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Konfigurationsprobleme bei hyper-konvergenten Systemen

Setups hyper-konvergenter Architekturen variieren, aber es gibt ein paar grundsätzliche Tipps, die bei fast allen Produkten angewendet werden können.

Viele Hersteller konzipieren ihre hyper-konvergenten Produkte so, dass der erste Konfigurationsprozess über einen Web-Browser erfolgt. Das bedeutet, dass der Storage-Administrator, der eine hyper-konvergente Architektur aufsetzen will, typischerweise einen Web-Browser öffnen und eine vorgegebene IP-Adresse eingeben muss, um sich mit dem System zu verbinden.

Ist die Verbindung hergestellt, gibt der Admin die Standardanmeldedaten ein und stimmt den Lizenzbestimmungen zu. Nachdem diese generellen Aufgaben erledigt sind, beginnt die eigentliche Konfigurationsarbeit. Hyper-konvergente Systeme unterstützen in der Regel fast immer manuelle Konfiguration, aber VMware EVO:RAIL-Systeme können den Konfigurationsprozess mittels JSON-Files automatisieren. Diese Systeme bieten ebenso eine Out-of-the-Box-Konfiguration, bei der der Administrator nur das Passwort angeben muss.

Wird eine manuelle Konfiguration vorgenommen, so muss der IT-Manager einen Desktop oder Laptop so konfigurieren, das dieser eine IP-Adresse nutzt, die im gleichen Subnetz ist wie das Standard-Subnetz, das von der hyper-konvergenten Architektur genutzt wird. Eine solche IP-Adresse gewährleistet Zugriff auf einen hyper-konvergenten Server. Allerdings ist der Konfigurationsprozess einfacher und komfortabler, wenn zwei Workstations zur Verfügung stehen.

Der Grund dafür ist einfach: Eine hyper-konvergente Architektur besteht aus multiplen Servern (auch Nodes genannt). In vielen Fällen müssen die Server einzeln und nacheinander konfiguriert und in Betrieb genommen werden. Teil des Prozesses ist die Zuweisung einer IP-Adresse, die zu einem der Netzwerksubnetze passt. Ändert man die IP-Adresse eines Servers auf diese Weise, verliert man den Zugriff darauf.

Arbeitet der Administrator von einer Workstation aus, so muss er die IP-Adresse ändern, sich dann wieder mit dem Server verbinden und den Konfigurationsprozess beenden. Wenn das erledigt ist, muss die IP-Adresse der Workstation erneut geändert werden, um die nächste Node in Betrieb zu nehmen. Benutzt der IT-Manager zwei Workstations (oder eine mit zwei Netzwerkadaptern zu zwei verschiedenen Subnetzen), so muss er nicht ständig die IP-Adresse der Workstation neu konfigurieren.

Zusätzlich zur Konfiguration der IP-Adresse jeder Node, muss der Administrator Entscheidungen darüber treffen, wie der Primär-Switch im Rack und die verfügbaren Netzwerkadapter genutzt werden sollen. Jeder Hersteller hat seine eigenen Empfehlungen, aber es ist relativ normal, einen physischen Netzwerkadapter an jeder Node für das Out-of-Band-Management zu reservieren. Einige Hersteller empfehlen VLANs als Methode, den Management-Traffic zu isolieren.

Wurde jede Node mit den grundlegenden Netzwerkinformationen ausgestattet, müssen weitere Konfigurationsinformationen eingegeben werden. Dazu gehören:

  • Der Name der Windows-Domain
  • Die Anmeldedaten für diese Domain
  • Der Host-Name
  • Der Name des Failover-Clusters, in dem der Server integriert ist

Die Konfigurationsinformationen, die benötigt werden, variieren je nach Produkt und Hypervisor. Hyper-V-Systeme verlangen beispielsweise andere Konfigurationsinformationen als VMware-Produkte.

Im Falle von EVO:RAIL-Systemen, benötigt der Admin eine Auswahl an IP-Adressen, die als VM-Adressen-Pool genutzt werden können. Es mag ebenso notwendig sein, einige IP-Adressen für vMotion und das virtuelle SAN zu spezifizieren.

Hyper-konvergente Systeme können sehr unterschiedlich sein, wenn es um das Setup des Storage geht. Jeder Server hat in der Regel sein eigenes DAS und oft hat der Hersteller den Provisionierungsprozess automatisiert. Bei EVO:RAIL-Systemen wird Storage einem VMware vSAN hinzugefügt. Dieses vSAN-Storage wird automatisch dem vCenter hinzugefügt.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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