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Konvergentes und hyperkonvergentes Storage im Vergleich

Einfaches Management, Skalierbarkeit und Kosten sind die Faktoren, die bei der Wahl zwischen konvergentem und hyperkonvergentem Storage wichtig sind.

Die Virtualisierung in Rechenzentren hat die Verwaltung von Betriebssystemen und Applikationen enorm vereinfacht, allerdings durch Hypervisoren und Storage-Netzwerke einiges an Komplexität hinzugefügt. Und mit der steigenden Anzahl an virtuellen Maschinen (VMs) vergrößert sich auch die Komplexität der Infrastruktur, die für den Support der VMs benötigt wird.

Anwendern bieten sich zwei Optionen, um diese Komplexität zu vermindern und das VM-Management zu erleichtern: konvergentes oder hyperkonvergentes Storage. Obwohl beide Technologien das gleiche Problem lösen sollen, verfolgen sie unterschiedliche Ansätze und dienen verschiedenen Umgebungen.

Vorteile konvergenter Storage-Systeme

Die erste Ebene der Konvergenz ist es, vollständige Komponentensets unter einem Produktcode zusammenzufassen und eine Plattform anzubieten. Die Plattform besteht aus existierenden Komponenten, die auch separat erhältlich sind. Der Hersteller validiert die gesamte Plattform und liefert sie dem Kunden als eine Einheit aus. Somit muss auch nur eine Plattform für Upgrades vom Anbieter getestet werden.

Konvergente Storage-Systeme sind oft so konzipiert, dass sie Hunderte oder Tausende an VMs bedienen können. Jedes System ist eine in sich geschlossene Instanz und wird einzeln verwaltet. Anwender können mehrere Produkte einsetzen.

Für Unternehmen, die sich zwischen konvergent und hyperkonvergent entscheiden wollen, gibt es einen weiteren Vorteil für das konvergente Storage: Hersteller dieser Systeme sind groß und zuverlässig. Hewlett Packard Enterprise hat zum Beispiel eine Marktkapitalisierung von 24 Milliarden US-Dollar, EMC verfügt über 51 Milliarden. Diese Unternehmen setzen ihre konvergente Infrastruktur nicht nur aus eigenen bestehenden Produkten zusammen, sondern ihr Marktwert ist zudem hundertfach größer als das Kapital, das hyperkonvergente Start-ups aufgebracht haben. Für ein risikoscheues Unternehmen, das zwischen konvergent und hyperkonvergent wählen möchte, ist es sicherer, von einer Firma zu kaufen, deren Wert größer als der eigene ist.

Abbildung 1: Vorteile konvergenten und hyperkonvergenten Storages

 

Abwägungen für hyperkonvergentes Storage

Der zweite Level der Konvergenz ist hyperkonvergentes Storage. Der große Unterschied ist, dass diese Plattformen speziell für VM-Umgebungen konzipiert wurden. Hyperkonvergenz überkommt die Silos an Rechenleistung (Compute) und Storage, indem beide Komponenten in einem Block zusammengefasst werden, der üblicherweise einen x86-Server mit lokalen Festplatten und SSDs sowie Software-defined Storage umfasst.

Eine hyperkonvergente Storage-Infrastruktur kombiniert mehrere dieser Blocks zu einem Storage- und Compute-Cluster. Das Cluster lässt sich durch Hinzufügen weiterer Blocks erweitern, in der Regel ohne Ausfallzeiten für die bestehenden VMs. Diese Produkte managen alles, was man braucht, um VMs zu betreiben. Hyperkonvergentes Storage verfügt kaum über hohe Komplexität und versteckt die verbleibende hinter VM-zentrischen Policies.

Ein hyperkonvergentes Storage-System adressiert ein Risiko, welches konvergente Systeme präsentieren: das Risiko der Geschäftsveränderung. Ein konvergentes System ist meist eine große Investition, das ein Maximum an Leistungsumfang mitbringt, um für drei bis fünf Jahre alle Workloads bedienen zu können. Nur wenige Firmen können wirklich ihre künftigen Workload-Anforderungen für einen so langen Zeitraum abschätzen. Oft werden Projekte abgebrochen, Merger oder Veräußerungen passieren und dadurch können völlig neue Geschäftsbereiche entstehen. Ein konvergentes Storage-System kann zu einer großen Belastung werden, wenn das Geschäft fluktuiert.

Hyperkonvergente Storage-Systeme müssen im ersten Schritt nur die nötigen Kapazitäten für die bestehenden Workloads bereithalten. Steigen die Workloads an, so lassen sich mit kleinen Blocks die Kapazitäten erhöhen. Wachsen die Anforderungen nicht, so können Investitionen verschoben werden. Somit kann ein Unternehmen sein Storage-Budget besser nutzen und die Kosten dem Geschäft anpassen. Selbst eine große und konservativ planende Firma kann von diesem Ansatz profitieren, wenn sie sich neue Märkte eröffnen und riskantere Projekte umsetzen möchte.

Unternehmen sollten bei der Wahl zwischen konvergentem und hyperkonvergentem Storage die geringen Einstiegskosten und die einfache Skalierbarkeit von hyperkonvergenten Lösungen in Betracht ziehen. Hyperkonvergenter Storage stellt einen festen Output für einen gesetzten Preis zur Verfügung – wie auch konvergentes Storage – allerdings sind die Kosten für hyperkonvergente Systeme oft günstiger.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2016 aktualisiert

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