Im Vergleich: converged vs. hyper-converged Infrastructure

Hyper-konvergente und konvergente Infrastrukturen eliminieren traditionelle RZ-Silos, sind aber sehr unterschiedlich, gerade bei der Anpassung.

Converged und hyper-converged Infrastructure (oder auch konvergente und hyper-konvergente Infrastrukturen) erleichtern den Support für VDI und Desktop-Virtualisierung, da sie sich einfach installieren lassen und komplexe Workloads bedienen.

Converged Infrastructure (CI) umfasst vier Kernkomponenten des Rechenzentrums in einem Chassis: Compute, Storage, Networking und Server-Virtualisierung. Hyper-converged Infrastructure (HCI) verfügt zusätzlich über eine bessere Integration mehrerer Komponenten, was meist über einen Hypervisor (Software) realisiert wird.

Bei beiden Lösungen kann der Anwender sicher sein, dass alle Komponenten miteinander kompatibel sind und der IT-Abteilung auf einen Schlag alle benötigten Storage- und Netzwerkkomponenten zur Verfügung stehen, die für VDI wichtig sind. Das wiederum reduziert die Komplexität einer VDI-Implementierung, was vielen IT-Verantwortlichen entgegenkommt, die vor der Aufgabe stehen, Desktops zu virtualisieren.

Zwar sind beide Technologien äußerst hilfreich, unterscheiden sich jedoch in ihrer Architektur und Funktionsweise. Ebenso bieten sie unterschiedliche Funktionen. Administratoren sollten die Unterschiede kennen, um zu bestimmen, welche Lösung wichtig und richtig für die eigene Desktop-Virtualisierung sein könnte.

Konvergente Infrastruktur

Konvergente Infrastruktur verbindet Compute, Storage, Netzwerk und Server-Virtualisierung in einem Gehäuse – sozusagen in einer Box, die sich zentral verwalten lässt. Das kann VDI-Management umfassen, je nachdem, welche Konfiguration Sie von welchem Anbieter erwerben.

Die Hardware in einem solchen Bundle ist für die von Ihnen vorgesehene Workload vorkonfiguriert. Dabei kann es sich um VDI-Support, eine Datenbank oder auch eine spezifische Anwendung handeln. Allerdings gibt es kaum Flexibilität, die Konfiguration zu verändern.

Unabhängig davon, wie die VDI-Umgebung aufgebaut wird, muss sich der IT-Manager darüber im Klaren sein, dass es teuer und zeitaufwendig ist, nach der Implementierung eine Skalierung durchzuführen. Komponenten separat hinzuzufügen ist sehr komplex, was wiederum die Vorteile der konvergenten Infrastruktur zunichte machen kann. Ebenso kann sich das Hinzufügen von Desktops oder Kapazitäten zur Inhouse-Infrastruktur genauso teuer werden. Daher ist es wichtig, die VDI-Implementierung sorgfältig zu planen.

Die einzelnen Teile des CI-Bundle funktionieren auch alleinstehend. Ein Server in diesem Bundle funktioniert zum Beispiel ebenso gut ohne die anderen Infrastrukturkomponenten.

Hyper-konvergente Infrastruktur

Hyper-konvergente Infrastruktur entstand aus dem Konzept des Software-defined Data Center (SDDC) und verbindet traditionelle RZ-Ansätze in einer Box. Dazu gehören die gleichen Komponenten wie bei einer konvergenten Infrastruktur, nur werden hier zusätzliche Funktionen hinzugefügt. Dazu gehören unter anderem ein Hypervisor, Backup-Software, Snapshot-Optionen, Deduplizierung, Inline-Komprimierung oder WAN-Optimierung.

Konvergente Infrastrukturen sind meist hardwarefokussiert, während SDDC hardwareagnostisch ist. Hyper-konvergente Infrastrukturen verbinden diese beiden Ansätze. HCI wird von einem Hersteller unterstützt und erlaubt ein zentrales Management über ein Standard-Toolset. Um die Infrastruktur zu erweitern, fügt man der Basiseinheit einfach die benötigten Ressourcen wie beispielsweise Storage hinzu.

Da HCI softwaredefiniert ist – die Infrastrukturprozesse sind logisch von der Hardware getrennt – besteht eine bessere Integration der Komponenten als bei konvergenten Architekturen. Allerdings müssen die Komponenten hier auch verbunden bleiben, um korrekt zu funktionieren. Dadurch eignet sich HCI für mehr Workloads als CI. Das liegt daran, dass sich die Infrastruktur auf Softwareebene bestimmen und konfigurieren lässt und somit spezielle Anwendungen oder Workloads bedienen kann, die vorkonfigurierte CI-Bundle nicht adressieren können.

Hyper-konvergente Infrastrukturen sind besonders wertvoll für VDI, da sie sich schneller und ohne großen Aufwand skalieren lassen. Das ist nicht bei traditionellen VDI-Konfigurationen der Fall. IT-Abteilungen müssen mehr Ressourcen, als sie benötigen, erwerben. Nur so sind sie in der Lage, im eventuellen Bedarfsfall skalieren zu können. Die EDV-Verantwortlichen könnten aber auch abwarten, bis die virtuellen Desktops den verfügbaren Speicherplatz und die Netzwerk-Ressourcen vollständig in Anspruch nehmen, und dann eine neue Infrastruktur hinzufügen.

Beide Szenarien können sich als teuer und zeitaufwendig erweisen. Bei HCI hingegen kann der Administrator eben einfach Storage zum Stack hinzufügen, wenn er nur mehr Storage braucht. So kann er mittels einer weiteren Box in Kürze skalieren, statt seine gesamte lokale Infrastruktur neu bewerten und konfigurieren zu müssen.

Wechselt ein Unternehmen von physischen PCs zu virtuellen Desktops, so benötigt es zusätzlich die Rechenleistung, die zuvor von den Desktops und Laptops ausgeführt wurde. Hyper-konvergente Infrastrukturen schaffen hier Abhilfe, da sie mit Flash-Speicher ausgerüstet sind, was die Performance für virtuelle Desktops verbessert. Der Einsatz von Flash optimiert die I/O-Raten, reduziert die Auswirkungen von Boot Storms und erlaubt es, beispielsweise Virus-Scans im Hintergrund durchzuführen, ohne dass der Endanwender dies bemerkt.

Die Flexibilität von hyper-konvergenten Infrastrukturen gestaltet sich flexibler und kosteneffizienter als konvergente Infrastrukturen, da sich jeweils Compute- oder Storage-Ressourcen bei Bedarf einfach hinzufügen lassen. Die Anschaffungskosten beider Technologien sind vergleichsweise ähnlich hoch, aber langfristig können sie sich in einer VDI-Umgebung bezahlt machen.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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