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Probleme beim Backup virtueller Maschinen

Es kommt zwar nicht häufig vor, aber beim Backup virtueller Maschinen kann einiges schiefgehen. Wir zeigen Ihnen die häufigsten Probleme, die auftreten können.

Normalerweise ist der Backup-Prozess virtueller Maschinen (VM) einfach und zuverlässig. Aber manchmal geht doch etwas schief.

Wir zeigen die häufigsten Probleme, die auftreten können.

Nicht genügend Speicherplatz auf dem Backup-Ziel

Es erscheint auf den ersten Blick lächerlich, dass der Speicherplatz ausgeht. Schließlich kümmert sich ein guter Administrator sorgfältig um den vorhandenen Platz, um solche Probleme zu verhindern. Trotzdem kann ein solches Phänomen unerwartet auftreten.

Das liegt meist an unvorhergesehenem Datenwachstum, das bei virtuellen Maschinen ebenso wie bei anderen Varianten des Backups vorkommen kann. Aber das Problem tritt etwas häufiger in virtuellen Umgebungen auf, weil virtuelle Maschinen sehr dynamisch sind.

Beispielweise könnte ein Administrator verschiedene VMs auf einen anderen Host migrieren und damit das Datenvolumen auf diesem Host erhöhen oder neue VMs anlegen, ohne daran zu denken, welche Auswirkungen dies auf das Backup hat.

Geringer Plattenplatz auf einem Host oder einer VM

Es ist ziemlich offensichtlich, dass mangelnder Speicherplatz bei einem Backup Probleme macht. Aber auch bei einzelnem Host oder VM kann es zu Platzproblemen kommen. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein solcher Effekt auftreten kann, aber an erster Stelle zu nennen sind Volume Copy Shadow Services (VSS).

Standardmäßig werden VSS 120 Sekunden zum Erstellen einer Shadow Copy eingeräumt. Wenn der Prozess bis dahin nicht beendet ist, wird die Fehlermeldung Flush Writes Timeout Error (0x80042313) erzeugt.    

Wenn der Speicherplatz eines Systems knapp wird, dann könnte das New Technology File System langsamer laufen. Auch Solid-State Disks werden ausgebremst, wenn der verfügbare Platz kleiner wird. Diese Faktoren können ein Timeout bei VSS erzeugen, bevor eine Shadow Copy angelegt ist, ganz abgesehen davon, dass eine fast volle Platte nicht genügend Platz für den VSS Buffer haben könnte.

Niedriger Speicher innerhalb einer VM

Das Windows Betriebssystem ist so ausgelegt, dass eine Pagefile bei niedrigem physischen Speicher aushelfen soll. Wenn der Speicher langsam knapp wird, werden Memory Pages zwischen Hauptspeicher und Disk hin- und hergeswappt. Übertriebenes Swapping führt einen Zustand namens Trashing herbei. Dabei wird die Pagefile mit Swap Requests bombardiert und das Gesamtsystem läuft dann sehr langsam. Dieser Zustand gilt nicht nur für VMs, sondern auch für physische Maschinen.

Wie schon gesagt, hat VSS nur einen begrenzen Zeitraum, um einen Snapshot zu erzeugen. Exzessives Virtual Memory Paging kann eine VM so verlangsamen, dass der VSS Snapshot Prozess nicht rechtzeitig beendet werden kann. Übertriebenes Swapping ist nicht die einzige Ursache für dieses Problem, auch exzessive I/O Loads können für die VSS Ärger bedeuten.

Abhängigkeiten von VMs untereinander

Beim Backup oder Restore virtueller Maschinen sind auch die komplexen Abhängigkeiten von VMs untereinander in einer virtuellen Umgebung eine Sache, die zu Sorgenfalten führen kann. Eine Multi-Tier Anwendung könnte von Active Directory, Domain Name Systemen oder verschiedenen Datenbankservern abhängig sein. Die einzige Methode, eine solche Anwendung angemessen zu schützen, besteht darin, alle diese Abhängigkeiten einzubeziehen.

Dies wird dadurch kompliziert, dass die abhängigen Ressourcen über verschiedene Hosts verteilt oder in der Public Cloud sein könnten oder in virtuellen Umgebungen sitzen, die das Backup nicht sehen kann. Deswegen ist es so wichtig, die Wiederherstellung eines Backups zu testen. Nur durch ausgiebige Tests können Sie sicherstellen, dass eine komplexe Anwendung ausreichend geschützt ist.

Übersprungene VMs

Manchmal werden nicht alle VMs auf einem Host ins Backup einbezogen. Das kann vorkommen, wenn Guest-Level Backups angelegt werden und neu geschaffene VMs nicht für das Backup berücksichtigt werden. Auch bei Host-Level Backups kann dies auftreten, wenn die Backup-Software nicht so konfiguriert ist, dass neue VMs automatisch erkannt werden.

VMs fallen während des Backups aus

Ich habe es zwar nicht persönlich erlebt, aber es gibt Berichte, dass Hyper-V VMs während eines Backups auf hochdichten Hosts ausfallen können. Der Grund dafür ist, dass Hyper-V VMs kurz in einen Saved State versetzt werden müssen, wenn ein Backup ansteht. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Hyper-V VMs auf einem Betriebssystem laufen, auf dem Hyper-V Integration Services nicht unterstützt werden.

Wenn eine benachbarte VM dafür konfiguriert ist, dynamischen Speicher zu nutzen, ist es theoretisch möglich, dass eine solche VM sich den Speicher einer anderen VM schnappt, während diese im Saved State ist. Wenn die betroffene VM dann den Saved State verlässt, könnte nicht mehr genug Speicher zum Start vorhanden sein.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert

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