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So stärken sie mit richtigem Daten-Management die Widerstandsfähigkeit der Cloud

Mit richtigem Daten-Management kann die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Cloud erhöht werden und die Recovery nach Ausfällen schneller erfolgen.

Die Widerstandsfähigkeit eines Systems ist dann gegeben, wenn kein Ausfall einer einzelnen Anwendung die gesamte Operation lahmlegt. Diese Anforderung macht sehr alten Anwendungen Schwierigkeiten, besonders wenn sie in COBOL geschrieben sind. Bei modernen Applikationen sollte es kein Thema sein.

Anwendungen, die in verschiedenen Instanzen laufen, kann man auch einfach in die Cloud verschieben. Dies sorgt schon für eine erste Stufe der Widerstandsfähigkeit (Resilienz), aber garantiert keine fortlaufenden Operationen bei Netzwerkausfällen oder Naturkatastrophen. Wenn man mit solchen Problemen fertig werden will, braucht es eine weitere Stufe der Widerstandsfähigkeit. Dann kommen verschiedene Standorte ins Spiel. Aber es keine triviale Aufgabe, eine Anwendung an unterschiedlichen Lokationen laufen zu lassen.

Wie Ausfälle die Widerstandsfähigkeit der Cloud beeinflussen

Wenn Instanzen an einem einzelnen Standort laufen, kann bei einem Ausfall einer Instanz ein neuer Stream geschaffen werden, der binnen einer Minute für Ersatz sorgt. Die Daten sind alle lokal vorhanden, so dass die Wiederherstellung für eine neue Instanz sorgt, diese mit dem virtuellen LAN verbindet und die korrekten Verbindungen gewährleistet. Es kann sogar möglich sein, einen Transaktionsprozess aufzufangen und zu Ende zu führen.

Bei mehreren Standorten läuft der Prozess bei Ausfällen anders ab. Es ist damit zu rechnen, dass mindestens ein Viertel aller Instanzen ausfallen. Das ist ohnehin eine komplexe Management-Aufgabe, aber als nächstes stellt sich die Frage, wo die Daten liegen, die für eine Wiederherstellung der Instanzen erforderlich sind. Zusätzlich ist die Netzwerkkonfiguration mit zone-aware Domain Name Systems (DNS) sowie Load Balancer und virtuelle Switches zu beachten.

Die Dauer des Problems hat ebenso Einfluss auf den Wiederherstellungsprozess (Recovery). Der Ausfall eines Routers kann durch einen Neustart in ein bis zwei Minuten behoben sein. Ein Blitzschlag kann dagegen für einen stundenlangen Schaden sorgen.

Daten-Management an die Front

Die Widerstandsfähigkeit der Cloud hängt letztlich von richtigem Daten-Management ab. Ein Plan für das Positionieren der Daten ist erforderlich, der die Ausfallzeit minimiert. Idealerweise sollten die Wiederherstellungsdaten vorpositioniert in der betroffenen Zone liegen, aber das geht nur mit fast statischen Daten, nicht mit aktiven.

Sehen wir uns ein Beispiel mit vier Zonen an. Wenn eine Zone für eine Weile ausfällt, sollte es eine definierte Alternative geben, die es erlaubt, DNS-Tabellen und ähnliches auf den letzten Stand zu bringen und die Scripts zum Wideraufbau der Instanzen anlaufen zu lassen.

Die meisten Daten werden annähernd statisch sein, aber eine Snapshot-Version der aktiven Daten kann in periodischen Abständen auf die betroffene Zone hochgeladen werden. Die noch bestehenden Unterschiede werden in einer Journal-Datei protokolliert. Auf diese Weise ist nur ein kleines Update erforderlich, bevor die Instanzen wieder an die Arbeit gehen.

Diese Methode funktioniert mit hybriden Clouds ebenso wie mit der Public Cloud. Die hybride Cloud kann die Wiederherstellungskonfiguration in der Public Cloud vorhalten und die Instanzen in der Public Cloud können aus einer anderen Zone der Public Cloud repariert werden.

Container bringen durch ihren schnellen Startvorgang eine weitere Stufe der Widerstandsfähigkeit in der Cloud. Netzwerkprozesse nehmen wohl den größten Teil der Zeit eines Wiederherstellungsprozesses in Anspruch, aber Software-definierte Infrastruktur kann das Ganze beschleunigen. Das Ziel liegt in einer Recovery, die schnell genug ist, um ablaufende Transaktionen unterbrechungsfrei zu Ende zu führen.          

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Artikel wurde zuletzt im November 2016 aktualisiert

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