Persistenter Speicher für Container: Der Kampf tobt

Persistenter Speicher für Container ist zweifellos ein Zukunftsthema. Aber der Weg in diese Zukunft ist noch sehr unklar und stark umkämpft.

Das Thema ist umkämpft: Unzweifelhaft ist persistenter Speicher für Container eine große Zukunftsfrage, aber es ist zweifelhaft, wie dies umgesetzt werden soll.

Neben der Frage der Sicherheit ist persistenter Speicher im Moment eines der Topthemen bei der Weiterentwicklung von Containern. Es sind bereits einige Start-ups entstanden, die genau dies umsetzen wollen, aber in der Computer-Branche insgesamt gibt es noch viel Unsicherheit.

Eines dieser Start-ups, nämlich ClusterHQ, ist bereits wieder untergegangen. Die von ClusterHQ herausgebrachte Open-Source-Lösung Flocker erlaubt externen Storage, mit Containern in Verbindung zu treten, wenn sie gestartet oder gestoppt wurden. Flocker hat einige Aufmerksamkeit auf sich genau gezogen, aber ClusterHQ konnte mit dem Open-Source-Geschäftsmodell nicht überleben. Jetzt gibt es viele Zweifel, ob Flocker künftig ausreichend unterstützt wird.

Start-ups wollen einspringen

Ray Krueger, VP of Engineering Hyatt Hotels, fordert, die Cloud Native Computing Foundation solle einen Storage-Standard auf der Basis von Flocker mit Unterstützung traditioneller Anbieter schaffen. Ob und wann das passiert, steht aber in den Sternen.

In der Zwischenzeit springen andere Start-ups in die Bresche. Dazu gehört etwa Portworks: Die Technologie von Portworks wird als Container ausgerollt und bringt alles, was auf einem Host benötigt wird, um eine Stateful-Anwendung laufen zu lassen. Portworks unterstützt Container-Speicher auf jeder Linux-Datenbank. Es gibt Funktionen für Daten-Management und Sicherheit wie Zugangskontrolllisten, Audit Logs, Verschlüsselung und Hochverfügbarkeit für Container.

Das Forschungsinstitut Translational Genomics Research Institute (TGen) setzt die Software von Portworks in Verbindung mit Dell EMC Arrays im produktiven Betrieb ein. Die Anforderung bei TGen war, Daten in einen Container zu senden, dann in ein Archiv zu übertragen und anschließend in einem Zeitraum von zwei bis fünf Jahren Tests zu fahren. Dies konnte mit der Portworks Lösung umgesetzt werden.

Wachstumsschmerzen und unausgereifter Markt

Auch etablierte Anbieter wollen im Container-Storage-Markt mitmischen. Dell EMC hat sein REX-Ray-Plug-in für persistenten Speicher in den Docker Store gestellt. REX-Ray liegt aktuell in der Version 0.9.1 vor und ist damit noch nicht aus der Beta-Version herausgekommen. Allerdings kann ein Plug-in keine umfassenden Management-Funktionen bieten.

Gary Chen, Analyst beim Marktforschungsinstitut IDC, ist skeptisch: „Auf der Basisebene des persistenten Speichers funktioniert es, aber es ist nicht sehr robust.“

Start-ups wie Portworks oder Blockbridge mögen bessere Technologien bieten, haben es aber als neue Anbieter schwer, im umkämpften Storage-Markt Aufmerksamkeit zu erregen.

Taylor Brown, Principal Lead Program Manager für Windows Virtualization bei Microsoft, warnt, auch wenn es Werkzeuge für persistenten Container-Speicher gebe, seien Unternehmen noch nicht so weit, diese auch einzusetzen.    

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Artikel wurde zuletzt im September 2017 aktualisiert

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