Marktübersicht: Die acht innovativsten Flash-Array Anbieter

Was bieten die innovativsten Flash-Array Anbieter? Dieser Artikel stellt die wichtigsten Hersteller und ihre Produkte vor.

Flash-Speicher – und was man damit anfangen kann – ist in den letzten paar Jahren das Top-Thema in der Storage-Welt gewesen. Bekanntlich wurde Solid-State-Speicher entwickelt, um die Bedürfnisse von Desktop-und Server-Virtualisierungsprojekten ebenso wie die von geschäftskritischen Transaktionsvorgängen besser zu bedienen.

Wir haben vor kurzem die großen sechs Storage-Array-Hersteller zu ihren Flash-Array-Projekten befragt und fanden eine breite Palette von Produkten – von bereits existierenden Arrays, die mit Flash-Laufwerken nachrüstbar sind bis hin zu vollständig neu entwickelten Flash-Systemen. Wenn es dedizierte Flash-Array-Produkte bei den „Big Six“ gibt, wurden diese jedoch weitgehend von Start-ups übernommen.

Tatsächlich haben die Start-ups den Weg frei gemacht für die Flash-Revolution. Ihre technologischen Entwicklungen waren innovativ und zwangen die Big Six, ebenfalls Flash-Storage in ihre Produktpaletten aufzunehmen. Sie haben dies größtenteils so umgesetzt, dass sie entweder einfach Flash-Laufwerke in bestehende Arrays integriert haben – was oft Problemen bei der Bandbreite und Rechen-Power zur Folge hatte. Oder sie haben ganz neu entwickelte Flash-Array-Produkte aufgekauft.

Aber eine Reihe wichtiger Start-ups bilden immer noch die Spitze der Flash-Revolution. Ihr entscheidender Vorteil ist, dass sie mit adäquater Hardware Systeme entwickelt haben, die zugeschnitten sind auf die Geschwindigkeit und Betriebseigenschaften der Flash-Technologie. Sie haben auch Software verwendet, die optimiert ist, das Potential von Flash-Speicher wie Garbarge Collection oder Wear Levelling auszunutzen.

Um die effektive Kapazität ihrer Arrays zu erhöhen, nutzen viele Flash-Array-Start-ups Komprimierungs- und Datendeduplizierungsverfahren. Das funktioniert gut mit Flash-Speicher.

In diesem Artikel schauen wir uns genauer an, wie die Flash-Array-Start-ups die Herausforderung der Integration von Flash-Speicher in Storage-Arrays gemeistert haben und wie sie sich auf dem Markt gegen andere Startups und die sechs großen Hersteller positionieren.

Violin Memory

Laut Gartner ist Violin Memory mit einem Marktanteil von 19 Prozent der Marktführer bei Flash-Arrays. Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass der Markt noch ziemlich klein ist.

Violin bietet seine 6000-Serie Flash-Arrays mit Multi-Level-Cell (MLC) oder Single-Level-Cell (SLC)-Optionen bei Kapazitäten von 6 TByte bis 32 TByte in 3HE-Einheiten an. Die IOPS bewegen sich laut Herstellerangaben zwischen 200.000 und 500.000 (MLC-Modelle) beziehungsweise 450.000 bis 1.000.000 (SLC). Verbunden wird per Fibre Channel, iSCSI oder InfiniBand.

Violin’s Memory nutzt – über ein Technologie-Abkommen mit Toshiba – eigene „Violin Intelligent Memory Modules“ (VIMMs). Aus Hochverfügbarkeitsgründen verknüpfen diese im Array Flash-Speicher mit der Controller-Logik und redundante Verbindungen zu anderen VIMMS. Der NVRAM-Cache sitzt im VIMM, so dass keine zusätzliche Logik für die Cache-Kohärenz zwischen Controllern erforderlich ist.

Violin produziert auch 3000-Series-Arrays als Direct-Attached Storage.

Solidfire

SolidFire zielt mit seinen Arrays auf Cloud-Service-Anbieter und setzt auf iSCSI-Block-Storage. Die Arrays bieten Funktionalitäten für die Automatisierung und Mandantenfähigkeit, Admins können Speicher-Volumes mit unterschiedlichen Eigenschaften verschiedenen Kunden zuweisen.

Mit dem Service-Provider-Markt vor Augen bedienen die SolidFire-Arrays eine breite Palette von Anwendungen -  nicht nur solche, die eine hohe Performance erfordern. Daten-Deduplizierung, Komprimierung und Thin Provisioning sind integriert und helfen, die Kosten pro GByte für Operationen außerhalb von Tier 1 oder Tier 0 zu senken.

SolidFire nutzt MLC und SLC Flash-Laufwerke und skaliert vier oder fünf HE-Knoten bis zu 100 und das bei einer I/O-Leistung von bis zu 5 Millionen IOPS.

Whiptail

Whiptails Enterprise-Storage-Systeme  – die Accela- und Invicta-Arrays – verwenden Intel MLC NAND-Flash-SSDs.

Die Firma gibt an, dass die 2HE Accela 250.000 Write-IOPS und 200.000 Read-IOPS erreicht. Connectivity ist über Fibre Channel, Ethernet oder InfiniBand realisiert. Whiptail-Knoten können für High-Availability-Zwecke mit anderen Systemen über InfiniBand verbunden werden. Die Accela ist in Kapazitäten von 1,5 TByte bis 12 TByte lieferbar.

Die Invictas skalieren von 6 TByte bis 72 TByte, und bestehen aus zwei 1HE Storage-Routern plus bis zu sechs 2HE Speicherknoten. Kapazität und Performance lassen sich durch zusätzliche Storage-Knoten steigern.

Im Juni 2013 fügte Whiptail seinem Portfolio eine KMU-Version seines All-Flash-Array-Plattform hinzu. Der WT-1100 ist ein 1HE-Formfaktor Gerät, das auf dem gleichen Racerunner Betriebssystem wie Accela und Invicta Arrays ausgeführt wird. Der WT-1100 wird mit 2 TByte oder 4 TByte MLC-Flash ausgeliefert und kann bis zu 100.000 IOPS erreichen. Angebunden wird per ISCSI, aber Fibre Channel ist geplant.

Pure Storage

Pure Storage mit seinem Purity-Betriebssystem ist inzwischen bei der dritten Generation seiner All-Flash-Arrays angekommen. Die FA 400 verwendet zwei Acht-Core Intel Sandy-Bridge-Prozessoren und erreicht damit 400.000 IOPS bei einer Raw Flash-Kapazität von bis zu 23 TByte. Pure verwendet Inline-Deduplizierung und sagt, die Kunden können aus der FA 400 bis zu 100 TByte nutzbare Kapazität ziehen.

Pure Storage verwendet Multi-Level Cell-Flash in seinen Arrays, die von Samsung Electronics, einem der Investoren des Start-ups, stammen. Die Hardware nutzt Daten-Reduktionstechniken, sowie variable RAID-Stripes und dynamische RAID-Rebuilds, um die effektive Kapazität der Flash-Arrays zu erhöhen.

Kaminario

Kaminario K2 nutzt Standard-Hardware und sein SPEAR (Scale-Out-Leistung und Resilient Architecture)-Betriebssystem, um All-Flash-Arrays mit preiswertem MLC-Flash anbieten zu können. Diese werden in K-Blocks von 6 TByte bis hin zu 24 TByte realisiert und können geclustert werden. Jeder K-Block enthält zwei Prozessoren, zwei Host-Ports pro Knoten und zwischen vier und acht Fibre-Channel- oder 10-Gbps-iSCSI-Ports.

Der Kaminario Flash Endurance Booster verlängert die drei- bis fünfjährige Garantie, die von den Storage-Lieferanten normalerweise angeboten wird, auf bis zu sieben Jahren. Ursprünglich begann Kaminario mit Flash im PCIe-Format, aber im April stellte Kaminario auf Hot-Swapable-SAS-Solid State Drives um.

Nimbus Data

Nimbus E-Class Hardware skaliert von 10 TB bis 500 TB, die S-Class Arrays von 2,5 TB bis 100 TB. Bei beiden handelt es sich um Multiprotokoll-Arrays mit Block und Dateizugriff und bis zu 800.000 IOPS.

Die Arrays der dritten Generation in der Nimbus-Familie sind die Gemini-Arrays. Sie verfügen über 48 TByte und 1.000.000 IOPS pro 2HE-Knoten.

Bei den Flash-Modulen Nimbus Data Systems Enterprise- (EFMs) handelt es sich um maßgeschneiderte MLC-Hardware, die mit den im Jahr 2010 eingeführten S-Class und E-Class Speicher-Arrays funktioniert. Die EFMs verfügen über dedizierte Controller-Software und einen lokalen NVRAM. Schreibvorgänge werden nach Abschluss bestätigt. Für die Connectivity auf allen Nimbus Arrays dient Fibre Channel, iSCSI oder InfiniBand.

Tegile

Tegile Systems wird meist als ein Startup betrachtet, das Hybrid-Flash-Arrays mit Daten-Beschleunigungs-Tools anbietet. Aber die Firma hat seiner Palette im August 2013 mit dem Zebi Hybrid Flash-Multiprotokoll-Storage auch ein All-Flash-Array hinzugefügt.

Das Zebi HA2800 All-Flash-Array bietet 4,4 TByte Kapazität und kann 200.000 IOPS verarbeiten. Tegile bietet HDD-Erweiterungs-Shelves, die die Kapazität der HA2800 auf bis zu 146 TByte erhöhen. Dies ist für Kunden interessant, die den Flash-Array als Cache vor einer Spinning-Disk verwenden möchten.

Tegile nutzt Flash als Cache und ein ZFS-basiertes Betriebssystem sorgt für Daten-Deduplizierung, Kompression, RAID-Erweiterungen und eine leistungssteigernde Funktion namens MASS (Metadaten Accelerated Storage System). MASS versieht die aufgenommenen Daten mit Metadaten-Headern, die im Cache oder in den SSD-Tiers vorgehalten werden.

Skyera

Das Start-up Skyera trat im Jahr 2012 mit einer Reihe von iSCSI-Arrays, die MLC-Flash verwenden, in den Flash-Array Markt ein. Damit konnte das Unternehmen einen Preis unter 3 Dollar pro Gigabyte - vor Deduplizierung und Komprimierung - anbieten.

Skyera sagt, es nutze Techniken wie Write Amplification und Adaptive Error Correction Codes (ECCs), um die Lebenserwartung von MLC-Flash im Unternehmensumfeld auf fünf Jahre zu verlängern.

Skyera kam mit drei Modellen auf den Markt. Die Skyhawk 12 bietet 12 TByte Raw-SSD-Kapazität, die Skyhawk 22 22 TByte, und die Skyhawk 44 44 TByte Bruttokapazität.

Die 1HE Skyhawk Series-Arrays verfügen über 40-Gbps- und 10-Gbps Ethernet-Netzwerk-Verbindungen.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2013 aktualisiert

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