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Mit diesen fünf Methoden übertragen Sie Daten in die Cloud

Große Datenmengen in die Cloud zu bringen, ist eine Herausforderung. Wir zeigen fünf Methoden, wie Ihre Daten den Weg in ein Cloud-Archiv finden.

Große Datenmengen zu einem Cloud Provider zu bringen, kann aufwendig sein. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie schwer sich der Prozess in der Realität gestaltet. Dazu gehören die zu bewegende Datenmenge, die Migrationsmethode und die Zeitschiene.

Die erste Methode, die Administratoren für dieses Problem in Betracht ziehen können, ist die manuelle. Das ist aber sehr zeitraubend. Ziehen Sie in Betracht, was es bedeutet, hunderte oder tausende Terabytes an Daten zu bewegen. Eine solche Menge überlastet Wide Area Networks (WAN). Selbst wenn eine Bandbreite von 1 GBps pro Pipe erreicht werden kann, dauert es im besten Fall zwei Stunden, um 1 TB Daten zu übertragen. Bei einem PB würde es drei Monate dauern. Zudem erreichen Netzwerke nur selten optimale Leistung. Realistisch sind 30 bis 40 Prozent unterhalb der Maximalleistung im Durchschnitt. In dem Fall würde die Übertragung von einem TB fünf Stunden dauern und von einem PB sieben Monate.

Ein Datenmigrationsprojekt eines solchen Umfangs erfordert Planung, erfahrenes Personal, die richtige Software, Durchführung, Bereinigen, Fehlerkorrektur, Genehmigungen und Zugangsübertragungen. Die Daten müssen von den ursprünglichen Medien entfernt und validiert werden. Der gesamte Prozess kann noch wesentlich länger dauern, wenn die Software zahlreiche manuelle Eingaben seitens der IT-Abteilung erfordert. Andere Methoden erscheinen daher attraktiver.

Die besten Migrationsmethoden für Cloud-Archive

Die zweite Methode ist Seeding. Dies ist der Prozess, Daten vom bisherigen Standort zu einem lokalen Storage-System oder Node des Cloud Providers zu bewegen. Abhängig von der Verbindungsgeschwindigkeit kann dies erheblich schneller als die erste Methode sein. Datenmigrationssoftware ist aber auch hierzu erforderlich. Der Schlüsselpunkt ist es, hochautomatisierte Datenmigrationssoftware zu verwenden.

Wenn die Daten zum Seed Storage System verlagert worden sind, beispielsweise einer Reihe von Festplatten oder Magnetbändern, packt der Administrator alles zusammen und verschickt sie per Lkw an den Cloud Archive Service Provider. Wenn es dort angekommen ist, verbindet der Provider das Seed System und migriert die Daten in sein eigenes Archivsystem in der Cloud. Dies ist die Methode, die Anbieter von Cloud-Archiven bevorzugen.

Eine dritte Methode ist die Verwendung eines Cloud Storage Gateway, auch bekannt als Cloud-integriertes Storage (CIS). Dabei handelt es sich um eine Mischform aus den beiden bereits geschilderten Methoden. Administratoren übertragen die Daten vom bisherigen Standort zum CIS. Dabei gibt es ähnliche Probleme einer langwierigen Datenübertragung. Das CIS transportiert die Daten zum gewählten Cloud System im Hintergrund. Die Daten werden vor der Übertragung dedupliziert und komprimiert. Dies senkt den benötigten Speicherplatz und damit die Kosten. Bei diesem Prozess bleibt ein Stub der Daten auf dem CIS, so dass es für das Gesamtsystem wie lokaler Speicher erscheint. Das CIS wirkt ähnlich wie ein Cache für das Cloud-Archiv.

Die Nutzung eines CIS nimmt viel Zeit in Anspruch, weil es denselben WAN-Einschränkungen unterliegt wie bei der ersten Methode. Immerhin ist der Zeitaufwand gegenüber einer rein manuellen Methode reduziert, weil nach Kompression und Deduplizierung weniger Daten übertragen werden müssen. Der Nachteil liegt, dass Nutzer auf die Daten nur über das CIS zugreifen können. Die IT-Abteilung muss verschiedene CIS für unterschiedliche Standorte oder Cloud-Anwendungen vorhalten, die Zugang auf die Archivdaten benötigen.

Die vierte Option wird immer populärer: Ein Mid-Tier oder Enterprise-Class-Storage-System mit einer Cloud-Schnittstelle im Backend. Damit wird die Cloud zu einem Storage-Tier. In mancher Hinsicht ist dies einem CIS ähnlich, ist aber erheblich schneller (Primär, nicht Archiv) und bietet höhere Kapazität und mehr Funktionen. Die Daten, die der Administrator in die Cloud verlagern will, werden komprimiert und dedupliziert. Diese Daten scheinen mittels eines Stub lokal, genau wie bei einem CIS. Dieses gestaffelte Storage-System ist zunächst lokaler Primärspeicher, der alte Daten, Snapshots und Daten mit geringen Zugriffswerten in ein Cloud-Archiv verlagert.

Die letzte der fünf Methoden ist die Replizierung von Server zu Server. Der Administrator installiert physische und virtuelle Software auf dem Ausgangsort und dem Ziel. Die Daten werden vom Ausgangsserver auf das Ziel in der Cloud repliziert. Die Bestimmungsmaschine schreibt die Daten dann in das ausgewählte Archiv. Wenn die Daten geschrieben und validiert sind, werden sie manuell von der Quellmaschine entfernt. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass es ziemlich einfach ist. Der Nachteil ist aber, dass die Installation von Software auf jedem physischen und virtuellen Server erforderlich ist. Das ist keine große Sache, wenn es nur um wenige Server geht. Bei hunderten oder tausenden Servern kann es aber ziemlich aufwendig werden.            

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Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

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