Regel-basierte Automatisierung für die Verbesserung von Data Protection

Durch Automatisierung und entsprechende Policies lassen sich auch die Replikation von Daten und Disaster Recovery (DR) deutlich verbessern.

Storage-Automatisierung ist allgemein bestens bekannt für den Einsatz bei Speicher-Provisionierung, aber sie kann auch für Data Protection von Nutzen sein.

Jeder Hersteller verfügt über seinen eigenen Ansatz bei Storage-Automatisierung, und es gibt zudem eine ganze Bandbreite von Features, die zu dem Konzept des automatisierten Speicherns von Daten gehören. Storage-Automatisierung eignet sich besonders gut für Data Protection, wenn automatisierte Data Replication eingesetzt wird. Regel- oder Policy-basierte Automatisierung kann die altbewährte Technologie von Data Protection wesentlich flexibler gestalten, als das bisher möglich war.

Automatisierung von Storage Replication

Traditionellerweise konnte man Replikation auf der Storage-Array- oder auf der LUN-Ebene definieren. Ungeachtet der angewandten Methode musste es einen gewissen Grad an Konsistenz zwischen dem Ursprungs- und dem Zielort geben. Wenn zum Beispiel Replikation auf der Speicherhardware-Ebene durchgeführt wurde, mussten die Ursprungs- und Ziel-Storage-Arrays identisch oder zumindest gleich groß sein.

Das Problem mit diesem Ansatz besteht darin, dass alles auf dem Array repliziert werden muss. Dies treibt nicht nur die Hardware-Kosten wegen der besonderen Anforderungen in die Höhe, sondern es kann auch die Replikationsgeschwindigkeit beeinträchtigen. In jedem Unternehmen gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach Daten und/oder virtuelle Maschinen (VMs) – zum Beispiel in der Form von redundanten Domain-Controllern –, die garantiert nicht repliziert werden müssen. Wenn Replikation auf der Ebene der Speicher-Hardware eingesetzt wird, werden Netzwerk-Bandbreite und Speicher-I/O in Anspruch genommen, weil unnötige Infrastrukturdaten repliziert werden.

Policy-basierte Speicher-Automatisierung besitzt das Potential, den Replikationsprozess effizienter zu gestalten und zugleich die Kosten nach unten zu drücken. Wie gesagt, bietet jeder Hersteller verschiedene Features an, aber es gibt einige besondere Produkte, mit denen man die Replikations-Topologie virtualisieren kann, so dass sich der ganze Replikationsprozess nach den Unternehmenswünschen individuell gestalten lässt. 

Speicheradministratoren können auf dieser Basis Regeln oder Policies aufsetzen, mit denen Replikation auf der VM-Ebene oder sogar auf der Ebene virtueller Festplatten durchgeführt werden kann. Darüber hinaus erlaubt es der Abstraktions-Layer, Daten zwischen unterschiedlichen Speicher-Architekturen zu replizieren. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen die Inhalte eines physikalischen Storage Arrays in ein virtuelles SAN oder in eine Cloud-Storage-Umgebung replizieren.

Fehlschlagende Datenoperationen zu sekundären, externen Speicher-Architekturen sind für viele Unternehmen ein dauerndes Ärgernis gewesen. Mit Speicher-Automatisierung wird es möglich, auch den Failover-Prozess zu automatisieren. Zu den Aufgaben, die man automatisieren kann, gehören das Schließen der originalen VMs, die Festlegung der Startprozesse der VMs an dem entfernten Speicherort und die Vergabe neuer IP-Adressen für die replizierten virtuellen Maschinen.

Policy-basierte Automatisierung und Testen von Disaster Recovery (DR)

Automatisierung ist auch extrem nützlich, wenn es um das Testen von Disaster-Recovery-Plänen geht. In der Vergangenheit war das DR-Testen schwierig, weil es viel Zeit in Anspruch nehmen und sich potentiell störend auf bestehende Geschäfts- und Backup-Prozesse auswirken konnte.

Modernes DR-Testen dreht sich oft um den Einsatz von Speicher oder VM-Snapshots. Auch wenn es in der Regel möglich ist, diese Snapshots manuell zu ziehen, macht die Automatisierung jedoch die Durchführung von Recovery-Tests wesentlich einfacher. Dies trifft besonders dann zu, wenn es sich um das Recovery von Multi-Tier-Applikationen handelt. 

Solche Anwendungen erstrecken sich oft über mehrere Server, und ein automatisierter Prozess ist in der Lage, für jeden erforderlichen Server (einschließlich Infrastruktur-Server wie Domain-Controller- oder DNS-Server) eine Umgebung für Snapshot-Recovery zu erzeugen. Die automatisierte Testroutine kann zudem einen isolierten virtuellen Netzwerkbereich schaffen, der die verschiedenen Komponenten miteinander verbindet und jeder VM eine IP-Adresse zuordnet – ohne dass diese Komponenten im produktiven Netzwerk erscheinen.

Es gibt viele verschiedene Ansätze, Regel-basierte Speicher-Automatisierung für den verbesserten Einsatz von Data Protection und Disaster Recovery einzusetzen. Welche Variante ein Unternehmen wählt, hängt davon ab, für welchen Hersteller und welche Produkte man sich entschieden hat. Entscheidend ist, die geeigneten Automatisierungsfunktionen herauszufinden und sie entsprechend der Unternehmensstrategie einzusetzen.

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Artikel wurde zuletzt im April 2015 aktualisiert

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