Universal Pictures

So bauen Sie Storage-Infrastruktur mit der Science Fiction-Methode Metaluna IV

Wir zeigen, wie sie aus undokumentierten Teilen eine Storage-Infrastruktur aufbauen können, ähnlich wie im Film „Metaluna IV antwortet nicht“.

Dieser Artikel behandelt

Disk-Arrays

ÄHNLICHE THEMEN

Wer sich an alte Science-Fiction-Filme erinnert, kennt sicher auch „Metaluna IV antwortet nicht“.

In diesem Film von 1955 ging es darum, dass ein Wissenschaftler aus großen Kisten voller Elektronik eine Maschine zusammenbaut, über deren Funktion er nur rätseln kann, und heraus kommt ein so genannter Interozitor.

In ähnlicher Weise habe ich aus undokumentierten Teilen vor kurzem eine Storage-Infrastruktur aufgebaut. Ich war mir nicht sicher, ob am Ende eine leistungsfähige Maschine herauskommen würde, habe mich aber der Herausforderung gestellt.

Der Hintergrund

Meine Testkonfiguration aus zwei DataCore-Symphony-Servern hatte sich zu einem Mischmasch aus externen Storage-Boxen entwickelt, verbunden durch alle möglichen Kabel, von USB über eSATA und Fibre Channel (FC). Jeder Slot jedes installierten StarTech.com eSATA Boards war bis zum Anschlag ausgereizt. Die Laufwerke waren virtualisiert und durch DataCore zu einem Storage Pool zusammengefasst, der zwischen beiden Servern aufgeteilt war. Alles auf einem Disk Set wurde auf das andere repliziert. Als ich meine Forschungsprojekte für das Jahr 2016 beendet hatte, fand ich es an der Zeit, die Data Storage-Infrastruktur neu zu strukturieren und eine sinnvolle Ordnung hineinzubringen.

Zur Jahreswende erhielt ich das Angebot, drei gebrauchte Arrays von Promise Technology zu erhalten. Diese waren über iSCSI, FC und SAS verbunden. Ein Freund stellte sie mir zur Verfügung, um sie vor dem Mülleimer zu retten und mir zum „Upcycling“ zu überlassen. Bei der Anlieferung stellte ich fest, dass sie wirklich schwer waren und mehrere hundert Terabyte Speicher mit 500 GB SATA-Festplatten enthielten. Ich hätte merken müssen, dass etwas nicht stimmte, als sich mein Freund schnell aus dem Staub machte, nachdem er die Arrays ausgeladen hatte.

Erste Filmrolle: Das Setup

Ich habe dann einige stabile Gehäuse gekauft und die Storage-Arrays dort eingebaut, mit 12, 12 weitere und 16 Bays. Es waren zwei FC und ein SAS Chassis. Beim Einschalten machten die Arrays einen Krach wie in einem Flugzeughangar, viel zu laut für mein Büro.

Ich suchte also nach sauberen Ventilatoren und Netzteilen, um genügend Strom und Netzwerkverbindungen zu legen, um das ganze Ding in einem Lagerraum unterzubringen, etwa 30 Meter und zwei Wände von meinem Arbeitsplatz entfernt. Es stellte sich nun das Problem der Verbindung zwischen den Racks und den Servern.

Zweite Filmrolle: Die Herausforderung

Mein Plan war, den Inhalt der externen eSATA, USB und iSCSI Storage in die größeren virtuellen Kapazitäts-Pools zu überführen, die mit den neuen Geräten aufgebaut würden.

Dafür musste ich die neuen Arrays mit den Servern verbinden und sie in den DataCore Pool einbringen, um den Inhalt aller kleinen Storage-Boxen zu überspielen, bevor ich sie in den Ruhestand schickte.

Hier stellte sich die erste Herausforderung: Ich hatte keine Slots in den Servern für zusätzliche Host Bus Adapter (HBA) mehr frei, egal ob FC oder SAS. Wie ich auf eBay herausfand, benötigte ich einen PCIe x16 Slot für jeden HBA. Meine Server hatten jeweils zwei, eine für eine Video-Karte und die andere für eine Two-Port FC Adapter für Failover Clustering. Die eSATA externen Port Cards verwendeten PCIe x1 Slots. Es blieben nur einige altmodische PCI 32-bit Slots.

Billige HBAs von einem Händler oder über eBay zu bekommen war kein Problem, aber das nützte mir nichts, wenn ich keinen freien Slot hatte.

Um es kurz zu machen, stellte sich heraus, dass das größte Gerät tatsächlich iSCSI nutzte und aus irgendeinem Grund auf einen FC Controller umgerüstet worden war.

Dritte Filmrolle: Der krönende Abschluss      

Es wird noch erhebliche Testanstrengungen erfordern, um herauszufinden, ob die Transplantation des Controllers wirklich funktioniert. Auf jeden Fall habe ich jetzt eine Infrastruktur mit sowohl SAS als auch FC. Es könnte sein, dass wir den FC Controller in das SAS-Gerät einbauen müssen, um es auf FC umzustellen. Das würde es erlauben, alle Storage-Geräte mit einer FC-Verbindung auf dem bestehenden HBA anzuschließen. Die Alternative wäre, einen gebrauchten Brocade FC-Switch für weniger als 80 Dollar zu kaufen und alle Kabel darüber laufen zu lassen.    

Jedenfalls läuft mein Interozitor jetzt und in Kürze werde ich alle meine Storage virtualisieren und anschließend die kleinen Arrays mit vier Laufwerken in Rente schicken.

Im nächsten Schritt habe ich vor, ein Bandlaufwerk mit LTO 5 oder besser anzuschließen und die gesamte Plattform mit StrongLINK von StrongBox Technologies zu überlagern. So kann ich automatisch ältere Dateien auf Band auslagern.

Insgesamt habe ich nur einige hundert Dollar und eine Menge Schweiß in eine gute Storage-Infrastruktur investiert, die nach oben skalierbar ist. Ein Hoch auf Metaluna!  

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

Snapshots: Mit dem Array oder mit dem Hypervisor?

So optimieren Sie die Storage-Leistung mit SSD-Caching und SSD-Tiering

Kosten für Big-Data-Lösungen: Oracle Appliance versus Eigenbau

Eine WAN-Verbindung zwischen mehreren MPLS-Providern herstellen

Artikel wurde zuletzt im März 2017 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Disk-Arrays

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close