen Re-Synchronisationsprozess erfordern würde. In einem Journal würde sich lediglich der Zeitrahmen für ein Recovery verkürzen. Das Recovery wäre unbeschadet.

Wie lässt sich ein früherer Point-in-Time konsistent und automatisiert herstellen? Auch das ist nicht umsetzbar, da jede VM einen anderen Point-in-Time innehat und der Administrator manuell auf diesen Punkt zurückgreifen muss. Die Journal-basierte Sicherung ermöglicht, dass der gleiche Point-in-Time ausgewählt und dann automatisch wiederhergestellt wird. Das erfolgt über alle virtuellen Maschinen hinweg und in jeder Sicherungsgruppe.

Wie lässt sich frei gewordener Speicherplatz nach hohen Datenveränderungsraten erneut zuteilen? Auch das ist bei normalen Snapshots unter vSphere Replication und Veeam schwer möglich, da die Snapshots kaskadierend und voneinander abhängig sind. Zerto-Journale hingegen verteilen frei gewordenen Speicherplatz automatisch, was notwendig ist, wenn man zahlreiche VMs über längeren Zeitraum absichern will.

Journal-basierte Data Protection

Neben den oben erwähnten Replikationsmethoden gibt es zudem die Journal-basierte Replikation für Point-in-Time-Recovery, die zum Beispiel als Virtual Replication von Zerto angeboten wird. Die oben genannten Herausforderungen respektive Nachteile sind hier nicht vorhanden, da keine Snapshots auf der VM-Replik eingesetzt werden.

Das ist essentiell, da sich aufgrund dessen diese Datensicherung von VMs von dutzenden auf hunderte oder tausende virtuelle Maschinen skalieren lässt. Demgegenüber sollten Snapshot-basierte Replikationen auf eine Handvoll VMs beschränkt sein, beispielsweise von externen Niederlassungen oder Büros. Eine Journal-basierte Datensicherung kann folgende Vorteile bieten:

  • Recovery von Inkrementen, die alle paar Sekunden abgelegt werden und viele Tage an Änderungen sichern.
  • Die Möglichkeit, das Journal in einem separaten Datastore zu sichern.
  • Maximale Kapazitätsgrößen und Warnmeldungen lassen sich einrichten.
  • Automatisierte Wiederherstellungen multipler VMs, die eine Anwendung darstellen, zum gleichen, konsistenten Point-in-Time.
  • Neuzuteilung frei gewordenen Speicherplatzes nach zahlreichen Datenänderungen.

Mit einer Journal-basierten Data Protection lassen sich einige der Snapshot-Nachteile umgehen, ohne dass auf Performance, Datensicherheit und Skalierbarkeit verzichtet werden muss. Anwender, die für ihre virtuellen Maschinen eine Point-in-Time-Recovery umsetzen wollen, sollten vergleichen, ob Snapshots wirklich die bessere Alternative sind. Auch Metro-Cluster und CDP sind mit einer Lösung wie Zerto Virtual Replication möglich.

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Artikel wurde zuletzt im September 2015 aktualisiert

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