Sinnvolles Management der Daten, die in der Cloud gesichert sind

Daten, die in einer Public Cloud gespeichert sind, stellen besondere Anforderungen an das Cloud-Storage-Management. APIs und Tools helfen dabei.

Auch Cloud Storage muss gemanagt werden. Administratoren, die sich um die Anwendungen und Daten in der Cloud kümmern, müssen wissen, wo genau die Daten des Unternehmens abgelegt sind. Und sie müssen die Tools dafür an der Hand haben, die für ihre Verwaltungsaufgaben notwendig sind. 

Administratoren können zum Beispiel Cloud Storage managen, indem sie einen Web-Browser, eine klassische Kommandozeile oder dafür definierte APIs benutzen – je nach den Vorgaben des Providers, mit dem man zusammenarbeitet, und den von ihm angebotenen Kontrollmöglichkeiten. Ziel muss es auf jeden Fall sein, die Management-Tools des Providers so zu nutzen, dass sie den Geschäftsanforderungen des Unternehmens gerecht werden.

Um Daten, die in der Cloud gespeichert sind, wirklich effektiv verwalten zu können, ist es zunächst wichtig, die Architektur, Software-Layer und Interfaces zu verstehen, die der Provider für Storage in seinem Rechenzentrum einsetzt. Man sollte sich nach einem Web-Interface umsehen, das direkten Zugang zu den Storage-Ressourcen in der Cloud ermöglicht, so wie es Amazon mit der Web Services Management Console oder dem Command Line Interface (CLI) ermöglicht.

Wer beabsichtigt, Software zu entwickeln, die eine Verbindung mit den Cloud Storage Services herstellt, sollte sich vorher vergewissern, ob sie mit den Standards von Web-Interfaces wie Simple Object Access Protocol (SOAP) oder Representational State Transfer (REST) kompatibel ist, die zahlreiche Entwicklungsplattformen unterstützen. 

APIs, die für Cloud Provider verfügbar sind, können in dramatischer Weise die Entwicklung von On-premise-Software für Cloud Storage Services vereinfachen und rationalisieren. Zum Beispiel unterstützt Google mit seinem Cloud Storage XML API in Verbindung mit seiner JavaScript Object Notation (JSON) das REST-Interface.

Man sollte sich auch die Features jenseits der Security-Kontrollen anschauen. Provider für Cloud Storage wie zum Beispiel Amazon Web Services (AWS) unterstützen automatische Migration, mit der sich gespeicherte Daten von Simple Storage Service (S3) zu Glacier verschieben lassen, je nach dem Alter der Storage-Objekte. 

Da Dienstleistungen wie Glacier deutlich günstiger als S3 sind, kann das IT-Team eine einfache Funktion für Storage Lifecycle Management einrichten, um ältere und nur noch selten gebrauchte Daten auf diese Weise zu archivieren. Automatisches Löschen ist in diesem Zusammenhang ein anderes wichtiges Feature für Datenmanagement: Es entfernt alte oder nicht mehr für den Geschäftsablauf benötigte Daten, was auch allgemeinen Speicher-Policies und Compliance-Anforderungen zugute kommen könnte. Außerdem spart man auch so Kosten ein, da sich das gespeicherte Datenvolumen regelmäßig verkleinert.

Die Kontrolle über die Storage-Locations ist ein weiterer wichtiger Aspekt, wenn es um das Management von Daten geht, die in der Cloud gespeichert sind. Zu den größten Bedenken bei Public Cloud gehört es, dass man nicht weiß, wo die eigenen Informationen letztendlich liegen. Theoretisch können sie in einer Public-Cloud-Architektur an jedem beliebigen Ort auf dem Globus abgelegt werden. Eine solche Situation ist für Unternehmen in bestimmten Regionen oder in stark regulierten Märkten – besonders in Europa und zunehmend in Deutschland – nicht akzeptabel. 

Nicht den Vorschriften oder Vorgaben entsprechend gespeicherte Daten führen zu Sicherheitsrisiken und können bei Verstößen gegen Gesetze sogar strafrechtliche Folgen haben. Die IT-Industrie hat allerdings zum Teil schon auf diese Situation reagiert. So erlauben Services für Cloud Storage wie AWS S3 den Kunden, selbst die geographische Region festzulegen, in der ihre Daten gespeichert werden sollen. 

Neben den Compliance- und Sicherheitsbedenken bringt diese Kontrolle durch die Kunden noch einen anderen Vorteil: Die Daten befinden sich in der Regel näher am Standort der Kunden, wodurch mögliche Latenzzeiten beim Datentransfer zum Provider und zurück geringer ausfallen.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2015 aktualisiert

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