Performance von Cloud-Object-Storage eignet sich nicht für jede Umgebung

Object Storage in der Cloud mag kostengünstig sein, aber wenn es um die Performance geht, sollte man auf einige Dinge achten.

Object Storage in der Cloud mag zunächst attraktiv erscheinen, da er weitaus kostengünstiger als andere ist. Benötigt man aber Performance für oberste Daten-Tiers, so sollte der Anwender eine Entscheidung zugunsten dieses Storages überdenken.

Üblicherweise kostet Cloud-Object-Storage zwischen zwei und drei Cents pro Gigabyte pro Monat, während Block-basierter oder File-Storage gern das bis zu Dreißigfache kosten kann. Das ist ein sehr großer Preisunterschied, der verdeutlicht, warum viele Anwender lieber Object Storage als Block- oder File-Storage in der Cloud nutzen.

Allerdings gibt es hier, wie überall, auch Nachteile. Ein Grund, warum Object Storage in der Cloud so günstig ist, ist die Performance, die sich nicht für primäre Anwendungen eignet. Das gilt erst recht, wenn es sich um strukturierte Applikationen wie Datenbanken handelt. Die Performance von Cloud-Object-Storage liegt meist unter dem akzeptablen Muss für viele Anwender und ihre Applikationen.

Darüber hinaus ist das Object Storage weniger konsistent als Block- oder File-Storage in der Cloud, mit Ausnahme vom Cloud-Object-Storage von Joyent Manta. Der Vorteil der Konsistenz des Objektspeichers liegt darin, dass sich ältere Versionen der Daten noch lesen und ändern lassen, bevor sie vom Object Storage aktualisiert werden.

Das bedeutet, dass sich Object Storage am besten für sekundäre oder Nearline-Anwendungen eignet. Dazu gehören beispielsweise Active Archives, Backup, eDiscovery, Daten-Replikas sowie Restores. Das heißt aber nicht, dass es sich generell gar nicht für primäre Anwendungen eignet. Es heißt nur, dass die Erwartungen entsprechend gesetzt werden sein sollten. Und wie überall, gibt es auch hier Ausnahmen.

Viele Internet-Provider bieten gratis E-Mail-Anwendungen an, um mit Gmail, Hotmail or Yahoo Mail konkurrieren zu können. Sie tun das, weil sie wissen, dass die Kundentreue viermal höher ist, wenn Kunden ihre E-Mail-Domäne nutzen. Allerdings stellen Server und Storage hier eine große Kostenstelle dar. Einige Anbieter von Object-Storage-Software wie Amplidata, Quantum und Scality haben ihre Software so angepasst, dass diese eine Performance gewährleistet, die SAN-Storage-Niveau hat. Diese kann dann den E-Mail und anderen Anwendungen zu einem Bruchteil des Preises zur Verfügung gestellt werden.

Bevor Sie also einen Cloud-Service-Provider mit Object Storage auswählen, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Cloud-Applikation mit dessen Object Storage kompatibel ist. Dabei sollten Sie auch Lasttests durchführen, um zu prüfen, ob die Performance für Sie akzeptabel ist.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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