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Kriterien für die Wahl eines Providers für Cloud-to-Cloud-Backup

Kosten und Backup-Funktionen sind nur zwei Kriterien, die man bei der Wahl des richtigen Providers für Cloud-to-Cloud-Backup beachten muss.

Dieser Artikel kann auch im Premium Editorial Download gefunden werden: Storage-Magazin: Backup, DR und Hochverfügbarkeit in der Cloud:

IT-Ressourcen in die Cloud zu verschieben, hat den Nebeneffekt, dass Backups dadurch oft schwieriger werden. Das gilt insbesondere für SaaS-Clouds, da es unmöglich ist, diese Services genauso zu sichern wie lokale Anwendungen.

Microsoft erlaubt es Office-365-Kunden zum Beispiel nicht, Backup-Agenten auf ihren Servern zu installieren, da diese von mehreren Kunden (Tenants) gleichzeitig genutzt werden. Darüber hinaus besteht auch immer das Risiko, dass Backup-Agenten die Performance des Servers oder dessen Zuverlässigkeit beeinträchtigen.

Obwohl sich SaaS-Clouds nicht durch ein traditionelles Backup sichern lassen, so müssen die Daten doch gespeichert werden. Hier kann ein Cloud-to-Cloud-Backup Abhilfe schaffen. Oftmals beschreibt dieser Begriff das Backup virtueller Maschinen (VMs) von einer Cloud in eine andere, aber Cloud-to-Cloud-Backup wird nun auch immer mehr für die Sicherung von SaaS-Daten verwendet.

Cloud-to-Cloud-Backup ist ein kommender Trend

SaaS-orientiertes Cloud-to-Cloud-Backup steckt noch in den Kinderschuhen, aber einige Anbieter gibt es hier schon. Dazu gehören:

  • Asigra Cloud Backup Software
  • Barracuda Backup Software
  • Datto Backupify
  • eFolder Cloudfinder
  • EMC Spanning

Provider von Cloud-to-Cloud-Backup fokussieren im Allgemeinen auf die meist genutzten SaaS-Applikationen. So kann die Mehrheit der Anbieter zum Beispiel Google Apps/Google Docs, Microsoft 365 und Salesforce absichern. Einige bieten auch Schutz für andere SaaS-Anwendungen. Datto Backupify gewährleistet beispielsweise Backup-Funktionalitäten für Box und Social-Media-Accounts von Unternehmen, darunter Facebook und Twitter.

Kosten für Cloud-to-Cloud-Backups

Jeder Cloud-to-Cloud-Backup-Provider nutzt sein eigenes Preismodell. Generell rechnen diese auf einer pro-Applikation-, pro-Nutzer-, pro-Monat-Basis ab. So könnte beispielsweise ein Backup-Provider eine spezifische Gebühr jeden Monat für jeden Salesforce-Nutzer berechnen. Nutzt das Unternehmen Office 365, dann gäbe es eine separate monatliche Rechnung für jeden Anwender, der seine Office-Daten hier im Backup ablegt.

Nicht jeder Provider nutzt dieses Lizenzmodell. Spanning zum Beispiel nutzt zwar eine ähnliche Preisstruktur, stellt aber eine jährliche Rechnung aus. Backupify offeriert ein pro-Applikation-, pro-Nutzer-, pro-Monat-Modell, bietet aber unterschiedliche Preispläne für Unternehmen (Enterprise) und für einzelne Anwender (Professional). Enterprise-Kunden können bis zu drei automatisierte Backups täglich durchführen und ihnen steht eine unbegrenzte Anzahl an Administratoren zur Verfügung. Professional-Kunden sind hier auf einen Admin beschränkt und können auch nur ein automatisiertes Backup pro Tag sichern. Der Anbieter offeriert zudem ein Enterprise-Plus-Preisplan, der auf der Anzahl der Domänen basiert, die gesichert werden sollen, und nicht auf der Anzahl der Nutzer.

Kriterien für die Provider-Wahl

Die offensichtlichste Anforderung an den Provider ist der Support für die jeweils eingesetzten Applikationen. Darüber hinaus gibt es noch vier weitere Kriterien, die für die Wahl des Cloud-to-Cloud-Backup-Providers wichtig sind:

  • Flexibilität bei der Applikations-Lizenz. Dieser Aspekt wird oft übersehen. Kündigt ein Unternehmen zum Beispiel nach Jahren seine Salesforce-Lizenz, kann es trotzdem sein, dass die Salesforce-Daten sicher gespeichert bleiben müssen. Der Backup-Provider sollte einen Recovery-Plan haben, der es möglich macht, auf die Daten zuzugreifen, selbst wenn die SaaS-Lizenz gekündigt wurde.
  • Compliance. Ein Cloud-to-Cloud-Backup sollte nötige vorgegebene Regeln einhalten, beispielsweise den Health Insurance Portability and Accountability Act oder andere lokale Compliance-Vorgaben. Selbst wenn das eigene Unternehmen keine der Regeln einhalten muss, so ist es doch sinnvoll, einen Provider zu wählen, der dies macht. Das bedeutet, dass der Dienstleister etablierte Methoden für Datensicherheit kennt und umsetzt.
  • Häufigkeit der Backups. Einige Provider ermöglichen häufigere Backups als andere. Der Dienstleister sollte zudem ein akzeptables Service-Level-Agreement für das Recovery anbieten.
  • Eine leistungsstarke E-Discovery-Engine. Es kommt vor, dass man sich nicht mehr an den exakten Namen der Datei erinnert, das wiederhergestellt werden soll. Eine E-Discovery-Engine hilft, Daten zu finden, selbst wenn man nicht genau weiß, wonach man sucht.

Cloud-to-Cloud-Backups sind wichtig für die Daten, die mit SaaS-Anwendungen erstellt werden. Da es viele unterschiedliche Provider hierfür gibt, ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen, um Preise und Funktionen der Anbieter zu vergleichen und dann die richtige Wahl für das eigene Unternehmen treffen zu können.

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Artikel wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

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