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Keine digitale Transformation ohne veränderte Infrastruktur

Die digitale Transformation steht auf der Tagesordnung zahlreicher CIOs. Aber sie kann nicht gelingen, wenn nicht auch die Infrastruktur verändert wird.

Digitale Transformation liegt im Trend. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Transformation der digitalen Infrastruktur. Obwohl die Verbindung auf den ersten Blick einleuchtend erscheint, steckt dahinter eine Menge Arbeit. Um den Weg zum digitalen Unternehmen zu beschreiten, ist mehr nötig, als einfach eine mobile App zu basteln.

Im Idealfall versetzt digitale Transformation Ihr Unternehmen in die Lage, besser mit Ihren Kunden zu interagieren, das Kerngeschäft effektiver zu gestalten und neue Marktsegmente zu erschließen mittels neue Produkte und Prozesse (einschließlich Datenanalyse). Es hängt natürlich von der Branche und dem Geschäftsfeld an, wie eine solche Umgestaltung im Detail funktioniert, aber die Grundidee bleibt dieselbe: Der Mehrwert aus Daten wird ein zentrales Element Ihrer Geschäftsstrategie.

Während einige Services zu Office 365 oder Salesforce verlagert werden können, erhalten die Workloads, die im eigenen Rechenzentrum verbleiben, eine größere strategische Bedeutung, etwa bei der Einführung digitaler Produkte. Die Aufgabe der IT-Abteilung wandelt sich: Nicht mehr Best Practices für allgemeine Anwendungen stehen im Vordergrund, sondern die Definition und Einführung von Practices und Workflows, die auf das eigene Unternehmen zugeschnitten sind und ein Alleinstellungsmerkmal darstellen.

Die digitale Transformation bedingt die Transformation der Infrastruktur. Deren Aufgabe ist es, nicht nur die größere Menge ein- und ausgehender Daten zu bewältigen, sondern auch Agilität und Flexibilität zu bieten.

Je innovativer ein Unternehmen im Umgang mit den Daten wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass neue Produkte, Service und Initiativen schneller auf den Markt kommen.

Transformation der Infrastruktur

Wie sollte die Transformation also am besten angegangen werden? Zuvörderst eine Definition: Es geht nicht nur darum, aktuelle Hardware und Software anzuschaffen. Das machen wir schon seit Jahrzehnten und es wird in dieser Richtung weitergehen. Das ist keine Transformation, sondern Business as usual. Im Gegensatz zur herrschenden Meinung bedeutet auch die Cloud keine echte Transformation. Die Einbindung von Cloud Providern wie Amazon Web Services  (AWS) oder Microsoft Azure bietet Vorteile und mag sich transformativ anfühlen, aber das ist nicht genug.

Es geht um etwas anderes und zwar um Verbesserung und höhere Effizienz bei der Zuweisung von Ressourcen für neue Projekte und Märkte. Die Verwaltung soll einfacher und günstiger werden. Während Infrastruktur ein umfassendes Thema ist, soll in diesem Artikel nur Storage beleuchtet werden.

Wir listen hier die Ziele auf, die eine Storage-Transformation erreichen soll. Einige dieser Punkte können bereits heute umgesetzt werden, andere sind noch Zukunftsmusik. Zusammen bilden Sie ein Framework für die digitale Infrastruktur.

  1. Beseitigen Sie Flaschenhälse: Ihre Infrastruktur sollte sicherstellen, dass die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt abgerufen werden können. Dazu muss sie in der Lage sein, die Geschwindigkeit so zu erhöhen, dass neue Workloads hinzugefügt werden können, ohne die Leistung negativ zu beeinflussen. Das ist besonders wichtig für Workloads von Business Intelligence und Analyse. Entwickler benötigen einen möglichst schnellen Datenzugriff.
  2. Architektur aus vielen Generationen: Infrastruktur verlangt Skalierbarkeit und neue Hardware wird in kürzeren Zyklen eingeführt. Die Daten müssen auch bei einem Generationswechsel verfügbar bleiben. Auch bei veränderten Anforderungen muss der Datenzugang vorhersagbar, verfügbar, beständig und online sein. Hardwareabstraktion durch Software-definierte Storage (SDS) ist eine Methode, um der Herausforderung gerecht zu werden, die sich durch die Einführung neuer Hardwaregenerationen ergeben. Diese werden einfach in den Gesamtpool integriert, ohne den Datenzugriff zu beeinflussen.
  3. Sofortiges oder sehr schnelles Ausrollen: Wenn neue Anforderungen auftreten, darf der Zugriff auf Storage-Kapazitäten nicht erst monatelanges Warten auf eine Genehmigung in Anspruch nehmen, um anschließend erneut einen Zeitraum von mehreren Monaten bis zur Installation zu beanspruchen. Es gibt zahlreiche Technologien, die das Ausrollen beschleunigen, wie etwa konvergente oder hyperkonvergente Infrastrukturen auf der Basis von SDS. Sehr schnell kann auch der Zugriff auf die Public Cloud erfolgen. Die Cloud ist zwar nicht für alle Datentypen geeignet, kann aber die Provisionierung neuer Storage erheblich beschleunigen.      
  4. Daten-Management in verschiedenen Clouds: Das Management neuer Infrastruktur muss automatisch erfolgen. Die Anbieter von Storage schlampen mit dem Begriff und ich habe noch nie gehört, dass jemand zugegeben hat, das Management seiner Produkte sei schwierig. Aber effektives Management muss nicht nur für Zeitersparnis sorgen, sondern auch Ressourcen für andere Aufgaben freigeben, während die gesamte hybride oder Multicloud-Umgebung abgedeckt wird. Laut einer Umfrage der Enterprise Strategy Group verlassen sich 75 Prozent der Kunden von Infrastructure as a Service (IaaS) in der Public Cloud auf verschiedene Provider. Zur Verwaltung dieses Multicloud-Ökosystems benötigen Sie folgendes: Erstens eine einheitliche Architektur, die verschiedene Clouds konsolidieren kann, zweitens die Fähigkeit, automatisch einen Cloud Services auszuwählen und zu buchen, drittens die Kapazität, um Standorte von Compute und Daten zu erfassen und zu verwalten, um die Latenz zu reduzieren. Viertens sollte die Möglichkeit bestehen, neue Workloads in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum mittels universellem Datenzugang zu starten.

Eine Multicloud-Zugang wie beschrieben gibt es derzeit noch nicht. Aber wir zeigen eine Idee auf, wie sich die Zukunft gestalten könnte.

Auch andere Punkte auf der Liste lassen sich derzeit noch nicht vollständig umsetzen, aber die Liste wird länger werden, wenn neue Innovationen verfügbar werden. Heute ist Ihre IT-Abteilung damit beschäftigt, den Betrieb im Rechenzentrum und der Cloud aufrechtzuerhalten und ein Auge auf neue Möglichkeiten zu werfen. Aber wenn ein Unternehmen mit der digitalen Transformation ernst macht, müssen alltägliche Wartungsarbeiten drastisch reduziert werden und der Fokus auf die Transformation der digitalen Infrastruktur gelegt werden.

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Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

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