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So bereiten Sie Ihr Unternehmen auf starke Stürme vor

Der Klimawandel erzeugt neue und bedrohliche Wetterphänomene. Sie sollten Ihre Disaster-Recovery-Strategie darauf vorbereiten und sorgfältig vorausplanen.

Der Klimawandel ist da und neue Wetterphänomene stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Die Analyse von Wetterrisiken sollte Teil einer Disaster-Recovery- und Business-Continuity-Strategie sein.

Die großen Hurrikans wie Harvey und Irma im Herbst 2017 und deren katastrophale Nachwirkungen waren eine schmerzhafte Erinnerung, dass sorgfältige Planung notwendig ist. Auch in Deutschland treten seit einigen Jahren immer wieder Tornados auf, die zuvor hierzulande völlig unbekannt waren. Sturmfluten können die Küsten bedrohen. Die Frage stellt sich, ob Ihre Disaster-Recovery- und Business-Continuity-Pläne robust genug sind, um diese Risiken einzubeziehen.

Zwar gibt es gut funktionierende Sturmwarnungen durch den Wetterdienst. Hurrikans und Tornados sind gefährlich genug, aber wie gehen Sie mit einem Microburst um? Dabei handelt es sich sozusagen um das Gegenteil eines Tornados, das bei starken Gewittern auftritt. Die Luft wird nach unten geschleudert und verteilt sich beim Aufprall auf den Boden in alle Richtungen. Das Ganze dauert oft nur Sekunden und eine Warnung davor ist fast unmöglich.

Selbst wenn die Behörden und Noteinrichtungen richtig funktionieren, sind nicht alle Wetterphänomene wirklich beherrschbar. Wie also kann dies in die Planung von Disaster Recovery und Business Continuity einbezogen werden?

Ein traditioneller Plan versucht Antworten auf alle Gefahren zu finden, aber für einen wirklich schweren Sturm ist dies nicht genug. Die beste Methode sind sorgfältige Vorbereitungen, Training der Angestellten und ständige Übungen.

Informieren Sie sich über Wetter und Klima

Führen Sie eine Risikoanalyse durch und werten Sie die Informationen der Wetterdienste aus. Als nächstes folgt eine Einschätzung der möglichen Geschäftsauswirkungen mit der Identifikation der Personen, Daten und Funktionen, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs nötig sind. Analysieren Sie die Klimadaten und bewerten Sie mögliche Gefahrensituationen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Liegt mein Standort in einer Gegend, in der Überflutung droht?
  2. Was passiert, wenn ein bis zwei Meter Wasser meine Büros überfluten?
  3. Wie können nach einem Netzausfall kritische Systeme aufrechterhalten werden?
  4. Können Ihre Angestellten von zu Hause aus arbeiten?
  5. Gibt es für Ihre Angestellten Ausweichmöglichkeiten, wenn Ihre Häuser durch Flut beschädigt sind?     

Wenn Sie diese Elemente berücksichtigen, sollten Sie Strategien entwickeln können, um Ihre wichtigen Vermögenswerte zu schützen. Bedenken Sie die Wiederinbetriebnahme überfluteter Büros oder zerstörter Gebäude. Bauen Sie Ihre Strategie entsprechend auf.

Technologie ist der Schlüssel zum Überleben

Wenn Ihre Firma in einer Gefahrenzone liegt, sollten Sie dafür sorgen, dass es für alle elektronischen Güter (Server, Systeme, Daten und Datenbanken) und Ressourcen Backups gibt, die für eine schnelle Wiederherstellung schnell aktiviert werden können.

Cloud-basierte Services sind hierfür gut geeignet. Wenn Sie die Cloud nutzen wollen, sollten Sie aber regelmäßig testen, ob Backup und Recovery in der Cloud auch wirklich funktionieren. Diese Tests geben auch Aufschlüsse, wie lange eine Wiederherstellung dauert.

Der Deutsche Wetterdienst und das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) in Großbritannien bieten eine Reihe von Dienstleistungen für Unternehmen. Das EZMW hat nichts mit der EU zu tun und ist daher vom Brexit wahrscheinlich nicht betroffen. Echte Emergency Notification Systeme (ENS) wie in den USA gibt es in Europa aber noch nicht.  

Nutzen Sie die technologischen Fortschritte und stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter auf eine Wetterkatastrophe vorbereitet sind.

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Artikel wurde zuletzt im November 2017 aktualisiert

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