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Objekt Storage und NAS: Beide bleiben und eine Verdrängung findet nicht statt

Objekt Storage wird zunehmend populärer. Es gibt allerdings einige gewichtige Gründe, warum File und Block Storage ihren Rang behalten werden.

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NAS-Hardware

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Objekt Storage wird populärer und bei vielen Unternehmen zum Standard. Aber das bewährte Network Attached Storage (NAS) bleibt auch bedeutend.

Viele Hersteller setzen auf Virtualisierungstechniken, mit denen Objekt Storage als Emulation von File- und Block-Storage verwendet werden kann, ohne dass es für die Workloads einen Unterschied macht. Damit stellt sich die Frage, ob Objekt Storage nicht als genereller Standard eingesetzt werden kann. Wenn Objekt Storage NAS emulieren kann, ist dann NAS überhaupt noch nötig?

Aber wenn Objekt Storage auch langfristig zum tatsächlichen Standard wird, ist der Zeitpunkt doch noch lange nicht gekommen, wo sich die Frage einer Ablösung von NAS stellt. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Einer der wichtigsten ist der wirtschaftliche Gesichtspunkt. Die Objekt Storage Virtualisierungsprodukte, die derzeit erhältlich sind, beruhen auf proprietärer Hardware (mit wenigen Ausnahmen). Angesichts der Investitionen, die die meisten Unternehmen bereits in Storage getätigt haben, macht es wenig Sinn, die vorhandene Infrastruktur einfach herauszureißen und zu ersetzen. Für die Unternehmen, die an Objekt Storage interessiert sind, empfiehlt sich eher ein graduelles Upgrade im Rahmen des verfügbaren Budgets.

Ein anderer Punkt ist die Leistungsfähigkeit. Bisher wurde Objekt Storage meistens für unstrukturierte Daten als Plattform mit hoher Kapazität genutzt. Diese hohe Kapazität macht Objekt Storage populär für die Public Cloud mit Amazon S3 und Azure Blob.

Zudem ist Objekt Storage kostengünstig mit einem niedrigen Preis pro GB. Das liegt einerseits am Skaleneffekt, andererseits an der Verwendung von billigen Laufwerken. Wenn Objekt Storage für Archivierung, Cloud Storage und Off-Site-Replizierung verwendet wird, ist Kosteneffizienz wichtiger als Leistungsfähigkeit. Im Gegenzug ist Objekt Storage weniger geeignet für Workloads mit hohen Leistungsansprüchen.

Obwohl Objekt Storage als langsam gilt, arbeiten einige Hersteller an Beschleunigungstechniken. Einige Objekt Storage Produkte basieren ausschließlich auf Flash. Außerdem wird mit Tiering gearbeitet, bei dem auf neue Daten mit Hochgeschwindigkeits-Flash zugegriffen wird. Ältere Daten werden auf weniger anspruchsvolle Hardware verschoben. Auf diese Weise kann man Flash-Leistung zum Bruchteil der Kosten eines All-Flash-Systems erreichen.

Aber egal ob All-Flash oder Tier-Systeme, es sind dafür erhebliche Investitionen nötig. Hier kommt erneut der wirtschaftliche Aspekt ins Spiel, der die Adoption von Objekt Storage verlangsamt.

Ein dritter Hinderungsgrund ist es, dass Objekt Storage für unstrukturierte Daten ausgelegt ist. Dies liegt an den Dateiattributen und wie sie gespeichert werden. Ein traditionelles Dateisystem wie NTFS speichert die Attribute im Dateisystem. Jede Datei erhält einen Zeitstempel, eine Zugangskontrollliste und andere Merkmale. Im Gegensatz dazu legt Objekt Storage diese Attribute in einer Datenbank ab und dies macht die Indizierung effizienter. Diese Datenbankabfragen erlauben eine hohe Skalierbarkeit.

Strukturierte Daten enthalten eigene Indizes und sind besser für Block Storage geeignet. Obwohl es möglich ist, strukturierte Daten auf Objekt Storage zu speichern, entsteht dadurch ein erheblicher Overhead, weil sowohl die Storage als auch die strukturierten Daten Indexvorgänge starten. Wenn dann Daten auch noch auf Nicht-Flash gespeichert sind, gibt es einen bedeutenden Leistungsabfall.

All diese Faktoren machen es unwahrscheinlich, dass Objekt Storage in absehbarer Zukunft andere Storage-Typen verdrängt.  

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2017 aktualisiert

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