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So sichern Sie Ihre Bandlaufwerke richtig gegen Missbrauch

Bandlaufwerke sind immer noch eine effektive Methode zur Datensicherung. Wir zeigen Ihnen Methoden zur sicheren Aufbewahrung und Konservierung.

Bandlaufwerke bleiben eine der kosteneffektiven Methoden zur Speicherung von kalten, inaktiven oder archivierten Daten. Sie sind seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz.

Mittlerweile können Terabytes an Daten auf einem einzigen Band gesichert werden. Die Sicherheit dieser Datenmengen ist wichtiger denn je.

Die Hersteller treiben die technische Entwicklung weiter voran. Nach dem aktuellen LTO-7 Standard können 15 TB auf einem Band gespeichert werden. Auf der Roadmap für LTO 10 stehen 120 TB und dies kann in einigen Jahren erreicht werden.

Zur Sicherung dieser Daten gibt es einige Best Practices:

1. Verschlüsselung

Bänder müssen verschlüsselt werden. Bänder sind leicht tragbar und können ohne weiteres aus dem Rechenzentrum entfernt werden. Weil so viele Daten auf ein Band passen, kann nur Verschlüsselung den Einblick von Unbefugten verhindern.

Der Verschlüsselungsprozess ist unkompliziert. Bei modernen Laufwerken sind diese Funktionen eingebaut. Deswegen muss man sich nur um das Management der Schlüssel kümmern und diese angemessen sichern.

Wenn die Medien selbst keine Verschlüsselungsfähigkeiten haben, stellt aktuelle Backup-Software diese bereit.

2. Regeltreue

Regeltreue ist die Erfüllung gesetzlicher Auflagen und Vorgaben (Compliance). Bänder werden oft für Archivierung verwendet. Hier müssen Mindestaufbewahrungsfristen ebenso beachtet werden wie die vom Datenschutz vorgeschriebene Löschungspflicht.

Laufwerke mit WORM (Write Once Read Many) Funktionen können sicherstellen, dass Daten unveränderlich bleiben. Dies ist eine wesentliche Funktion zur Sicherstellung der Regeltreue.

3. Physische Verwaltung

Bänder sollten nach Möglichkeit das Rechenzentrum nicht unkontrolliert verlassen oder leicht aus automatischen Backup-Systemen wie Tape Libraries entnommen werden können. Die Räume sollten abgeschlossen sein.

Steht der Transport von Bändern an einen Zweitstandort an, sollte dieser streng überwacht werden. Dort angekommen, sind sie nützlich, um bei einem Ausfall die Disaster Recovery sicherzustellen.

Die Medien sollten beschriftet und genau bezeichnet werden. Bei einem Transport ist der Weg genau zu verfolgen. Eine echte Prüfungskontrolle (Audit Trail) sollte angefertigt werden, falls es zu Verlusten kommt.

4. Sicherheit der Backup-Software

Rufen Sie sich ins Gedächtnis, dass alle obigen Vorkehrungen irrelevant werden, wenn die Backup-Software nicht ausreichend gesichert und auditiert ist. Das heißt, dass der Zugang zu den Restore-Funktionen beschränkt werden muss. Prüfungskontrollen sollten den Weg zu einzelnen Anwendern nachweisen, die Restores anfordern.  

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2017 aktualisiert

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