Ist es einfacher geworden, Applikationen mit hohem I/O-Durchsatz zu virtualisieren?

Schnelle Protokolle und Flash ermöglichen es, Hardware-Limits bei Virtualisierung zu überwinden. Mit Cloud-Umgebungen gibt es auch Verbesserungen.

Es ist lange eine feste Annahme gewesen, dass es sich nicht lohnt, verschiedene Typen von Server-Anwendungen zu...

virtualisieren: Datenbanken, E-Mail- und Real-Time-Applikationen gehörten zu jenen, die leicht zu einem Overload eines Hypervisors und der anderen Teile eines virtuellen Systems führen konnten. Inzwischen haben jedoch Verbesserungen der Bandbreite für Storage sowie geringere Netz-Latenzen und erheblich größere IOPS-Leistungen die größten Hardware-Barrieren entfernt, wenn es um die Virtualisierung von Applikationen geht.

Hardware-Verbesserungen auf der Speicherebene umfassen beide gängigen Protokolle: sowohl Fibre Channel, das jetzt bis zu 16 Gbps erreicht, als auch iSCSI-Ethernet, das Geschwindigkeiten von mehr als 10 Gbps schafft und außerdem eine kostengünstige Alternative darstellt. Zusätzlich hat sich die Performance der Speichersysteme durch den Einsatz von Flash erhöht, egal ob auf der Cache- oder Tier-0-Ebene und in All-Flash-Arrays.

Flash hat in einem außerordentlichen Umfang die Latenzen reduziert sowie gleichzeitig den Durchsatz und die IOPS verbessert. In dem Masse, wie die Flash-Preise weiter sinken werden, bieten sogar Speichersysteme auf der Low-Budget-Ebene eine bessere Performance, als sie noch vor einigen Jahren bei den besten Disk-Arrays üblich war. Und heutige Cloud-basierte Systeme sind darüber hinaus sogar in der Lage, Computing und Storage zu Host-Systemen zu verschieben. Dies verschafft auch kleinen Unternehmen den Zugang zu bedeutenden Rechenleistungen – und das für geringe monatliche Ausgaben.

Sicher gibt es noch einige Herausforderungen auf der Software-Seite bei der Virtualisierung von Real-Time-Applikationen, aber die Virtualisierung von E-Mail- und Datenbank-Systemen ist heute wesentlich verbreiteter als vor ein paar Jahren und fast schon alltäglich. Es ist wahr, dass einige Datenbanken und E-Mail-Systeme die kompletten Ressourcen des Servers, auf dem sie laufen, im Extremfall verbrauchen können. Doch selbst für solche Situationen gibt es bereits eine Lösung: Systeme, die zusammen auf mehreren virtuellen Maschinen und mehreren Servern laufen, sind bereits zu einer Standardmethode für Datenbanken und E-Mail-Anwendungen geworden, für die die Ressourcen eines einzigen Servers nicht mehr ausreichen.

Artikel wurde zuletzt im März 2015 aktualisiert

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