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Kein Backup-Ersatz: Stärken und Schwächen der Snapshot-Technologie

Obwohl Snapshot kein Backup-Ersatz sind, so lassen sich mit ihnen jedoch die Data-Protection-Strategien optimieren und Daten sicherer speichern.

Dieser Artikel behandelt

Sichere Datenspeicherung

Es gibt viele Einsatzgebiete für eine Snapshot-Technologie.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass Storage-Snapshots kein Ersatz für Backups sind. Vielmehr können Backup-Anwendungen Snapshots nutzen, um bestimmte Funktionen bereitzustellen, beispielsweise Instand Recovery.

Vorteile

Snapshots eignen sich sehr gut für VM-Rollbacks für Infrastrukturserver oder Offline-Anwendungsserver. Das klingt zwar wie ein Point-in-Time-Recovery, allerdings sind die Prozesse sehr unterschiedlich. Ebenso gibt es Unterschiede in den Auswirkungen je nachdem, ob Storage-Snapshots oder ein Standard-Recovery zum Einsatz kommen.

Ein Storage-Snapshot erstellt keine Kopie der Daten, sondern erstellt vielmehr eine sogenannte differenzierende Disk. Diese hat eine Vater-Sohn-Beziehung zu der originalen Datenquelle und fängt alle künftigen Schreibprozesse ab. Dadurch bleibt die Originaldatenquelle unberührt. Nutzt man Snapshots um Point-in-Time-Recoverys durchzuführen, so müssen eine oder mehrere differenzierende Disks entfernt werden, damit das System zu seinem Ursprungszustand zurückkehren kann. Traditionelles Point-in-Time-Recovery unterscheidet sich hier stark, da hierfür Daten von einem Backup kopiert werden.

Die Abhängigkeit des Snapshots von der differenzierenden Disk macht diese Technologie für einige Arten an Rollbacks geeignet, allerdings nicht für alle. Will sich ein Unternehmen zum Beispiel vor dem Ausrollen eines neuen Service-Packs auf dem Infrastrukturserver absichern, so lassen sich Snapshots hier ideal einsetzen. Der Snapshot kann sofort erstellt werden, ohne das System abschalten zu müssen. Geht während des Installationsprozesses des Service-Packs etwas schief, so kann das System mittels der Snapshots wieder auf den vorherigen Zustand versetzen.

Nachteile

Das Snapshot-Verfahren ist nicht geeignet für den Schutz von Applikations-Servern, es sei denn der Snapshot wird dann angelegt, wenn der Server (üblicherweise eine virtuelle Maschine) offline ist. Snapshots bewahren den Zustand des Server-Storages, wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt war. Allerdings halten viele Snapshot-Angebote nicht den Zustand des Memorys vor, der für Applikations-Server wichtig ist. Darüber hinaus sind die meisten Snapshot-Methoden nicht anwendungsagnostisch. Hyper-V 2016 Checkpoint (Snapshot-Verfahren für Hyper-V) wird aber anwendungsagnostisch sein.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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