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So kommen Hyperkonvergenz und Disaster Recovery zusammen

Hyperkonvergenz und Disaster Recovery sollten eigentlich miteinander komplementär sein. Aber bei der Abstimmung sollten Sie dennoch Vorsicht walten lassen.

Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) sollten eigentlich mit Disaster Recovery (DR) zusammenarbeiten. Aber obwohl beide eigentlich komplementär sind, ist es in der Praxis nicht so einfach.

Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) und Disaster Recovery (DR) haben unterschiedliche Support-Anforderungen und liefern unterschiedliche Endergebnisse.

Virtualisierte DR hat den großen Vorteil, dass sie die Hardware vom Software-Stack abkoppelt. Die Disaster-Recovery-Umgebung muss sich darauf verlassen können, dass die DR-Services korrekt funktionieren.

Ein hyperkonvergenter Stack soll Infrastrukturkosten reduzieren und das gilt auch für DR. Die meisten DR-Anwendungen behandeln einen virtuellen Server als einen Datensatz auf Disk und nutzen anschließend die Hypervisor-Schnittstelle (API), um diese Server online zu bringen. Virtuelle Server werden also genauso behandelt wie physische Server. Erst wenn die DR-Umgebung initiiert wird, werden die Dateien auf virtuellen Maschinen (VM) genutzt.

Der hyperkonvergente Stack wird vom Hardwareanbieter unterstützt, der wiederum mit dem Hypervisor-Hersteller zusammenarbeitet. Hin und wieder treten kleine Bugs auf, die eine Interaktion zwischen beiden Parteien erfordern.

Seien Sie vorsichtig

Hyperkonvergenz bringt zusätzliche Komplexität in die DR-Thematik. Oft nimmt die Zauberlösung für schnelle Inline-Deduplizierung eine Abkürzung und dies kann Probleme aufwerfen. Der Fall tritt zwar selten auf, aber die DR-Umgebungen können dadurch korrumpiert und unbenutzbar werden, wenn gewisse I/O Sequenzen abgerufen werden.

Solche Problemfälle können mit Überprüfungen der DR-Umgebung ans Tageslicht gebracht werden. Solche Prüfungen sollten Sie regelmäßig durchführen.

Sie sollten den Anbietern und Providern von DR und HCI die Frage stellen, ob das HCI offiziell vom Hersteller unterstützt wird. Ein hyperkonvergenter Stack ist so aufgebaut, dass ein Hersteller diesen bei Problemen End-to-End unterstützt. Software, die auf einer grundlegenden Ebene arbeitet, muss vom Hersteller gründlich getestet und zertifiziert werden. Ein Administrator kann es überhaupt nicht gebrauchen, wenn bei einem echten DR-Szenario eine virtuelle Maschine ausfällt.

Eigentlich sollten HCI-Umgebungen ohne Probleme laufen. Der größte Teil des Setups spielt sich im Compute ab, gefolgt von einer Systemabstimmung, die auf den Hosts aufsitzt und die Datenmigration und Replikation unter den Sites übernimmt. Ihre erste Aktion sollte es sein, beim HCI-Hersteller nachzufragen, ob die gewählte DR-Umgebung auch tatsächlich vollständig unterstützt wird, bevor Sie einen Kauf tätigen, oder noch schlimmer, ein echter DR-Fall auftritt.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2017 aktualisiert

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