Open Source Object Storage richtig bewerten

Wer eine Open-Source-Objektspeicherlösung sucht, sollte die Anforderungen und Risiken kennen, die diese Lösung mit sich bringt.

Derzeit sind zwei Open-Source-Programme für Object Storage verfügbar: OpenStack Swift und Ceph.

Das OpenStack-Swift-System ist allerdings etwas bekannter im Markt als Ceph. Viele Hersteller behaupten, dass sie OpenStack unterstützen, was ein wenig verwirrend ist, da OpenStack aus vielen unterschiedlichen Open-Source-Projekten besteht. Das wohl bekannteste darunter ist Nova, die Open-Source-Komponente für Compute. Nova arbeitet mit Storage über OpenStack Cinder oder Swift. Cinder ist das Block- und File-API für externe SAN-, DAS- oder NAS-Systeme. Swift ist die Schnittstelle für das OpenStack Object Storage. Es gibt sehr viel weniger Hersteller, die OpenStack Swift anbieten als die, die Cinder und Nova unterstützen.

Open Source Object Storage implementieren: eine technologische Checkliste

Die Entscheidung, ob ein Object Storage basierend auf Swift oder Ceph implementiert werden soll, sollte man nicht leichtsinnig treffen. Beides sind gute Open-Source-Projekte, aber jedes für sich hat auch Nachteile. Will der IT-Manager die Technologie-Optionen bewerten, so muss er auf einige Dinge achten.

Bestimmen Sie die Anforderungen und Ziele für das Objektspeicherprojekt. Unternehmen müssen vorher bestimmen, was sie mit dem Projekt erreichen wollen und wie dies funktionieren wird. Was sind die internen Erwartungen? Was sind die Performance-Anforderungen? Wie sieht es mit der Datenstabilität, der Skalierbarkeit, der geografischen Verteilung, dem Management, den Betriebskosten, dem administrativen Aufwänden und der Ausfallzeit aus?

Priorisieren Sie interne Anforderungen. Teilen Sie ihre Anforderungen in folgende Kategorien ein: Unverzichtbar (eine Lösung ohne dies wird nicht erworben), Wichtig (eventuell sind Ausnahmen möglich) und Verzichtbar (es wäre schön es zu haben, aber der Betrieb läuft auch ohne). Überprüfen Sie die Fähigkeiten, Funktionen und den Leistungsumfang jedes Object-Storage-Produktes und vergleichen Sie diese mit den internen Anforderungen.

Evaluieren Sie interne Expertise und Fähigkeiten. Um mit Objektspeicher umgehen zu können, bedarf es Kenntnisse in Scripting/Coding, Problembehebung, Tests, Qualitätsmanagement und Dokumentation. Diese Kenntnisse werden höchstwahrscheinlich für ein solches Projekt gebraucht. Fehlt eine Funktion, dann muss diese intern geschrieben, getestet, dokumentiert und auf Probleme und Qualität geprüft werden. Das gleiche gilt für Bugs und deren Behebung. Es ist schwieriger, einen Open-Source-Anbieter wegen fehlender Funktionen unter Druck zu setzen als einen traditionellen Software-Anbieter.

Bestimmen Sie mögliche Risiken. Was passiert, wenn die Open-Source-Software versagt oder Daten verloren gehen? Wie soll Data Protection implementiert werden? Wer ist intern dafür verantwortlich, dass die Software funktioniert und korrekt verwaltet wird? Wer ist dafür zuständig, Bugs zu finden, zu dokumentieren und zu beheben sowie für die Tests, das Quality-Management und das Ausrollen von Bug Fixes.

Versuchen Sie, die anfallenden Kosten so gut wie möglich im Vorfeld zu umreißen. Für Open Source Object Storage benötigt man keinerlei Lizenzen. Trotzdem fallen Kosten an, zum Beispiel die für die benötigte Hardware, Server, Drives (HDDs und SSDs), Strom und Kühlung sowie für Platz im Rack/RZ. Hinzu kommen Kosten für die Administration, eventuelle Schulungen, Ausfallzeiten und Equipment für die Problembehebung.

Wertet man diese Faktoren nun aus, dann sollte man in der Lage sein, eine fundierte Entscheidung darüber treffen können, ob ein Open Source Object Storage für das Unternehmen, dessen Anforderungen und Budget geeignet ist.

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Artikel wurde zuletzt im September 2015 aktualisiert

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