Problembehandlung bei SATA-Laufwerken

Probleme treten bei Festplatten-Systemen immer wieder auf, auch bei SATA. Die Fehlersuche erfordert klare Strategien und Vorgehensweisen.

Dieser Artikel behandelt

Disk-Laufwerke

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Unterschiede zwischen beidem. Bei der Installation oder Problembehandlung von SATA-Laufwerken können Sie zur Unterstützung die folgende Checkliste verwenden.

Probleme mit Ihrem SATA-Laufwerk eingrenzen

Wie bei jeder Problembehandlung ist ein methodisches Vorgehen am besten dafür geeignet, Probleme mit SATA-Laufwerken zu identifizieren. Bei Festplatten beginnt man dabei am besten mit der Stromversorgung und arbeitet sich dann weiter zur Hardware und zum Betriebssystem.

  • Geht die „Power“-Leuchte an? Stellen Sie sicher, dass der Computer eingeschaltet ist und prüfen Sie, ob Sie den Ventilator der Stromversorgung hören können.
  • Beginnt sich das Laufwerk zu drehen? Achten Sie auf Geräusche, die zeigen, dass sich das Laufwerk dreht und dass sich sein Kopf über die Spuren bewegt. Wenn kein Drehen zu bemerken ist, prüfen Sie erneut die Stromversorgung und die Interface-Kabel.
  • Erkennt der Computer das Laufwerk? Stellen Sie sicher, dass das Laufwerk im BIOS erkannt wird. Wenn nicht, wählen Sie im Setup-Programm des Systems die Option Auto-Erkennung. Wenn das nicht hilft, stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Version der Controller-Firmware und des Computer-BIOS haben. Wenn das System dann immer noch nichts sieht, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Laufwerk defekt ist. Versuchen Sie, es in einem anderen Computer zu installieren und einen anderen Controller (wenn er sich nicht auf dem Mainboard befindet) zu verwenden.
  • Wird das Laufwerk von FDISK erkannt? Mit dem Befehl FDISK/STATUS können Sie prüfen, ob das Betriebssystem das Laufwerk erkennt. Falls nicht, schafft auch hier in den meisten Fällen die Aktualisierung von BIOS und Firmware Abhilfe.
  • Zeigt ScanDisk Probleme an? Verwenden Sie ScanDisk, um das Laufwerke auf kaputte Sektoren und andere Probleme zu prüfen, die seinen Betrieb stören könnten.
  • Was sagt die System-Diagnose? Für die meisten Festplatten lassen sich von den entsprechenden Websites Diagnose-Pakete herunterladen, die dabei helfen, Probleme bei bestimmten Typen zu identifizieren.

Verbindungen

  • Halten Sie die richtigen Kabel bereit. Meistens werden die Interface-Kabel bei SATA-Laufwerken mitgeliefert. Denken Sie hier daran, dass SATA-Kabel nicht länger sein sollten als einen Meter
  • Achten Sie auf festen Anschluss des Stromkabels. SATA-Laufwerke verwenden einen speziellen Typ von Stromanschluss-Stecker, wobei einige auch Verbindungen nach ATA akzeptieren.
  • Prüfen Sie, ob jedes Laufwerk richtig mit dem Controller verbunden ist. SATA-Laufwerke lassen sich nicht als „daisy chain“ anschließen – jedes braucht eine eigene Daten-Verbindung zum Controller. Sorgen Sie dafür, dass die entsprechenden Stecker sauber und eng sind.
  • Spielen Sie nicht mit den Jumpern herum. Anders als bei ATA und SCSI müssen SATA-Laufwerke nicht terminiert werden und brauchen auch sonst für normalen Betrieb keine speziellen Jumper-Einstellungen. Falls Jumper bei SATA-Laufwerken vorhanden sind, dann dienen sie zur Aktivierung spezieller Funktionen wie Stromsparen. Meistens sind die Einstellungen ab Werk hier genau richtig. Wenn Sie irgendwelche Sonderfunktionen aktivieren müssen, lesen Sie zunächst genau die Dokumentation zu den Jumpern.

Betriebssystem und BIOS

  • Stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Revision des BIOS für das Laufwerk haben. SATA-Laufwerke sind noch so neu, dass die Hersteller mit jeder Revision Probleme lösen.
  • Keine Sorge, wenn Ihr System Ihr neues Laufwerk als SCSI identifiziert – manche Betriebssysteme machen das regelmäßig, und es hat keine Folgen für Ihren Computer.

Cache-Einstellungen

  • Manche Nutzer berichten, dass das Abschalten des Caches eines Laufwerks helfen kann: Es soll für mehr Stabilität sorgen und Schreib- und Lesefehler verhindern.

Über den Autor: Rick Cook schreibt über Massenspeicher seit den Tagen, als dazu noch Floppy-Disks mit 80 Kilobyte gezählt wurden. Seit 20 Jahren arbeitet er als freiberuflicher Autor mit Spezialisierung auf Storage und andere Computer-Themen.

Artikel wurde zuletzt im Juni 2005 aktualisiert

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